Kein Tempo 30 im Bereich der Freizeitfläche in Ollheim
Ollheim. Die SPD-Fraktion hatte im Planungs- und Verkehrsausschuss beantragt, die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Bereich der Spiel- und Freizeitfläche im Ortsteil Ollheim auf 30 km/h zu reduzieren. Anlass waren Hinweise von Anwohnerinnen und Anwohnern, wonach insbesondere in Richtung Dünstekoven (K9) und Straßfeld (K61) zu schnell gefahren werde. Bei einem gemeinsamen Ortstermin im Oktober prüften Polizei, Ordnungsamt der Gemeinde und das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises die örtliche Verkehrssituation. Die Behörden kamen zu dem Ergebnis, dass weder Unfallzahlen noch Langzeitmessungen eine besondere örtliche Gefahrenlage belegen, die eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit nach der Straßenverkehrsordnung rechtfertigen. Beide betroffenen Kreisstraßen seien gut ausgebaut, übersichtlich und verfügen über Gehwege. Wegen der Spiel- und Freizeitfläche wurde bereits das Gefahrenzeichen „Kinder“ aufgestellt. Das Straßenverkehrsamt erklärte ausdrücklich, dass kein zwingender Handlungsbedarf für die Anordnung von Tempo 30 bestehe. Die SPD-Fraktion bedauert diese Entscheidung, die zeigt, dass die Straßenverkehrsordnung eher die Belange von Fahrzeugen berücksichtigt als vorbeugend schwächere Verkehrsteilnehmer zu schützen. „Gerade im Umfeld von Spiel- und Freizeitflächen halten wir weitergehende Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere zum Schutz von Kindern, für notwendig. Wir respektieren die fachliche Bewertung der Behörden, werden das Thema jedoch weiterhin begleiten und uns für zusätzliche, praktikable Maßnahmen zur Sensibilisierung und Gefahrenminimierung vor Ort einsetzen,“ betonte das Ratsmitglied René Pelzer, der den Antrag eingebracht hatte.
Pressemitteilung SPD Swisttal
