Kita-Gesetz im Praxischeck: Susanne Müller besucht die ev. Kita „Unter dem Regenbogen“ in Oberwinter
Oberwinter. Schon beim Betreten der evangelischen Kita „Unter dem Regenbogen“ in Oberwinter wird deutlich, was diese Einrichtung auszeichnet:
Hinter den Türen, die sich morgens für die Kinder schließen, entsteht ein geschützter Raum voller Vertrauen, Wärme und Zugewandtheit.
Hier finden Kinder nicht nur Betreuung, sondern einen Ort, an dem sie gesehen, gehört und in ihrer Entwicklung individuell begleitet werden.
Im Rahmen eines Besuchs informierte sich die Landtagsabgeordnete Susanne Müller vor Ort über die Arbeit der Kita und tauschte sich mit der Leiterin der Einrichtung, Frau Saleh, intensiv über das neue Kita-Gesetz in Rheinland-Pfalz aus. Ziel des Gesprächs war es, die Stärken des Gesetzes ebenso wie die Herausforderungen bei der Umsetzung im Kita-Alltag zu beleuchten, auch im Hinblick auf eine mögliche Evaluation.
Die evangelische Kita „Unter dem Regenbogen“ bietet derzeit rund 40 Betreuungsplätze und leistet einen wichtigen Beitrag zur frühkindlichen Bildung in Oberwinter. Das neue Kita-Gesetz verfolgt das Ziel, die Qualität der Betreuung weiter zu verbessern, Eltern verlässliche Betreuungszeiten zu ermöglichen und Kinder frühzeitig bestmöglich zu fördern. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Ziele mit einem hohen organisatorischen und personellen Aufwand verbunden sind.
Susanne Müller, Vorsitzende des Bildungsausschusses des rheinland-pfälzischen Landtags, hatte ausdrücklich dazu eingeladen, das Gesetz aus Sicht der Praxis zu reflektieren. „Der direkte Austausch mit den Fachkräften in den Kitas ist unverzichtbar“, betonte Müller. „Nur wenn wir die Erfahrungen aus dem Alltag ernst nehmen, können wir gute Rahmenbedingungen für Kinder und Beschäftigte weiterentwickeln.“ In diesem Zusammenhang kündigte sie an, auch weitere Kitas zu besuchen, um verschiedene Gesichtspunkte wie Personalbedarfe, Leitungsfreistellung und andere Handlungsfelder zu beleuchten und sich von den Erfahrungen berichten zu lassen.
Im Gespräch wurden insbesondere das hohe Arbeitsaufkommen für die pädagogischen Fachkräfte sowie der Personalschlüssel thematisiert. Trotz großer Motivation stoßen viele Einrichtungen hier an ihre Grenzen. Ein besonderer Schwerpunkt lag zudem auf der Sprachförderung. Sie ist eine zentrale Voraussetzung dafür, Kinder individuell und wertschätzend zu fördern und ihnen gleiche Bildungschancen zu eröffnen. Müller unterstrich die Wichtigkeit der Sprachförderung. Künftig soll es mehr Zeit für die Sprachförderung in den rheinland-pfälzischen Kitas geben. In einem Modellprojekt sollen zunächst 350 Kindertageseinrichtungen feste, zusätzliche Stunden für Sprachbeauftragte bekommen. Diese sollen Kinder individuell fördern und gleichzeitig ihre Teams in der alltagsintegrierten Sprachbildung unterstützen
Zum Abschluss des Besuchs zeigte sich die Abgeordnete sehr dankbar für den offenen und ehrlichen Austausch. Sie habe diesen sehr geschätzt und sei beeindruckt davon, mit wie viel Engagement, Fachlichkeit und Herzblut die Kita „Unter dem Regenbogen“ geführt würde. Zum weiteren Dialog lädt sie die Beschäftigten, Leitungen und andere Mitarbeitende auch in anderen Kitas der Region herzlich ein.
Pressemitteilung Büro Susanne Müller
