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Sinziger Kommunalpolitik ist sauer auf die Bahn

Können die Bahnsteige in Sinzig noch rechtzeitig erhöht werden?

Können die Bahnsteige in Sinzig
noch rechtzeitig erhöht werden?

Die Erhöhung der Bahnsteige, werden voraussichtlich nicht bis Juni 2019 fertiggestellt sein können. Foto: Archiv

11.03.2018 - 09:00

Sinzig. Die Kommunalpolitiker in Sinzig sind richtig sauer auf die Bahn. Grund: Bei der jüngsten Sitzung des Sinziger Kommunalparlamentes gab es einige Anzeichen dafür, dass die Bahn die Erhöhung der Bahnsteige nicht bis zum Juni 2019, dem Start der neuen RRX (Rhein-Ruhr Express)-Züge, fertigstellen kann. Dabei hatten die Beratungen recht harmlos begonnen. Denn einstimmig vergab der Stadtrat den Auftrag der Tiefbauarbeiten am Bahnhof an die Firma Klaus Rick aus Burgbrohl. Die recht kniffligen Tiefbauarbeiten werden rund 653.000 Euro kosten. Dabei handelt sich konkret um die Fortführung der jetzigen Unterführung auf den Bahnhofsvorplatz, den Bau einer neuen Treppe und das Unterfangen der Fundamente des jetzigen Bahnhofsgebäudes. Die Arbeiten sollen unmittelbar nach Ostern beginnen und werden wohl rund zwölf Monate dauern. Dies ist der letzte Teil der Bauarbeiten unter städtischer Planungsregie am Bahnhof. Und diese Arbeiten werden wohl auch rechtzeitig erledigt sein. Für Unruhe sorgten dagegen die Informationen im Umfeld. Bürgermeister Andreas Geron zitierte aus dem jüngsten Schreiben der Bahn. „Aus den Formulierungen kann man durchaus schließen, dass die Bahn nicht bis Juni 2019 fertig werden kann,“ lieferte Geron eine relativ schonungslose persönliche Interpretation des Schriftwechsels. Nicht viel besser wurde es, als anschließend Matthias Barleben vom Planungsbüro Stadt-Land-Bahn aus Boppard das jetzige Bauvorhaben und die Planungsfortschritte erläuterte. Auch der Planer ging davon aus, dass der städtische Teil in jedem Fall rechtzeitig fertig werden wird. Er erläuterte aber auch die Planänderungen, die in den vergangenen Jahren eingetreten waren. Und das bezeichnet man in der Sinziger Kommunalpolitik zur Zeit ganz treffend als „Behördenposse. Die kurze Zusammenfassung: Bereits 2016 war die Erhöhung der Bahnsteige auf 76 Zentimeter auf einer Länge von 225 Meter geplant worden. Auf Intervention des Schienenpersonennahverkehrs und der Landesregierung in Mainz wurde die Länge der erhöhten Bahnsteige auf 170 Meter zurückgenommen. Dann mischte sich jüngst das Eisenbahnbundesamt ein und forderte wieder 225 Meter. Viel schlimmer: das Eisenbahnbundesamt stoppte die zur Zeit laufenden Planfeststellungsverfahren und dies hat weitreichende Konsequenzen. Denn bis heute kann die Bahn noch keinen Termin zum Baubeginn für ihren Teil der Arbeiten am Sinziger Bahnhof nennen. Ein Baustart Anfang Juni 2018, wie ursprünglich geplant, wird sich wohl nicht halten lassen. Diese gesamte Faktenlage sorgte dafür, dass das Sinziger Kommunalparlament in Sachen rechtzeitige Fertigstellung der Bahnsteige eher sehr skeptisch da steht. Der Sinziger Kommunalpolitik ist es dabei auch kein Trost, das am Bahnhof Oberwinter und am Bahnhof in Bad Breisig ähnliche Probleme auftreten könnten. Nach bisherigen Informationen scheint lediglich die rechtzeitige Fertigstellung der erhöhten Bahnsteige am Bahnhof in Remagen wahrscheinlich. Friedhelm Münch (FWG) packte die Gemütslage der Sinziger Kommunalpolitiker in Worte: „Bei der Bahn herrscht nichts als Chaos und zum Schluss werden die Bürger uns Kommunalpolitikern wieder die Schuld geben“, so Münch recht drastisch.


Personelle Neubesetzung von Aussschusssitzungen


Die Aufregung um den Bahnhof passte dabei eigentlich gar nicht zu einer sehr ruhigen und diszipliniert abgelaufenen Arbeitssitzung des Rates. Zunächst galt es noch einmal die Folgen des Rücktritts des langjährigen CDU-Fraktionschef René Zerwas zu bewältigen. Dessen zahlreiche Ausschusssitze mussten neu besetzt werden. So wird für Zerwas Walfried Degen in den Hauptausschuss nachrücken und der neue Löhndorfer Ortsvorsteher Volker Holy übernimmt den Bauausschuss. Vergeben wurde der nur der Auftrag für die Sanierung von Heizung und Lüftung im Helenensaal. Für 117.000 Euro ging der an die Firma Markus Knops aus Adenau. Die Arbeiten an der Gasheizung sollen ebenfalls direkt nach Ostern beginnen und werden wohl rund drei Monate dauern. Auch die Bauarbeiten am Fußweg zwischen den Straßen In der Anbrück und Erlenweg sollen nach Ostern beginnen. Der Stadtrat vergab den Auftrag für 56.200 Euro an die Firma von Schönebeck aus Burgbrohl.


Baubeginn des Kreises - Verzögerung bei der Planung des Feuerwehrgerätehauses


Erfreuliche Nachricht für die Sinziger. Mit dem Bau des neuen Kreisels an der Sinziger Linde als neue Auffahrt zur B 9 geht es weiter. Baubeginn soll September 2018 sein. Vergeben wurden Aufträge für die Beleuchtung in Höhe von 31.000 Euro und anteilige Baukosten in Höhe von 67.000 Euro. Bürgermeister Andreas Geron teilte mit, dass es wohl zur zu Verzögerungen bei der Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses kommt. Grund, das 4,4 Millionen Euro Projekt wird in den Planungen wohl die Kostengrenze von 221.000 Euro überschreiten. Dies bedeutet für die Stadt Sinzig: die Planungsaufträge müssen europaweit ausgeschrieben werden. Andreas Geron rechnet mit einer Zeitverzögerung beim Feuerwehrgerätehaus von rund sechs Monaten. BL

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Kommentare
Uwe Klasen :
Klimawandel, Starkregen: Eine Koinzidenz ist noch keine Korrelation und bedeutet erst recht noch keine Kausalität
Uwe Klasen:
Solange solche Fehlkonstruktionen wie z.B das DSGVO aus Brüssel kommen oder vergleichbarer Unsinn, solange wird es auch kein "Europa United" geben!

Ein echter Hingucker

juergen mueller:
Hat unsere Stadt keine anderen Probleme? Die erst einmal zu lösen und dafür Geld zu investieren wäre angebracht und sinnvoller als sich immer nur auf die Suche nach Dingen zu begeben, die zwar "echte Hingucker" sein mögen, aber erst einmal überflüssig sind. Anscheinend ist diese Dringlichkeit solcher zu bewältigenden Aufgaben in den Köpfen unserer Volksvertreter noch nicht angekommen, ebenso wie die Tatsache, dass es immer leicht ist, Gelder auszugeben, egal ob sinnvoll oder nicht, die auf dem Rücken der Steuerzahler erwirtschaftet werden. Der Ideenreichtum der Politik scheint grenzenlos zu sein.
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