Mehr Mitsprache und Einfluss bei der Tourismus & Congress GmbH
Kreisstadt will Mitgliedschaft beantragen
Beitragskalkulation für den Gästebeitrag und den Tourismusbeitrag wurde für 2017 ohne Veränderung genehmigt
ad Neuenahr-Ahrweiler. Die Kreisstadt will Mitglied im Förderverein der Tourismus & Congress GmbH Bonn (T&C) werden und dafür jährlich einen Mitgliedsbeitrag von 10.000 Euro zahlen.
Das beschloss der Stadtrat einstimmig in seiner jüngsten Sitzung.
Die Leistungen der T&C hätten durchaus positive Auswirkungen auf die Übernachtungszahlen sowie auf die Vergabe von Tagungen und Kongressen und deren Rahmenprogrammen in der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Die T&C trage somit zur Auslastung der hiesigen Kapazitäten bei, so die Ansicht der Stadtverwaltung.
Eine Mitgliedschaft im Förderverein hätte zudem einen positiven Effekt auf die Mitsprache der Stadt bei Themen wie die der Bonn-Berlin Diskussion und ermögliche eine größere Einflussnahme auf die VRS-Anbindung des Ahrtals nach Bonn. Da sich der Kreis Ahrweiler aus dem Bereich der Tourismusförderung zurückgezogen habe, seien seit geraumer Zeit keine Beiträge mehr an die T&C entrichtet worden.
Um aber die Werbung für Kreisstadt durch die T&C aufrecht zu erhalten, werde eine Aufnahme in den Förderverein zum vergünstigten Mitgliedsbeitrag von 10.000 Euro angestrebt.
Drei Regionen sind eng miteinander verwoben
„Die T&C hat sich ausdrücklich bei ihrer Gründung 1996 auf die Fahne geschieden, die Stadt Bonn, den Rhein-Sieg-Kreis und den Kreis Ahrweiler aktiv zu bewerben. Dies war und ist grundsätzlich weitsichtig, sind doch diese drei Regionen von ihrer wirtschaftlichen Interessenslage eng miteinander verwoben“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Christoph Kniel.
Nicht so weitsichtig sei der Rückzug des Kreises Ahrweiler aus der T&C gewesen.
Die definierten Ziele der T&C forderten geradezu eine zielgenaue Einflussnahme der Kreisstadt und der Region Ahr heraus.
„Denn im Tourismus und Kongressbereich in der Region Ahr ist noch Luft nach oben, wie wir in der Mitgliederversammlung des Ahrtal-Tourismus vernehmen konnten.“
Deshalb sei seine Fraktion Bürgermeister Guido Orthen (CDU) dankbar für den Vorschlag einer Mitgliedschaft, könne diese doch bei aktiver Betreibung und Nutzung dem Ansehen und der Wirtschaft der Stadt nur positive Effekte bereiten.
Einstimmig wurde auch die gemeinsame Beitragskalkulation für den Gästebeitrag und den Tourismusbeitrag für das Jahr 2017 genehmigt. „Wichtig ist die Botschaft, dass trotz des gegenüber 2016 um 300.000 Euro gestiegenen tourismusbezogenes Aufwandes der Stadt der Hebesatz für beide Beiträge stabil bleibt und die Veranlagung berufsbezogener Übernachtungen nicht zur Diskussion stand und steht“, so Kniel. Die Stadt wolle insgesamt mehr als 5,7 Millionen Euro für Tourismus und Wirtschaftsförderung ausgeben, „das ist ein großer Beitrag“, so Kniel.
Gästekarte wird noch attraktiver als bisher schon
Von diesen Ausgaben und Imitationen profitierten nicht nur Hotellerie und Gastronomie, sondern auch Handel, Handwerk, Gewerbe, Dienstleister und Freiberufler.
Die ausgewiesene Höhe der städtischen Aufwendungen für den Tourismus mache aber auch deutlich, dass nicht nur die Zuschüsse zum Ahrtal-Tourismus und zum Ahrwein e.V. den städtischen Beitrag zur Tourismusförderung darstellten, sondern darüber hinaus auch an vielen anderen Stellen Geld in die Hand genommen werde.
Das zu verdeutlichen sei noch einmal wichtig. Werner Kasel (SPD) ergänzte: „Und die Gästekarte wird dadurch noch attraktiver, als sie bisher schon ist.“
JOST
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