Politik | 14.04.2016, 14:00 Uhr

Ausstellung im Rathaus der Verbandsgemeinde Adenau

Krieg und Kriegsende

Aspekte dieser Zeit in Wort und Bild sind vom 3. Mai bis 3. Juni zu sehen

Krieg und Kriegsende
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Adenau. „Hitler bedeutet Krieg!“ Davor hatten kritische Zeitgenossen bereits vor der Machtübernahme im Jahre 1933 durch die Nationalsozialisten gewarnt. Ab 1933 begann im NS-Staat die Militarisierung in nahezu allen Lebensbereichen. Die Rheinlandbesetzung 1936, die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die systematische militärische und propagandistische Aufrüstung, die Annexion Österreichs und Besetzung der „Rest-Tschechei“ durch die deutsche Wehrmacht widersprachen allen „Friedensbeteuerungen“ des NS-Regimes. Der Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen ohne vorherige Kriegserklärung markiert am 1. September 1939 den Beginn des Zweiten Weltkriegs (1939 - 1945). Von Anfang an waren die Folgen des Krieges auch im Kreis Ahrweiler spürbar. Zeitzeugen - vielfach waren sie damals noch Kinder - erinnern sich 70 Jahre nach Kriegsende vor allem an die Luftangriffe der Jahre 1944/45, den Tod oder das Bangen um Angehörige und Freunde an der Front, in Lazaretten oder in Gefangenschaft. Dramatische Kriegsereignisse, nicht zuletzt beim Einmarsch der Amerikaner im Kreisgebiet Anfang März 1945, die Einnahme der Remagener Rheinbrücke, die Kriegsgefangenenlager Remagen und Sinzig sowie die Not der Nachkriegszeit mit Hunger, Kälte und Entbehrungen haben sich bei vielen tief eingeprägt. Die Verbrechen des NS-Regimes wurden dagegen oft ausgeblendet. Mit der Ausstellung und umfangreichen Dokumentation „Kriegsende und dann?... Der Kreis Ahrweiler 1944 bis 1946“ werden verschiedene Aspekte dieser Zeit in Wort und Bild im geschichtlichen Kontext gezeigt. Damit sollen auch Anstöße zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit Krieg, Gewalt und Not gegeben werden. Der Instrumentalisierung der Kriegs- und Nachkriegszeit durch Rechtsextreme für ihre Geschichtsverfälschung und Propaganda wird durch sachliche Informationen über diese unheilvolle und leidvolle Zeit begegnet. Die Ausstellung findet vom 3. Mai bis 3. Juni im Rathaus der Verbandsgemeinde Adenau in der Kirchstraße 19 statt. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr, Freitag, 8 bis 13 Uhr. Gruppen nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei. Die Ausstellung kann von Schulen und öffentlichen Einrichtungen entliehen werden. Informationen bei der Museumsleitung unter Telefon (0 26 42) 34 06 (Menacher).

Pressemitteilung Jugendbüro

der Verbandsgemeinde Adenau

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