Politik | 28.05.2021, 13:16 Uhr

Deutlich vereinfachte Kontaktdatenerfassung für den Kreis Neuwied

LUCA-App ist freigegeben

Veranstalter, Kunden und Gesundheitsamt werden entlastet

Landrat Achim Hallerbach (von links), Heiner Kloft vom „American“ und Jörg Germandi vom Food-Hotel freuen sich über die Einführung der Luca-App im Kreis Neuwied, die vor allem für die Gastgeber ein weitestgehendes Ende der Zettelwirtschaft bei der Kontakterfassung bedeutet. „Nach unseren ersten Erfahrungen checken bei uns schon jetzt 80 Prozent der Gäste digital ein“, berichtet Kloft erfreut.Foto: Kreisverwaltung
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Kreis Neuwied. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist die Kontaktnachverfolgung eines der zentralen Mittel. Gerade bei niedrigen Inzidenzzahlen sollen so Infektionsketten nachvollzogen und möglichst frühzeitig durchschlagen werden, damit sich das Virus nicht weiter ausbreiten kann. Hotspots adé.

Deshalb sind Veranstalter, Hoteliers, Gastwirte und viele andere verpflichtet, die Kontaktdaten ihrer Gäste zu erfassen. Im vergangenen Sommer – zwischen erster und zweiter Corona-Welle – führte das zu einer „Zettelwirtschaft“. Und nicht selten waren die schnell niedergeschriebenen Daten anschließend kaum lesbar, manchmal waren sie sogar bewusst falsch eingetragen worden. „Donald Duck“ lässt grüßen. Diese Probleme sollen sich nicht wiederholen. Deshalb hat sich der Kreis Neuwied für das LUCA-System angemeldet. „Die Freigabe liegt jetzt vor, die App kann ab sofort an den Start gehen“, freut sich Landrat Achim Hallerbach, der darin eine deutliche Erleichterung für alle Seiten sieht. „Für Veranstalter ist es schnell und bequem: Sie müssen keine Papierstapel mehr horten. Und mittlerweile können auch negative Testergebnisse auf der App gespeichert werden, weshalb sie dann nicht mehr gesondert kontrolliert werden müssen. Auch die Nutzer müssen die für sie kostenlose App nur einmal auf ihrem Handy installieren und ihre Daten eingeben. Sie erhalten dann eine persönliche PIN-Nummer und können damit eigene QR-Codes zum ,Einchecken‘ erzeugen“, erklärt er und ergänzt, dass sich diese QR-Codes minütlich ändern. So kann gewährleistet werden, dass Registrierung und Kontaktverfolgung anonym verlaufen und die Daten nicht anhand eines spezifischen QR-Codes zugeordnet werden können.

Vor allem aber freut sich Hallerbach, dass durch LUCA die Arbeit des Gesundheitsamtes erleichtert wird. Denn das kann auf die Kontaktdaten aller Gäste, die in den vorangegangenen 14 Tagen zur selben Zeit am selben Ort waren, zurückgreifen. „Das Befragen der Infizierten, die nicht selten Erinnerungslücken haben, weil man eben nicht immer genau weiß, wann man in den letzten Tagen wo genau war und wen man getroffen hat, sollte damit deutlich einfacher werden“, ist Hallerbach zuversichtlich. Außerdem entfällt eben das Beschaffen und Entziffern der handschriftlichen Gästelisten. „Das hat die Kollegen in der Vergangenheit schon einiges an Zeit und Nerven gekostet“, berichtet er.

Übrigens: Auch der rheinland-pfälzische Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit hat die Nutzung der LUCA-App in seiner jüngsten Stellungnahme als „unbedenklich“ eingestuft hat. Wer kein Smartphone besitzt, kann – soweit der Veranstalter/Gastronom dazu bereit ist – trotzdem weiterhin seine Daten handschriftlich in eine Liste eintragen.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

Landrat Achim Hallerbach (von links), Heiner Kloft vom „American“ und Jörg Germandi vom Food-Hotel freuen sich über die Einführung der Luca-App im Kreis Neuwied, die vor allem für die Gastgeber ein weitestgehendes Ende der Zettelwirtschaft bei der Kontakterfassung bedeutet. „Nach unseren ersten Erfahrungen checken bei uns schon jetzt 80 Prozent der Gäste digital ein“, berichtet Kloft erfreut.Foto: Kreisverwaltung

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