Lahnsteiner Grüne nehmen am Gedenken zu den Novemberpogromen teil
Koblenz. Am 9. November gedenken wir eines der düstersten Kapitel der deutschen Geschichte, die sogenannte „Reichspogromnacht“ im Jahre 1938. Diese Nacht war gezeichnet von Hass, Gewalt und Zerstörung, bei der jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger drangsaliert, misshandelt und ermordet wurden. Jüdische Kulturstätten und Geschäfte fielen den Flammen zum Opfer.
Die Gedenkveranstaltung in Lahnstein stand unter dem Thema „Wieder fassungslos“. Es wurde auf die aktuelle Situation in Israel nach dem brutalen Überfall der Hamas auf und auch auf das Widererstarken des rechten Gedankenguts in Deutschland eingegangen. Die Lahnsteiner Grünen, vertreten durch Alexandra Dinzen, Ingrid Honig und Jutta Niel, nahmen an der Veranstaltung die in der evangelischen Kirche startete und ökumenisch von den Kirchen vorbereitet war, teil.
Neben nachdenklichen Texten vorgetragen von Pfarrerin Yvonne Fischer, Gemeindereferentin Hella Schröder und Ute Wagner wurde die Veranstaltung musikalisch umrahmt mit jüdischen Liedern, dargeboten von Michael Wienecke und Odelia Lazar. Letztere konnte als Deutsch-Israelin auch direkt Bezug zu israelischen Mitbürgern in ihren Erzählungen herstellen, die vom aktuellen Terroranschlag der Hamas betroffen waren.
Nach dem Gedenken in der Kirche gingen alle Teilnehmer von der evangelischen Kirche vorbei an Stolpersteinen durch die Westallee zur Gedenktafel für die Holocaustopfer in Lahnstein auf dem Salhofplatz, wo die Veranstaltung mit Kerzen am Mahnmal ihren Abschluss fand.
Das Erstarken des Antisemitismus und die Vorkommnisse in Israel verdeutlichten die Notwendigkeit dieser Kundgebung jetzt und heute und ein Bekenntnis zu „Nie wieder!“ dringlicher als je zuvor, so die einheitliche Meinung der Lahnsteiner Grünen.
Pressemitteilung
B90/ die Grünen Lahnstein
