Politik | 16.12.2025

Fest steht: Die zerstörte Brücke wird aus dem Kurpark verschwinden

Maria-Hilf-Brücke: Teils Ausstellung, teils Schrottplatz

Noch liegt der Torso der Maria-Hilf-Brücke im Bad Neuenahrer Kurpark. Ein kleines Stück soll in die Heilwasserausstellung, der Rest der Verwertung zugeführt werden.  Foto: GS

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Viereinhalb Jahre nach der Flut ist jetzt klar, was mit dem Torso der Maria-Hilf-Brücke passiert. Die tonnenschwere Stahlkonstruktion war bei der Flut mitgerissen worden und im Bad Neuenahrer Kurpark in Höhe des Westeingangs gestrandet. Seitdem sorgte das riesige Metallgerüst für Emotionen und Diskussionen. Sein künftiger Verbleib war offen.

Fest stand lediglich seit März, dass der aktuelle Standort aus Gründen des Hochwasserschutzes nicht mehr tragbar ist. Dem widersprach zwar der Ortsbeirat mit seinem Wunsch, den Torso zwar zu kürzen, aber dort zu belassen. Doch das letzte Wort hatte nun der Stadtrat.

Und auch da waren quer durch alle Fraktionen die Meinungen geteilt, so dass es zwischen letztlich vier Vorgehensweisen zu Wahl und Stichwahl kam. Komplett ausgeschieden waren im ersten Durchgang dabei eine mögliche Verlagerung an einen anderen Platz im Kurpark und die Verwertung des Torsos in Gänze. Im Rennen blieb die Verortung als Erinnerung im Kreisel an den Berufsbildenden Schulen und die Verwendung eines Brückenteils in der Heilwasserausstellung als „Symbol der Kraft des Wassers“ und der Verkauf von Brückenstücken zur persönlichen Erinnerung, der vom Heimersheimer Ortsvorsteher Jürgen Saess (SPD) ins Spiel gebracht wurden. Wer Letzteres aber managen sollte, blieb offen. Den Kreisel als Standort hatte auch Bürgermeister Guido Orthen favorisiert, der sich zudem gewünscht hätte, dass die Malerklassen der Berufsbildenden Schule die Metallkonstruktion ansprechend gestaltet hätten. Eine Animation in der Sitzungsvorlage des Ratsinformationssystem zeigt den Torso in den aktuell von der Stadt für den Wiederaufbau verwendeten Regenbogenfarben.

Letztendlich gab es eine deutliche Mehrheit im Stadtrat für die Verwendung eines entsprechenden Teils des Torsos für die Heilwasserausstellung und die Verwertung der restlichen Brückenkonstruktion als Metallschrott. In der Ausstellung soll dann die Geschichte der 1907 erbauten und 1982 sowie 2005 sanierten Brücke erläutert werden. GS

Noch liegt der Torso der Maria-Hilf-Brücke im Bad Neuenahrer Kurpark. Ein kleines Stück soll in die Heilwasserausstellung, der Rest der Verwertung zugeführt werden. Foto: GS

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Oliver Spielmann: Es sollte besser heißen, Neuwied zerstört Lebensraum. Spätestens jetzt müsste eigentlich dem Letzten Bürger ein Licht aufgehen, welcher Stellenwert unser Grossbaumbestand in den Quartieren hat. Möglicherweise...
  • Markus Witsch: Es kann ja sein, dass 66% der Merzbacher sich einen eingeschränkten Nahversorger wünschen, aber die Bewohner von Schlebach, Irlenbusch, Neukirchen, Kurtenberg, Berscheid und Loch/Queckenberg haben andere Einkaufsgewohnheiten.
  • Hink Heike: Hat die UWG, CDU und der Herr Meyer sich auch einmal überlegt,wie die Senioren vollgepackt mit ihrer Ware, die ganzen Berge wieder hochkommen sollen? Und die Todenfelder, Hilberather, Locher und Queckenberger...
  • *Katja* : Jede einzelne Zeile hier trifft den Kern dieser Gruppe wunderbarer verrückten Hühner ?? ?? ??. Großartig und weiter so??
Daueranzeige
Geschäftspartner für Versandhandel
Motivierte und engagierte  Nachwuchskräfte
Titelanzeige Goldankauf
Karneval in der Grafschaft
Karneval in der Grafschaft
Karneval im Brohltal
Karneval in Oberbreisig
Karneval in der Region
Imageanzeige Dauerauftrag 02/2026
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel

Erste Stadtratssitzung des Jahres – VHS war Ausweichort

Neuwied: 3 Grundschulen ab 2027/28 ganztags in Angebotsform

Neuwied. Bereits im Vorfeld hatte die Stadtratssitzung Wellen geschlagen. CDU-Fraktionschef Martin Hahn hatte auf social media gepostet, dass die AfD der Einrichtung dreier Ganztagsschulen in Heimbach-Weis, Feldkirchen und Engers, im vorgelagerten Haushaltsausschuss nicht zugestimmt hatte.

Weiterlesen

Investitionsprogramm 2026 für Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz:

„Eigenlob der Landesregierung hilft Krankenhauslandschaft nicht“

Remagen. Anlässlich der Pressekonferenz von Gesundheitsminister Hoch zum Krankenhausinvestitionsprogramm 2026 fordert die CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz eine deutlich stärkere finanzielle Ausstattung der Krankenhäuser im Land. Die aktuelle Lage zeige unmissverständlich, dass das bisherige Investitionsniveau nicht ausreiche, um die medizinische Versorgung langfristig zu sichern.

Weiterlesen

Im MakerSpace wurde intensiv über Lösungen diskutiert

Immobilien im Klimawandel

Bendorf. Auf Einladung der Bendorfer Grünen hatten sich zahlreiche interessierte Bürger im Bendorfer Makerspace eingefunden, um gemeinsam mit Experten und erfahrenen Bürgern nach Wegen zu suchen, wie man seine Immobilie fit für die Zukunft machen kann.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Essen auf Rädern
Dauerauftrag 2026
Anzeige Andernach Mitte Card
Stellenanzeige Erzieherinnen
Anzeige SALE
Stellenanzeige Hilfspolizist
Karneval in der Region (Weißenthurm)
Karneval in der Region (Pellenz)
Karneval in der VG Altenahr
Karnevalsumzug Walporzheim
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Karneval im Brohltal
Karneval in Oberbreisig
Bad Neuenahr-Ahrweiler feiert Karneval - Anzeige Veranstaltungen Festzelt 2026 o.B.
Kreishandwerkerschaft