Politik | 17.07.2017

Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr (ZOpKomBw) wurde dem Kommando Strategische Aufklärung (KSA) unterstellt

Mayener Soldaten gehören neuem Bereich an

Die Verleihung der Fahnenbänder war ein wichtiger Bestandteil des Appells auf dem Bonner Hardtberg. Bundeswehr/Alpes

Mayen. Die Bundeswehr hat mit dem Kommando Cyber- und Informationsraum (KdoCIR) einen neuen Organisationsbereich etabliert. Dieser steht gleichrangig neben den Teilstreitkräften Heer, Luftwaffe und Marine, dem zentralen Sanitätsdienst und dem Kommando Streitkräftebasis. Mit dem KdoCIR reagiert das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) auf die Bedrohungen im Cyber- und Informationsraum, dessen freie und sichere Nutzung elementare Voraussetzung staatlichen und privaten Handelns in einer globalisierten Welt ist.

Seit Anfang Juli ist das Zentrum Operative Kommunikation der Bundeswehr (ZOpKomBw) Teil des neuen Kommandos. Bei einem Appell auf dem Bonner Hardtberg wurde das ZOpKomBw aus der Struktur des Kommando Streitkräftebasis herausgelöst und gleichzeitig dem Kommando Strategische Aufklärung (KSA) unterstellt. Oberst Christian Bader, Kommandeur des ZOpKomBw, bewertet den Unterstellungswechsel positiv. „Für den Aufgabenbereich Operative Kommunikation bedeutet dies eine konsequente Integration unserer Fähigkeiten in den Cyber- und Informationsraum“, sagt Bader. „Gerade im Bereich der Analyse des Informationsumfeldes wird das Kommando Cyber- und Informationsraum von unserer Expertise profitieren“, ergänzt er.

Der Kommandeur des Kommando Strategische Aufklärung in Gelsdorf, Generalmajor Axel Binder, stattete unmittelbar nach dem Unterstellungswechsel dem ZOpKomBw einen ersten Dienstaufsichtsbesuch ab. Der Zwei-Sterne-General wurde detailliert in den Auftrag der Operativen Kommunikation eingewiesen. Dabei gewann er am praktischen Beispiel einen Eindruck vom Leistungsspektrum der Soldaten. Die Truppe stellte sich mit ihren Einsatzkräften vor, interessiert verfolgte Generalmajor Binder die Ausführungen der Task-Force. Im Anschluss fand eine Gesprächsrunde mit der Personalvertretung, den Disziplinarvorgesetzten und Kompaniefeldwebeln statt, ehe sich Binder während eines Appells an alle Soldaten und zivilen Mitarbeiter des ZOpKomBw wandte.

Eine Antwort auf aktuelle Herausforderungen und Bedrohungen

„Mit dem Aufklärungs- und Wirkungskommando gibt die Bundeswehr eine Antwort auf die damit verbundenen Herausforderungen und Bedrohungen“, sagte Generalmajor Binder in seiner Ansprache. „Wir gemeinsam werden das Aufklärungs- und Wirkungskommando der Bundeswehr. Es gibt kein anderes, wir bauen damit eine sehr spezielle Fähigkeit auf“, fügt er an. Dies bedeutet unter anderem, dass ein kleiner Teil des Personals aus der Oberst-Hauschild-Kaserne künftig seinen Dienst in Gelsdorf verrichten wird. Das Gros der Soldaten verbleibt in Mayen, sodass im Zuge des Unterstellungswechsels „keine Koffer gepackt werden müssen“. Das war seit dem Startschuss für den Aufbaustab des KdoCIR feste Absicht des BMVg.

Pressemitteilung „Zentrum

Operative Kommunikation

der Bundeswehr“

Grundfarbe des Kommando CIR: Die Fahnenbänder in Anthrazit. Bundeswehr/Alpes

Grundfarbe des Kommando CIR: Die Fahnenbänder in Anthrazit. Foto: Bundeswehr/Alpes Foto: R. Alpers

Generalmajor Axel Binder sprach zur Formation in der Mayener Oberst-Hauschild-Kaserne. Bundeswehr/Maiwald

Generalmajor Axel Binder sprach zur Formation in der Mayener Oberst-Hauschild-Kaserne. Foto: Bundeswehr/Maiwald

Die Verleihung der Fahnenbänder war ein wichtiger Bestandteil des Appells auf dem Bonner Hardtberg. Foto: Bundeswehr/Alpes Foto: R. Alpers

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