Politik | 04.09.2020, 13:10 Uhr

MdB Erwin Rüddel begrüßt den Vorstoß seiner Fraktion

„Mehr Ärzte für unser Land!“

Berlin / Region. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat auf ihrer Vorstandsklausur beschlossen, die Medizinstudienplätze mittelfristig um 5.000 aufzustocken. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel begrüßt diese Maßnahme. Deutschland verfüge über eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Das habe sich insbesondere in den letzten Monaten gezeigt. „Damit das so bleibt, brauchen wir unter anderem genügend Ärzte“, so Rüddel, Vorsitzender des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag. Der Wunsch nach einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe zu neuen Arbeitszeitmodellen geführt und dazu, dass Ärzte sich seltener selbstständig machen und lieber im Angestelltenverhältnis arbeiteten als früher. „Weniger Arbeitszeit pro Arzt einerseits und der demografische Wandel andererseits bedeuten, dass wir signifikant mehr Ärzte ausbilden müssen. Diese Maßnahme fordere ich bereits seit Langem. Da das eigentlich zuständige Land dieser Verpflichtung nicht nachgekommen ist, begrüße ich, dass die Union jetzt bundesweit diese Initiative gestartet hat“, so der Gesundheitspolitiker. Gerade ländliche Regionen seien durch den Ärztemangel alleine gelassen worden. Deshalb solle die Aufstockung auch der unmittelbaren Patientenversorgung insbesondere auf dem Land zugutekommen und die Landarztquote erhöht werden. Für eine flächendeckende Versorgung würden aus Sicht des Gesundheitsexperten aber ebenso eine stärkere Digitalisierung im Gesundheitswesen und eine Aufgabenübertragung an andere Gesundheitsberufe benötigt, da die Erhöhung der Zahl der Medizinstudenten erst in 12 bis 15 Jahren wirke. „Viele Maßnahmen, wie beispielsweise Gesundheits-Apps auf Kosten der Krankenkasse, Ausweitung von Online-Sprechstunden und ein digitales Netzwerk für den Gesundheitsbereich haben wir bereits auf den Weg gebracht und werden diesen auch konsequent weitergehen“, konstatiert Rüddel.

Aber auch im Bereich der Delegation kann sich der Abgeordnete Ausweitungen vorstellen. „Die ganze Welt wartet aktuell auf einen Corona-Impfstoff. Damit die niedergelassenen Ärzte nicht überfordert werden von der Anzahl der Patienten, die sich impfen lassen möchten, kann ich mir vorstellen, auch die Apotheker oder Gesundheitsämter hier einzubinden“, betont Erwin Rüddel.

Pressemitteilung

Büro Erwin Rüddel, MdB (CDU)

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