Politik | 26.05.2023

CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil kritisiert komplizierte Voraussetzungen im Ahrtal

Mehr Pragmatismus beim Wiederaufbau

„Schnell, unbürokratisch und nachhaltig war das Versprechen“

Mechthild Heil MdB verlangt Pragmatismus.  Foto: Tobias Koch

Kreis Ahrweiler/Berlin. „Vom Versprechen der Landesregierung eines schnellen, unbürokratischen und nachhaltigen Wiederaufbaus sind wir auch zwei Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal weit entfernt. Sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich bewegt sich Vieles zu kompliziert und zu langsam“, stellt die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil verärgert fest. Die Bewilligungswege müssten dringend beschleunigt werden: „Es sollte in einer solch angespannten Situation so sein, dass bei beschränkter Ausschreibung Angebote und Aufträge für öffentliche Bauleistungen auch per Email abgegeben oder vergeben werden dürfen.“

„Warum kann die Pflicht zu europaweiten Ausschreibung im Flutgebiet nicht für fünf Jahre ausgesetzt werden?“, fragt die CDU-Parlamentarierin angesichts der Vielzahl großer Bauvorhaben wie Kindergärten, Schulen und Sportanlagen.

Eine Kläranlage wird an einem anderen Standort neu aufgebaut, Brücken werden verschoben, aber wenn drei Kommunen zusammen einen gemeinsamen Sportplatz an einem neuen hochwassersicheren Standort bauen wollen, soll dies aus Mitteln des Wiederaufbaus nicht förderfähig sein. Erstaunt musste man zuletzt auch zur Kenntnis nehmen, dass die beiden Bäder, Ahr-Therme und TWIN in der Kreisstadt, nur an den bisherigen Standorten problemlos wieder errichtet werden können. Ein gemeinsames, großes, modernes Bad neu zu erbauen, obwohl dies kostengünstiger im Bau und Unterhaltung wäre, weniger Fläche verbraucht und auch energetisch sinnvoll wäre, soll nicht genehmigungsfähig sein.

Dabei hat der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling (SPD) zuletzt beim Thema „Neubau von Brücken in Flutgebieten“ ausgeführt, dass es eine Vorgabe zu einem eins-zu-eins Wiederaufbau nicht gebe, weder im Bundes- noch im Landesrecht. „Warum handelt die Landesregierung nicht dementsprechend? Warum wendet sie die Befreiung von der Eins-zu-eins-Regel nicht auf den gesamten Bereich des Wiederaufbaus an“, fragt Mechthild Heil.

Pressemitteilung

CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil

Mechthild Heil MdB verlangt Pragmatismus.  Foto: Tobias Koch

Mechthild Heil MdB verlangt Pragmatismus. Foto: Tobias Koch Foto: Foto: Tobias Koch (www.tobiaskoc

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Lampionfest in Weißenthurm
Lampionfest der Feuerwehr Weißenthurm
Innovatives rund um Andernach
Anzeige Number One Sports
Lampionfest Weißenthurm
Hausmeister-und Gärtner/in
vermisste Brille
Anzeige KW 25
Empfohlene Artikel
Straßenquerung der Brecbachtalbahn.
222

Bendorf. Vor dem Verwaltungsgericht Koblenz fand am 02.06.2026 die mündliche Verhandlung in einem Verfahren statt, das unmittelbar mit der Reaktivierung der Brexbachtalbahn verknüpft ist. Die Eifelbahn Verkehrsgesellschaft mbH (EVG) klagt gegen das Land Rheinland-Pfalz, vertreten durch den Landesbetrieb Mobilität (LBM), um eine Verpflichtung der Stadt Bendorf durchzusetzen, die Straßenquerung im Bereich...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
486

Feuerwehr im Großeinsatz: Brand bleibt unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten laufen

20.06.: Großbrand in Niederzissen: Feuerwehr verhindert Flammenübergriff

Niederzissen. Am 19. Juni 2026 geriet ein holzverarbeitender Betrieb im Bereich "Im Stiefelfeld" in Niederzissen in Brand. Um 22:50 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Bei ihrem Eintreffen stand das Gebäude bereits in Vollbrand, und rund 110 Feuerwehrleute sowie andere Hilfsorganisationen nahmen den Kampf gegen die Flammen auf.

Weiterlesen

Trotz der Hitze: gute Stimmung und Gespräche beim fairen Frühstück vor dem Andernacher Rathaus
87

Fairtrade Frühstück Andernach

Fairtrade Frühstück in Andernach

Andernach. Mit einem fairen Frühstück vor dem Historischen Rathaus hat die Stadt Andernach erneut ein sichtbares Zeichen für mehr globale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum gesetzt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu frühstücken und dabei mehr über die Bedeutung fair gehandelter Produkte zu erfahren.

Von Hans-Georg Hansen aus Andernach

Weiterlesen