Bürgerinitiativen gegen Bahnlärm trafen sich zum Gespräch mit Julia Klöckner
Menschenwürdiges Leben an und mit der Bahn ermöglichen
Oberwesel. Zu einem Informations- und Meinungsaustausch über die Fragen zur aktuellen und zukünftigen Bahnlärmproblematik trafen sich Vertreter von Bürgerinitiativen aus dem Mittelrheintal zu einem Gespräch mit Julia Klöckner in Oberwesel. Vorangegangen waren bereits vielfältige Gespräche zur Bahnlärmproblematik über alle Parteigrenzen hinweg mit hochrangigen Politikern, so zum Beispiel mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz oder mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. „Besonders wertvoll und zielführend waren auch vielfältige Gespräche mit Abgeordneten auf Bundes- und Landesebene aus unserer Region wie Mechthild Heil, Detlef Pilger, Tabea Rößner, Erwin Rüddel, Josef Dötsch, Guido Ernst oder Marc Ruland, um nur einige zu nennen“, so Rolf Papen von der Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“.
Insbesondere der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, der Landtagsabgeordnete Josef Dötsch und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, Georg Hollmann, hatten sich für das Zustandekommen des Gespräches in Oberwesel eingesetzt. Nach einer kurzen und prägnanten Einführung in die Thematik durch Staatssekretär Bleser moderierte der Landtagsabgeordnete Hans-Josef Bracht gekonnt die Gesprächsrunde.
Frank Gross (Boppard), Gunter Fröhlich (Neuwied) und Willi Pusch (Kamp-Bornhofen), die neben der Funktion als Vorsitzende ihrer jeweiligen Bürgerinitiative auch Mitglieder im „Projektbeirat leiseres Mittelrheintal“ sind, beschrieben die inzwischen unhaltbare und krankmachende Bahnlärmsituation und verwiesen auf unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten, vom Schienenschleifen über die Umrüstung der Güterwagen auf sogenannte Flüsterbremsen bis hin zur Planung von Neubautrassen.
Julia Klöckner zeigte sich sehr informiert und interessiert. Immer wieder hinterfragte sie Aussagen und bezog klar und kompetent Stellung. Besonders beeindruckt zeigte sie sich von der deutlichen und ungeschminkten Beschreibung der Not der Bahnanwohnerinnen und Bahnanwohner aus Sicht eines Betroffenen. Für seine klaren Worte erhielt Rolf Papen anschließend spontanen Applaus. „Es war richtig und wichtig, neben theoretischen Erörterungen die Not der Bahnanwohnerinnen und Bahnanwohner aus dem täglichen Erleben so realistisch und drastisch zu schildern“, so Thomas Przybylla, der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Weißenthurm. Zum Ende der Gesprächsrunde erklärte Julia Klöckner sehr überzeugend, dass bei aller notwendigen Mobilität für die Gesellschaft und Wirtschaft den Bahnanwohnerinnen und Bahnanwohnern deutlich mehr als bisher geholfen werden muss, um ein menschenwürdiges Leben an und mit der Bahn zu ermöglichen. Josef Dötsch fügte darüber hinaus an: „Es ist sicher richtig, im Interesse unserer Kinder und Enkel über langfristige Lösungen wie zum Beispiel eine Neubaustrecke durch die Eifel oder eine ‚Tunnellösung‘ nachzudenken und Planungen anzugehen. Unabhängig davon muss aber den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern jetzt rasch und wirkungsvoll geholfen werden. Es müssen endlich Maßnahmen zur Bahnlärmreduzierung angegangen werden, die zu einer spürbaren Entlastung der Menschen führen. Dafür engagieren sich über alle Parteigrenzen hinweg immer mehr Abgeordnete im Bundestag und im Landtag. Das drängende Thema ‚Bahnlärm‘ ist auf der Tagesordnung längst weit oben angekommen.“
Pressemitteilung
Bürgerinitiative „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“
