Kai Kazmirek aus St. Sebastian wurde im Weißenthurmer VG-Rathaus für seine sportlichen Leistungen geehrt
Mit harter Arbeit und intensivem Training zum Erfolg
Sportbundpräsidentin und Kommunalpolitiker lobten Erfolg bei der Olympiade in Rio
Weißenthurm. Seine Erfolge sind mehr als beeindruckend: 4. Platz im 1500-Meter-Lauf bei der Olympiade in Rio de Janeiro, 1. Platz bei den deutschen Meisterschaften im Siebenkampf in Halle, 1. Platz bei den deutschen Meisterschaften U23 im Zehnkampf, 6. Platz bei der Weltmeisterschaft im Zehnkampf und weitere Erfolge, die sich fortsetzen ließen. Und dabei bleibt er einfach und bescheiden: Kai Kazmirek aus St. Sebastian, eben ein Bürger aus unserer Region.
Seine Erfolge, vor allem die bei den Olympischen Spielen in Rio, waren Grund für den Weißenthurmer Verbandsbürgermeister Georg Hollmann den Spitzensportler im großen VG-Rathaussaal zu empfangen.
„Durch Sie werden unsere Region und ihre Heimatgemeinde St. Sebastian ganz hervorragend vertreten“, führte Hollmann aus, der Kazmireks Trainer Jörg Roos als wichtige Bezugsperson begrüßte, aber ebenso die Präsidentin des Sportbunds Rheinland Monika Sauer, den Geschäftsführer der LG Rhein-Wied – für ihn startet Kai Kazmirek – Martin Schmitz und von der kommunalen Familie Landrat Dr. Alexander Saftig, den Ortsbürgermeister von St. Sebastian Marco Seidel, VG-Beigeordneter Herbert Nickenig sowie Mitglieder des VG-Rats und des Gemeinderats St. Sebastian.
Georg Hollmann erinnerte daran, dass Kai Kazmirek von 2007 bis 2010 in der VG-Verwaltung Weißenthurm eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolvierte, dann aber zur Polizei wechselte, wo er für seine sportlich benötigte Zeit immer freigestellt werde.
Zum dritten Mal Sportler des Jahres von Rheinland-Pfalz
Der VG-Bürgermeister wies auch darauf hin, dass Kai Kazmirek vor wenigen Tagen zum dritten Mal Sportler des Jahres von Rheinland-Pfalz wurde. Hollmann nannte auch Kazmireks Erfolge, die nur durch harte Arbeit, intensives Training, Konzentration und Ausdauer möglich seien. „Ihre Leistungen werden auch in der Verbandsgemeinde wahrgenommen, bewundert und man darf mit Ihnen ein bisschen Stolz sein auf das, was Sie erreicht haben“, sagte Hollmann zu dem Spitzensportler, der als Werbeträger für junge Leute viel Positives ausstrahle und weiter: „Kai Kazmirek ist für viele Jugendliche ein Vorbild mit seiner Bescheidenheit im Umgang und Fairness im Wettkampf, die immer wieder zu Tragen kommt. Sport verbindet und trägt zur Integration bei.“ Obwohl Kai Kazmirek viele Trikots hat, überreichte der VG-Bürgermeister ihm ein besonderes, auf dem das Wappen der VG Weißenthurm und der Namen des Sportlers abgebildet sind. Ferner übergab Hollman einen Restaurantgutschein.
„Danke, dass Sie so viel Freude und Spannung geschenkt haben“, sagte Landrat Dr. Alexander Saftig und fügte hinzu: „Bei der Olympiade hat die ganze Welt versucht etwas zu erreichen. Hier hat Kai Kazmirek es geschafft, oben zu sein. Als Landrat ist man stolz, solche Menschen im Landkreis zu haben.“ Dr. Saftig dankte dem Spitzensportler auch für dessen Bodenständigkeit und Heimatgefühl und dass er in dieser Region zu Hause sein will. Und den Wein von dort dürfe auch ein Sportler trinken, meinte der Landrat und überreichte ein paar Flaschen.
Auf einem Großbildschirm wurde dann das Video vom 1500-Meter-Lauf bei der Olympiade in Rio gezeigt, wo Kazmirek nur knapp die Medaille verpasste.
„Man kommt ins Staunen und Schwärmen, wenn man seine sportliche Vita betrachtet“, meinte Ortsbürgermeister Marco Seidel Ortsbürgermeister und fügte hinzu: „Bei der Olympiade hat St. Sebastian mit ihm gefiebert, der 4. Platz war sein verdienter Lohn.“ Seidel ist überzeugt, dass Kai Kazmirek wohl auch in Zukunft in St. Sebastian bleibt und versprach, die Gemeinde werde ihn unterstützen.
Monika Sauer, Präsidentin des Sportbunds Rheinland, betonte, dass der Landkreis bei der Sportförderung gut aufgestellt sei. Beim Sport beginne man als Kind und werde evtl. früh entdeckt. „Wichtig ist die Familie. Kai Kazmirek hat in seinem Vater ein großes Vorbild, mit Jörg Roos den richtigen Trainer, mit der LG Rhein-Wied den richtigen Verein und auch die richtigen Sportanlagen. Ansonsten nutzt das ganze Talent nichts.“
Zum König der Leichtathleten gewählt
Der 4. Platz in Rio sei absolut „krachend“ meinte Monika Sauer, vor allem auch, da Kai Kazmirek dort zum König der Leichtathleten gewählt wurde. Mit Blick auf seine Berufsausbildung führte die Präsidentin aus: „Wir sind Polizei und Bundeswehr dankbar, dass sie Sportler unterstützen und freistellen. Im Land könnte Spitzensportförderung besser ausgestattet sein, denn es gibt nur noch zwei Bundesstützpunkte, das kleine Saarland hat vier“, kritisierte Monika Sauer. Hallentraining sei im Winter schwierig, Kai Kazmirek trainiert in Leverkusen.
Der Spitzensportler dankte allen Gratulanten und Rednern sowie seiner Familie und seinem Trainer Jörg Roos: „Ich habe mit der Verbandsgemeinde Weißenthurm und dem Ort St. Sebastian hier ein gutes Umfeld“, unterstrich Kai Kazmirek abschließend.
HEP
