Tatiane Kühnapfel tritt aus der Linken Neuwied aus
„Mitglieder werden systematisch vergrault“
Neuwied. In einem Statement erklärt Tatiane Kühnapfel die Gründe für ihren Austritt aus der Linken Neuwied:
„Ich gebe heute offiziell meinen Austritt aus der Partei Die Linke Neuwied bekannt. Dieser Schritt ist mir nicht leichtgefallen, da ich nach wie vor die Grundsätze und die politischen Ziele der Partei Die Linke unterstütze. Doch die Vorgänge innerhalb des Orts- und Kreisverbands Neuwied machen es mir unmöglich, weiterhin Mitglied zu bleiben.
Mein Problem liegt nicht bei der Partei Die Linke an sich, sondern bei den Strukturen und dem Umgang innerhalb des Orts- und Kreisverbands Neuwied. Es herrscht ein Klima, in dem Mitglieder systematisch vergrault und ausgeschlossen werden. Ein erschütterndes Beispiel hierfür ist Gustav Gehrmann, der 2015 trotz seiner Verdienste um die Partei ausgeschlossen wurde. Obwohl er inzwischen wieder Mitglied ist, wird weiterhin versucht, ihn loszuwerden. Über ihn werden manipulative Geschichten verbreitet, um seinen Ruf zu schädigen und bewusst Mitglieder gegen ihn zu hetzen.
Auch ich wurde in meinen Bemühungen ständig angegangen, zuletzt sogar vom Kreisvorstand. Kein Beitrag wurde gewürdigt, keine Anstrengung anerkannt. Stattdessen wurde der gesamte Ortsverbandsvorstand, der demokratisch gewählt wurde, um die Partei zu repräsentieren, permanent kritisiert und untergraben.
Besonders enttäuschend ist das Verhalten von Tsiko Amesse, der seit Beginn des Wahlkampfes seinen Alleingang verfolgt und sich von der Partei abgekapselt hat. Trotz seiner ständigen Drohungen und Einschüchterungsversuche sind keine Konsequenzen erfolgt. Dabei distanzierten wir uns lediglich von einer Zusammenarbeit mit der CDU (mittlerweile sogar noch BSW) – ein Schritt, der in meinen Augen dem Standard einer linken Partei entsprechen sollte.
Zusammengefasst kann ich sagen, dass Die Linke Neuwied für mich weder die Ideale einer linken noch einer sozialen Partei vertritt. Deshalb sah ich keine andere Möglichkeit, als die Konsequenzen zu ziehen und aus der Partei auszutreten.
Momentan besteht auch kein Interesse mehr an Parteiarbeit meinerseits. Ich werde mich aber weiterhin sozial engagieren und wichtige politische Arbeit leisten, nur dass ich nicht mehr bei jedem Schritt Kritik abbekomme.“

Teile der Linken träumen von einer Brandmauer gegen die CDU und den BSW, und die AfD steht hinten in der Ecke und lacht sich kaputt.