Politik | 19.11.2020, 15:35 Uhr

FDP im Kreis Neuwied

Nachhaltige Konzepte statt pauschaler Verbote

Der FDP-Kreisverband Neuwied setzt in Zeiten der Pandemie zunehmend auf Online Dialog-Formate.
37

Die Freien Demokraten im Kreis Neuwied setzen im Zuge der Pandemie auf nachhaltige Konzepte statt pauschalen Verboten insbesondere für die Gastronomie, Hotellerie & Fitnessbranche. Den Bürgerinnen und Bürgern muss mehr Eigenverantwortlichkeit in den Lebensbereichen anvertraut werden, die mit entsprechenden Konzepten ein Infektionsrisiko auf ein Minimum reduzieren. Nachhaltige Strategien, Beschlüsse sowie Vertrauen müssen die Zukunft der Branchen sichern. Dafür baut der Kreisverband Brücken in die Landes- und Bundespolitik.

Neuwied. Der FDP-Kreisverband Neuwied setzt in Zeiten der Pandemie zunehmend auf Online Dialog-Formate. „Der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Vertretern der Branchen darf nicht durch Corona ausgebremst werden. Wir brauchen den Dialog, um die individuelle Situation besser zu verstehen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen können wir lebensnahe Leitplanken für die Gegenwart und Zukunft setzen“, stellt Alexander Buda in seiner Funktion als Kreisvorsitzender fest.

„In allen Gesprächen wird eins klar: Wir brauchen mehr eigenverantwortliches Handeln statt starrer Verbote. Wo möglich und durch Hygiene- sowie Sicherheitskonzepte darstellbar, muss es der Wirtschaft gestattet werden, Betriebe zu öffnen“ führt Dennis Mohr, Mitglied des Stadtrats Neuwied, aus. In Betrieben, die mit durchdachten und ganzheitlichen Hygiene- und Sicherheitskonzepten punkten, muss der Betrieb schnellstmöglich wieder ermöglicht werden. Dabei ist es in den Augen der Freien Demokraten möglich, detaillierte Auflagen an diese Konzepte zu definieren. Mit entsprechenden, klaren Vorgaben der Behörden liegt die Entscheidung, ob Betriebe öffnen, in der Verantwortung der Betreiber statt der Politik. „Die Nachrichten über potenzielle Impfstoffe und deren Erfolgsquote sind fantastisch. Sie trügen aber darüber hinweg, dass die Pandemie keinesfalls von heute auf morgen verschwindet. Der Kampf gegen die Pandemie bleibt ein Marathon, und wir brauchen kluge Konzepte, die ein Leben mit dem Virus ermöglichen. Dafür setzen wir auf konstruktive Debatten und Ideen“, ergänzt Buda.

Für die Fitnessbranche ist die Situation für den Linzer Stadtrat Philipp Amberg klar: „Aktive Menschen entlasten durch präventive Arbeit langfristig das Gesundheitssystem und damit die staatlichen Kassen. Die Landes- sowie Bundespolitik muss den Schritt wagen und dafür werben, dass Fitnessclubs nicht als Freizeiteinrichtung gesehen werden, sondern als Gesundheitsdienstleister. Aktive Menschen weisen statistisch weniger schwere Krankheitsverläufe auf. Die Branche dichtzumachen, ist langfristig kontraproduktiv“. Der Kontakt zu den zuständigen Sprechern für Gesundheit der Bundes- sowie Landtagsfraktion ist bereits aufgebaut. Damit soll die Brücke aus der Region in die Parlamente geschlagen werden.

Statt Nothilfe-Programme auf Pump an die betroffenen Betriebe auszuzahlen, muss die Bundespolitik dringend nachhaltige Strategien entwickeln und fördern. Für die Fitnessbranche unterstützen die Freien Demokraten die Forderung nach einer befristeten Anwendung des vergünstigten Mehrwertsteuersatz für das Jahr 2021. Zudem sollen Beiträge für den Gesundheitssport steuerlich geltend gemacht werden können. Mit diesen Maßnahmen soll den Betrieben mehr Liquidität und damit Raum für Investitionen gegeben werden.

Maßnahmen für die Gastronomie enthalten als Beispiel die dauerhafte Mehrwertsteuersenkung auf Speisen. Zudem ist es erstrebenswert, dass differenzierter beim Thema Zwangsschließungen vorgegangen wird. Speiserestaurants stellen auf Grund der problemlos darstellbaren Abstandskontrolle nur ein geringes Infektionsrisiko da und sollten unter entsprechenden Auflagen wieder geöffnet werden.

Pressemitteilung

FDP Kreisverband Neuwied/PA

Der FDP-Kreisverband Neuwied setzt in Zeiten der Pandemie zunehmend auf Online Dialog-Formate.

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
60

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
81

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Dauerauftrag 2026
Innovatives aus Andernach
13. Koblenzer Patiententag 2026
Rednerböötche
Innovatives aus Andernach
Haus- und Gartenparadies
Weitere Artikel
Symbolbild
6147

A61 ab November mit Einschränkungen

Ab dem 09.11.: Einspurige A61 - Fahrzeit einplanen

Sinzig. Die Niederlassung West der Autobahn GmbH des Bundes plant umfangreiche Gehölzpflegearbeiten auf der A61 zwischen dem Autobahndreieck Sinzig und der Anschlussstelle Niederzissen in Richtung Koblenz/Ludwigshafen.

Weiterlesen