Politik | 01.10.2018

Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ e. V. Koblenz/Rhein

Nachtökonomie in Koblenz

Überraschend niedriger Altersdurchschnitt der Altstadtbewohner

Koblenz. Die IHK hatte eingeladen zur Vorstellung der Fortsetzungsstudie über die Altstadt unter dem Titel: „Wirtschafts- und Standortfaktor Abend- und Nachtökonomie –Altstadt Koblenz“ Normal sollte man denken: Vertraue keiner Studie, die du nicht selbst beauftragt hast. Den Zahlen der IHK-Studie kann aber vertraut werden, im Gegenteil es wurde erstmals eine Vertrauenswürdige, mit sorgfältig ermittelten Daten unterlegte Diskussionsgrundlage vorgelegt; auf tiefere Ursachen und korrespondierende Zusammenhänge wird allerdings nicht weiter eingegangen, was wohl auch nicht Auftrag war. Betrachtet man die Zahlen mit Rückgang der Normalgaststätten um 14 Prozent, Anstieg der getränkegeprägten Gastronomie um 29 Prozent und deren Umsatzsteigerung um 99 Prozent , dann ist dies unter ökonomischem Blick für Stadt und Inhaber sehr positiv. Wir aber fragen: Was steckt dahinter? Beispiel: Die gutbürgerliche Gaststätte „St. Florin“ ist einer Shisha- Bar gewichen; in dem südafrikanischen Spezialitäten- Restaurant von „Bryan und Elsa“ ist jetzt eine Loftwohnung. Ladenlokale sind nicht vermehrbar, sie wurden umgenutzt zum Zweck höherer Mieteinnahmen! Ist das positiv? Wo bleibt der Qualitätsgedanke? Die Getränke-Umsatzsteigerung erklärt sich schnell, geht man mit offenen Augen durch die Altstadt: einen Latte oder Eimer Bier, Happy Hour, Cocktails to go und weiteres steigern Umsatz und Gewinn mit den unschönen Folgen danach. Betrunkene Gruppen, Lärm, Müll, Zerstörungen, Schlägereien sind leider die andere Seite der Medaille.

Auch der überraschend niedrige Altersdurchschnitt der Altstadtbewohner kann die Erklärung darin haben, dass ältere, sich nicht mehr sicher fühlende Bürger und normal arbeitende, auf Schlaf angewiesene Bewohner wegziehen und Studenten- WGs nachrücken; für den Vermieter einträglicher. Aber positiv für die Altstadt? Zu bezweifeln ist auch, dass mehr als ein geringer Prozentsatz der jetzigen Studenten später in Koblenz bleiben und arbeiten wird, trotz guter Start-up und IT-Arbeitsplatzvoraussetzungen, zum Beispiel über ISOS. Jedenfalls viel Zünd- und Diskussionsstoff. Die Grundlagen sind geschaffen. Ein runder Tisch, ein Gremium, als zentraler Ansprechpartner mit Repräsentanten aller Akteure wird in der Studie angeraten. Das aber fordert die Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Lebens- und Wohnqualität in der Alt- und Innenstadt seit ihrer Gründung immer wieder und wir bieten unsere Mitarbeit an. Pressemitteilung

der BIKO

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Kommentare
01.10.201821:06 Uhr
Juergen mueller

Alle vorgetragenen Argumente treffen zu. Wer das nicht glaubt, soll einmal 4 Wochen in die Altstadt ziehen - wenn er am nächsten Tag arbeiten muss. Das richte ich vor allem an die Adresse der SPD-Altstadt und zwar an diejenigen, die NICHT in der Altstadt selbst wohnen, sondern in ihrem ruhigen Zuhause einem guten und ungestörten Schlaf nachgehen (können). Grösse Reden schwingen ist einfach, wenn man von gewissen Beeinträchtigungen NICHT betroffen ist. Ja, das hat tatsächlich etwas mit BÜRGERNÄHE zu tun, genauso, wie einmal einen Monat von Harz IV zu leben.

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