Politik | 15.11.2019

CDU Kaltenengers stellt Antrag zum Rheinvorlandgelände

Naturschutz oder Verwilderung?

Inzwischen bietet sich ein Bild, dass sowohl von den Anwohnern als auch von der Gemeindeverwaltung immer wieder bemängelt wird.Foto: privat

Kaltenengers. Das Kaltenengerser Rheinvorlandgelände vom „Kahle Loch“ bis zum Ortsausgang in Richtung Urmitz ist inzwischen in einem sehr ungepflegten Zustand. Bis Ende 2018 hat die Ortsgemeinde das Gelände regelmäßig gemulcht und die Weiden unter Berücksichtigung des Brut- und Nistschutzes gekürzt. Bei den Gesprächen mit den Naturschutzverbänden zur Renaturierung des „Kahle Loch“ wurden diese Maßnahmen auch ausdrücklich unterstützt, da dadurch den Zugvögeln Lande- und Ruhemöglichkeiten in Wassernähe geboten wurden.

Der Eigentümer des Geländes, das Wasser- und Schifffahrtsamt Bingen (WSA), hat Anfang 2019 der Gemeinde jegliche Pflegemaßnahmen aus Gründen des Naturschutzes untersagt. Die Zufahrt des Geländes wurde durch Schranken abgeriegelt. Im Frühjahr wurden wahllos neue Pappeln gepflanzt, die später jeglichen Blick auf den Rhein verhindern würden. Mangels Pflege sind die Bäume während des heißen Sommers fast vollständig vertrocknet und abgestorben. Auf der Freifläche wurden 50 cm tiefe Löcher gegraben, die sich zu Biotopen entwickeln sollten. Die Löscher sind inzwischen komplett zugewachsen und nicht mehr zu erkennen. Ohnehin wären diese beim nächsten kleineren Hochwasser durch Schlamm und Dreck wieder verlandet. Wer im Herbst am Kaltenengerser Rheinufer vorbei spaziert ist, dem ist auch sicherlich aufgefallen, dass so gut wie keine Zugvögel mehr am Rheinufer zu sehen waren. Wenn überhaupt lassen sich die Tiere nun in den umliegenden bewirtschafteten Feldern nieder. Mehrmalige Aufforderung der Gemeindeverwaltung zur Pflege des Geländes durch das WSA wurden ignoriert. Auch Vorschläge für Gesprächstermine wurden durch das WSA abgelehnt. Inzwischen bietet sich ein Bild, dass sowohl von den Anwohnern als auch von der Gemeindeverwaltung immer wieder bemängelt wird.

Doch nicht nur das: Selbst alte Traditionen wie das Abbrennen des Martinsfeuers, auf das sich viele Familien und Kinder mit Fackeln basteln Wochen vorher vorbereiten, standen kurz vor dem Aus. Obwohl bereits im Sommer das WSA durch die Gemeindeverwaltung angefragt wurde, erhielt man die Zusage zum Abbrennen des Feuers nach mehrmaliger Erinnerung erst vier Tage vor dem geplanten Termin. Aus Sicht der CDU ist der Zustand des Geländes sowie die Untätigkeit des Eigentümers nicht mehr länger zu dulden. Wie bereits im Wahlprogramm ausführlich geschildert, möchten sie das Gelände unter Beachtung des Naturschutzes im Sinne und Zusammen mit den Bürgern weiterentwickeln. Dies ist nur möglich, wenn wieder das Heft des Handelns in die eigenen Hände gelegt werden.

Die CDU-Fraktion hat nun bei der Gemeindeverwaltung beantragt, das Kaltenengerser Rheinvorlandgelände zu erwerben. Die Bemühungen der Gemeindeverwaltung werden damit ausdrücklich unterstützt, das WSA zu weiteren Gesprächen zu bewegen und nichts unversucht zu lassen, die weitere Verwilderung zu verhindern. Die CDU hofft dabei auch auf die Unterstützung der Verbandsgemeinde und der zuständigen Naturschutzbehörden. Pressemitteilung

CDU Kaltenengers

Inzwischen bietet sich ein Bild, dass sowohl von den Anwohnern als auch von der Gemeindeverwaltung immer wieder bemängelt wird.Foto: privat

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