Politik | 06.12.2023

Oberbürgermeister Jan Einig skizziert Strategie der Stadt bei Gewerbeansiedlungen

Neuwied verfolgt aktive Gewerbeansiedlungspolitik

Jan Einig skizzierte im Gespräch mit Skylotec-Chef Kai Rinklake und der städtischen Wirtschaftsfördererin Alexandra Rünz seine Strategien für eine aktive und zielgerichtete Gewerbeansiedlungspolitik.  Foto: Stadt Neuwied/Ulf Steffenfauseweh

Neuwied. Zurücklehnen und darauf vertrauen, dass eine passende Fläche gerade frei ist, wenn ein Unternehmen sie braucht? Das reicht nicht – findet Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig. „Wir brauchen eine aktive Gewerbeansiedlungspolitik“, betonte er deshalb noch einmal bei seinem Besuch bei „Skylotec“ in Oberbieber. „Wir müssen Flächen in städtischer Hand haben, um eine Strategie bei der Auswahl der anzusiedelnden Unternehmen durchsetzen zu können“, machte er im Gespräch mit Firmenchef Kai Rinklake und der städtischen Wirtschaftsfördererin Alexandra Rünz deutlich.

Die Entwicklung und Ausweisung von Gewerbeflächen sei in Neuwied in den vergangenen Jahrzehnten nur privaten Investoren überlassen und damit nicht zielgerichtet und entschieden genug vorangetrieben worden, so der OB, der dieses Thema mittlerweile zur Chefsache gemacht hat. „Gewerbeansiedlungen sind maßgeblich für unsere Stadt. Schon vorhandene Unternehmen müssen Erweiterungsmöglichkeiten haben, aber wir brauchen auch Flächen für neue Betriebe. Wir brauchen ein ausgewogeneres Verhältnis bei den Branchen und wir brauchen insgesamt höhere Gewerbesteuereinnahmen“, unterstrich er mit Verweis auf umliegende Städte und Gemeinden, die im Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl deutlich besser aufgestellt sind. „Das sind lange Prozesse, aber wir haben uns auf den Weg gemacht und arbeiten daran. In den kommenden fünf Jahren können wir erste Flächen zur Verfügung stellen. Weitere Entwicklungen sollen dann folgen“, hielt der OB fest.

Voraussetzung dafür: eine Einigung mit der Aufsicht des Landes (ADD) bezüglich der Finanzierung. „Wir müssen die Potenziale unserer Stadt besser ausschöpfen. Deshalb stehen wir schon länger in Gesprächen mit der ADD und sehen durchaus positive Signale“, sagte er. Dazu passt, dass bei früheren Etatverhandlungen der Stadt mit dem Land zwei Ausnahmen vom Neuverschuldungsverbot definiert worden sind: für den Ausbau der Kindertagesstätten und für die Ausweisung von Gewerbeflächen.

Mit der Gewerbeentwicklung müsse die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum Hand in Hand gehen, nicht zuletzt um dem auch von Kai Rinklake angesprochenen und bereits bestehenden (Fach-)Kräftemangel entgegenzuwirken. „In so dicht besiedelten Gebieten wie unseren geht das kaum noch über Einfamilienhäuser. Aber es gibt andere hochklassige Wohngebäude und bessere Mehrfamilienhäuser“, machte der Oberbürgermeister deutlich und betonte, dass eine sukzessive Entwicklung in den kommenden zehn bis zwölf Jahren vorgesehen ist. „Das Ziel, auf 70.000 Einwohner zu wachsen, behalten wir bei. Und Neuwied wächst ja bereits“, machte er deutlich. So sei die Einwohnerzahl in den vergangenen Jahren von 65.000 auf 67.000 gestiegen. „Und das waren nicht nur Flüchtlinge“, stellte Einig fest.

Angesichts des skizzierten Plans sprach Skylotec-Chef Kai Rinklake davon, „dass das auf jeden Fall besser klingt, als das, was man in den letzten 30 Jahren gehört hat“. Unabhängig davon könne man einen Status quo ohnehin nie halten, sondern müsse sich immer weiterentwickeln. Zwar hege sein Unternehmen derzeit keine konkreten Erweiterungsabsichten in Neuwied, trotzdem sei es „gut zu wissen für den Hinterkopf“, dass die Stadt entsprechenden Plänen nachgeht. „Das ist eine gute Strategie für die Entwicklung der Stadt. Man muss langfristig denken und vorbereitet sein. Ich kann das nur voll unterstützen“, machte er deutlich.Pressemitteilung

der Stadt Neuwied

Jan Einig skizzierte im Gespräch mit Skylotec-Chef Kai Rinklake und der städtischen Wirtschaftsfördererin Alexandra Rünz seine Strategien für eine aktive und zielgerichtete Gewerbeansiedlungspolitik. Foto: Stadt Neuwied/Ulf Steffenfauseweh

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Dauerauftrag
Ralf Schweiss
Essen auf Rädern
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Anzeige Sonderpreis wie vereinbart
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Azubispots Bad Neuenahr 2026
10 Jahre NoWi Bau
Empfohlene Artikel
Die Atemschutzwerkstatt der Feuerwehr Ahrweiler ist seit der Flut in Containern am Bad Neuenahrer Feuerwehrhaus untergebracht.  Fotos: GS
195

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Kreisstadt investiert in ihre Feuerwehr. Während an der Ramersbacher Straße in Ahrweiler die Arbeiten für das neue Feuerwehrhaus begonnen haben, standen zwei weitere Maßnahmen auf der Tagesordnung der letzten Stadtratssitzung unter Leitung von Bürgermeister Guido Orthen. Orthen wurde am 22. März als Direktkandidat der CDU in den neuen Landtag von Rheinland-Pfalz gewählt, der sich am 18. Mai konstituiert.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
46

Puderbach. Am 23.04.26 gegen 16:25 Uhr wurde der Polizei Straßenhaus ein rotfarbener Kleinwagen mit erheblichen Beschädigungen und einer unsicheren Fahrweise in der Ortslage Puderbach gemeldet. Durch die Fahrweise wurden mehrere Verkehrsteilnehmer gefährdet. Unter anderem habe eine Familie mit Kinderwagen, welche die Straße „Ackerweg“ auf Höhe der Kirche überquerte, auf den Bürgersteig springen müssen, um nicht von dem rotfarbenen Kleinwagen erfasst zu werden.

Weiterlesen

Meckenheim geht beim Fußverkehrs-Check mit, von links: Christoph Overs, Leiter der Geschäftsstelle und der Koordinierungsstelle Zukunftsnetz Mobilität NRW Rheinland, die städtische Mobilitätsmanagerin Liena Humke, Umweltplanerin und Mobilitätsmanagerin Nele Allerchen, Bürgermeister Sven Schnieber und der Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes NRW Oliver Krischer. Foto: go.Rheinland GmbH / Smilla Dankert
40

Fußverkehrs-Check NRW 2026: Meckenheim ist dabei

Die Apfelstadt wurde vom Ministerium als Teilnehmerin ausgewählt

Meckenheim. Es ist die umweltfreundlichste Fortbewegungsart der Welt. Deshalb soll das Gehen in Meckenheim nun mehr Aufmerksamkeit bekommen: Beim landesweiten Wettbewerb um einen professionellen „Fußverkehrs-Check“ wurde Meckenheim vom Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Zukunftsnetz Mobilität NRW als teilnehmende Stadt ausgewählt.

Weiterlesen

Symbolbild.
23

Odendorf. In Odendorf wurde eine Absackung der Fahrbahn und Bürgersteige im Bereich der Hausnummern 14 bis 21 in der Odinstraße festgestellt. Um die Ursache dieser Absackung zu ermitteln und entsprechende Reparaturen durchzuführen, ist eine Vollsperrung der Odinstraße in diesem Abschnitt vom 04. bis 08. Mai erforderlich.

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Dauerauftrag
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Imageanzeige
Dauerauftrag Imageanzeige
Rund ums Haus
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Stellenanzeige Kaufmännische/r Angestellte/r
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Erzieher
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606  // AZ Commodity Rheinschiene KW 17
100 Jahre Eifelverein Dernau
Innovatives rund um Andernach
Tag der offenen Tür FFW Königsfeld
10 Jahre NoWi