Politik | 09.12.2022

Schritt für Schritt wird Neuwieds City neu gestaltet

Papaya-Koalition: „Viel Grün, breiter Radweg, durchgängige Einbahnregelung und Tempo 30 in der neuen Schloßstraße

Die Fraktionen von CDU, Bündnis90/Die Grünen und FWG vor Ort. Foto: privat

Neuwied. Die Innenstädte haben zu kämpfen. Das Internet nimmt ihnen seit Jahren Käufer weg, in Neuwied kommt die Konkurrenz durch Mülheim-Kärlich und das FOC in Montabaur erschwerend hinzu. Politik und Verwaltung haben sich auf den Weg gemacht „die City nachhaltig zu stärken und mit Leben zu erfüllen, indem wir möglichst gute Rahmenbedingungen schaffen, die Aufenthaltsqualität für die Besucher erhöhen und City-Management- und Marketing ausbauen“, definieren Martin Hahn (CDU), Regine Wilke (Grüne) und Karl-Josef Heinrichs (FWG) die Zielsetzung der Entwicklung der Innenstadt in den nächsten Jahren.

Die Papaya-Koalition verfolgt dieses Ziel beharrlich. Nachdem die Neugestaltung der Marktstraße kürzlich erfolgreich abgeschlossen werden konnte, die Umgestaltung des Marktlatzes im kommenden Jahr ansteht, schiebt sie jetzt die Erneuerung der Schlossstraße an. Ein Entwurfsplan liegt mittlerweile vor. Sobald der Förderbescheid des Landes eintrifft, kann ausgeschrieben werden. „Schritt für Schritt gestalten wir unsere City neu“, betonen die Hahn, Wilke und Heinrichs. Im Zentrum der Planung steht nicht nur die Erneuerung der maroden Fahrbahndecke und gleichzeitig der alten Versorgungsleitungen durch Stadtwerke und Servicebetriebe. Vielmehr soll der Verkehr beruhigt und für Radfahrer wie Fußgänger angenehmer werden. „Tempo 30 ist als Höchstgeschwindigkeit vorgesehen“, berichtet Regine Wilke. Das Teilstück vor dem Schloss wird dabei künftig ebenfalls eine Einbahnstraße, der dortige Platz als städtische Fläche neu gestaltet. Das gibt Raum für viel Grün durch intensive Baumbepflanzung und für einen ausreichend breiten Fußgängerstreifen. „Besonders wichtig: Die Radfahrer bekommen einen eigenen Weg“, unterstreicht Martin Hahn. Dem Bau eines zweiten Mini-Busbahnhofs hat die Papaya bereits vor einiger Zeit eine klare Absage erteilt. Aber die Straße muss weiterhin als eine der Hauptachsen für den Busverkehr genutzt werden. Deshalb weist sie in Fahrtrichtung rechts entsprechend viele Haltstellen auf. Folglich wird der Radweg auf der anderen Seite gebaut. Er soll drei Meter breit und in beide Richtungen befahrbar sein. Ein acht Zentimeter hoher Bordstein grenzt ihn nach einem 50 Zentimeter breiten Sicherheitsstreifen vom Autoverkehr ab. „Unser Ziel ist es, den Parksuchverkehr zu reduzieren und den Individualverkehr möglichst über die Luisenstr. zu führen um Fußgängern und Radfahrern mehr Sicherheit und der Außengastronomie durch viel Grün, breite Gehwege und Aufenthaltsflächen mehr Qualität und Flair zu verschaffen,“ skizziert Hahn die Zielsetzung der Umgestaltung.

Wie Karl-Josef Heinrichs erklärt, wird die Ampelanlage an der Kreuzung zu Kirchstraße und Elfriede-Seppi-Straße abgebaut. Der Bereich wird als sogenannter „Shared Space“ („gemeinsamer Raum“) mit umfangreicher und stark begrünter Verkehrsinsel, aber ohne Fahrbahnmarkierungen gestaltet. Die Dominanz des Autoverkehrs wird auch durch die Fortführung der Einbahnregelung reduziert. Fußgänger und Radfahrer müssen damit nur eine Fahrspur queren. Für sie wird es eine Anforderungsampel geben. Die Zahl der Parkplätze an der Straße wird zudem im Bereich der Parkhäuser reduziert. Auf Teilstücken kann damit entlang der Geschäfte ein Multifunktionsstreifen entstehen, der beispielsweise Außengastronomie ermöglicht.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jan Einig, Bürgermeister Peter Jung und dem Beigeordneten Ralf Seemann machten sich die Mitglieder der drei Papaya-Fraktionen vor Ort ein Bild von den Planungen. „Wir sind überzeugt, dass mit der Umsetzung dieses Plans die Schlossstraße und damit ein weiterer Bereich der Innenstadt deutlich aufgewertet wird“, betonen die drei Papaya-Fraktionssprecher. Selbstverständlich werde vor der Umsetzung noch eine Anliegerversammlung stattfinden.

Pressemitteilung der

Fraktionen von

CDU, Bündnis90/Die Grünen

und FWG

Die Fraktionen von CDU, Bündnis90/Die Grünen und FWG vor Ort. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Franz Stengel: Mich wundert das es in unserer Langendorfer Straße in Neuwied nicht zu mehr Gefahren kommt denn die meisten Autofahrer denken anscheinend es wäre eine Auffahrt zum Nürburgring so wird hier gerast, aber...
  • Boomerang : Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist eigentlich ein gutes Ziel. "Feministischer Kampftag" dagegen mutet an wie eine Kriegserklärung. Der moderne Feminismus ist pervertiert zu einem Anspruch die...
  • Günther: Es stellt sich nicht unbedingt die Frage der Beteiligung, sondern auch die Höhe der festgelegten Beteiligung. Soweit ich onformiert liegt der Anteil der Stadt bei 25% und die der Bürger bei 75%. Mindestens...
Dauerauftrag 2026
Heizölanzeige
Titelanzeige
Hauswirtschafterin
Mitarbeiter/in Stadtreinigung (m/w/d), Gärtner/in (m/w/d)
Anzeige Baugebiet „Im Zeiberberg“
Anzeige Jubiläum
Empfohlene Artikel

Neuwied. Lana Horstmann und Susanne Müller besuchten das HTZ Neuwied, um sich über die Arbeit des HTZs, aber auch der, der Kita Unkel zu informieren, die mit dem renommierten Deutschen Kita-Preis ausgezeichnet wurde. Im Mittelpunkt des Treffens stand der fachliche Austausch mit Herrn Thomas Voß und Frau Claudia Gries, bei den erfolgreiche pädagogische Konzepte, Qualitätsentwicklung und die Bedeutung von guter frühkindlicher Bildung thematisiert wurden.

Weiterlesen

Neuwied. Angesichts des aktuellen Brandbriefs einer Förderschule aus Bad Kreuznach mahnt CDU-Landtagskandidat Jan Petry rasches Handeln an. „Die Situation an vielen Förderschulen in Rheinland-Pfalz ist alarmierend. Es fehlt an Personal, die Gebäude sind oft viel zu klein und die Bürokratie belastet den Schulalltag“, so Petry nach Gesprächen mit Lehrerinnen, Lehrern und Eltern.

Weiterlesen

Neuwied. Neuwied treibt die Digitalisierung seiner Schulen weiter voran. Mit dem Medienentwicklungsplan für die Jahre 2026 bis 2030 stellt die Stadt in den kommenden fünf Jahren rund 2,4 Millionen Euro für die digitale Ausstattung und Betreuung aller 14 städtischen Grundschulen bereit.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Traditionsgarde Rot-Weiß Lahnstein e.V.

Rückblick auf eine wundervolle Kampagne

Lahnstein. Die Karnevalssession mag offiziell beendet sein, doch bei der Traditionsgarde Rot-Weiß Lahnstein hallt der Applaus noch lange nach. Die Mitglieder blicken auf eine glanzvolle Kampagne zurück, in der die tänzerischen Abteilungen des Vereins die närrischen Herzen in und weit um Lahnstein im Sturm eroberten.

Weiterlesen

Im Einsatz und beim Üben besser ausgestattet

Neue Schutzkleidung für die Feuerwehr dank Spende

Irlich. Der Löschzug Irlich bedankt sich bei den Geschäftsführern Stefanie Buchner und Tim Klapper vom Service- und Schulungscenter für Brandschutz Neuwied für eine großzügige Spende von Schnittschutzhandschuhen, Schnittschutzjacken und Wechsel-Overalls. Damit sind die Feuerwehrangehörigen sowohl im Einsatz als auch in der Übung nun noch besser ausgestattet und können noch sicherer arbeiten.

Weiterlesen

Rund ums Haus
Dauerauftrag
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Daueranzeige 2026
Kurse Feb. + März
Unternehmenskauf
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Februar 2026
Eckfeld-Anzeige
Rund ums Haus
Närrische Preise 2026 - Bestellung Nr.: 0033084107
Image Anzeige
Gesundheit im Blick
Stellenanzeige Berufskraftfahrer u. Kommissionierer
Anzeige KW 8
Selbständig und umsorgt
Printanzeige KW 8
Küchen Image
Veranstaltung "Schwanensee"