Politik | 09.12.2022, 16:27 Uhr

Schritt für Schritt wird Neuwieds City neu gestaltet

Papaya-Koalition: „Viel Grün, breiter Radweg, durchgängige Einbahnregelung und Tempo 30 in der neuen Schloßstraße

Die Fraktionen von CDU, Bündnis90/Die Grünen und FWG vor Ort. Foto: privat
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Neuwied. Die Innenstädte haben zu kämpfen. Das Internet nimmt ihnen seit Jahren Käufer weg, in Neuwied kommt die Konkurrenz durch Mülheim-Kärlich und das FOC in Montabaur erschwerend hinzu. Politik und Verwaltung haben sich auf den Weg gemacht „die City nachhaltig zu stärken und mit Leben zu erfüllen, indem wir möglichst gute Rahmenbedingungen schaffen, die Aufenthaltsqualität für die Besucher erhöhen und City-Management- und Marketing ausbauen“, definieren Martin Hahn (CDU), Regine Wilke (Grüne) und Karl-Josef Heinrichs (FWG) die Zielsetzung der Entwicklung der Innenstadt in den nächsten Jahren.

Die Papaya-Koalition verfolgt dieses Ziel beharrlich. Nachdem die Neugestaltung der Marktstraße kürzlich erfolgreich abgeschlossen werden konnte, die Umgestaltung des Marktlatzes im kommenden Jahr ansteht, schiebt sie jetzt die Erneuerung der Schlossstraße an. Ein Entwurfsplan liegt mittlerweile vor. Sobald der Förderbescheid des Landes eintrifft, kann ausgeschrieben werden. „Schritt für Schritt gestalten wir unsere City neu“, betonen die Hahn, Wilke und Heinrichs. Im Zentrum der Planung steht nicht nur die Erneuerung der maroden Fahrbahndecke und gleichzeitig der alten Versorgungsleitungen durch Stadtwerke und Servicebetriebe. Vielmehr soll der Verkehr beruhigt und für Radfahrer wie Fußgänger angenehmer werden. „Tempo 30 ist als Höchstgeschwindigkeit vorgesehen“, berichtet Regine Wilke. Das Teilstück vor dem Schloss wird dabei künftig ebenfalls eine Einbahnstraße, der dortige Platz als städtische Fläche neu gestaltet. Das gibt Raum für viel Grün durch intensive Baumbepflanzung und für einen ausreichend breiten Fußgängerstreifen. „Besonders wichtig: Die Radfahrer bekommen einen eigenen Weg“, unterstreicht Martin Hahn. Dem Bau eines zweiten Mini-Busbahnhofs hat die Papaya bereits vor einiger Zeit eine klare Absage erteilt. Aber die Straße muss weiterhin als eine der Hauptachsen für den Busverkehr genutzt werden. Deshalb weist sie in Fahrtrichtung rechts entsprechend viele Haltstellen auf. Folglich wird der Radweg auf der anderen Seite gebaut. Er soll drei Meter breit und in beide Richtungen befahrbar sein. Ein acht Zentimeter hoher Bordstein grenzt ihn nach einem 50 Zentimeter breiten Sicherheitsstreifen vom Autoverkehr ab. „Unser Ziel ist es, den Parksuchverkehr zu reduzieren und den Individualverkehr möglichst über die Luisenstr. zu führen um Fußgängern und Radfahrern mehr Sicherheit und der Außengastronomie durch viel Grün, breite Gehwege und Aufenthaltsflächen mehr Qualität und Flair zu verschaffen,“ skizziert Hahn die Zielsetzung der Umgestaltung.

Wie Karl-Josef Heinrichs erklärt, wird die Ampelanlage an der Kreuzung zu Kirchstraße und Elfriede-Seppi-Straße abgebaut. Der Bereich wird als sogenannter „Shared Space“ („gemeinsamer Raum“) mit umfangreicher und stark begrünter Verkehrsinsel, aber ohne Fahrbahnmarkierungen gestaltet. Die Dominanz des Autoverkehrs wird auch durch die Fortführung der Einbahnregelung reduziert. Fußgänger und Radfahrer müssen damit nur eine Fahrspur queren. Für sie wird es eine Anforderungsampel geben. Die Zahl der Parkplätze an der Straße wird zudem im Bereich der Parkhäuser reduziert. Auf Teilstücken kann damit entlang der Geschäfte ein Multifunktionsstreifen entstehen, der beispielsweise Außengastronomie ermöglicht.

Gemeinsam mit Oberbürgermeister Jan Einig, Bürgermeister Peter Jung und dem Beigeordneten Ralf Seemann machten sich die Mitglieder der drei Papaya-Fraktionen vor Ort ein Bild von den Planungen. „Wir sind überzeugt, dass mit der Umsetzung dieses Plans die Schlossstraße und damit ein weiterer Bereich der Innenstadt deutlich aufgewertet wird“, betonen die drei Papaya-Fraktionssprecher. Selbstverständlich werde vor der Umsetzung noch eine Anliegerversammlung stattfinden.

Pressemitteilung der

Fraktionen von

CDU, Bündnis90/Die Grünen

und FWG

Die Fraktionen von CDU, Bündnis90/Die Grünen und FWG vor Ort. Foto: privat

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