Politik | 17.05.2017

Meckenheim schreibt Stadtentwicklung fort

Parkregelung für neues Rathaus verabschiedet

Fehlerhafte Putzstellen am Neuen Rathaus lösten Diskussionen in der Bevölkerung aus.  StF

Meckenheim. Eine recht umfangreiche Tagesordnung hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in der vergangenen Woche zu absolvieren. Pünktlich zwei Tage vor Beginn der großen Feierlichkeiten zur Eröffnung der neuen Hauptstraße ging es darum, nun die verschiedenen Ausbauvarianten für den Bereich der Glockengasse und der Klosterstraße zu verabschieden. Hierzu hatte das Ingenieurbüro Raumplan bereits Entwürfe geliefert, und diese zeichneten sich vor allem dadurch aus, dass sie die gleichen Elemente in der Gestaltung wie die Hauptstraße aufweisen sollten. Gerade in der Glockengasse soll vor allem der Alleencharakter gewahrt werden und im Rahmen der Umbauarbeiten auch die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer und ältere Menschen mit Rollatoren gewährleistet werden. Wie bereits bei der Hauptstraße sollen die Arbeiten auch mit einer Sanierung des Kanalstrangs einhergehen. Diese Sanierungsarbeiten kommen mehr oder weniger kurzfristig auf die Stadt zu, denn der Erft-Verband hat das bestehende Kanalnetz in beiden Straßen mit einer TV-Kamera untersucht, und das Ergebnis ist verheerend.

So kommt man alleine am eigentlichen Kanalnetz auf Hunderte von Einzelschäden, und an den Hausanschlüssen sieht das auch nicht viel besser aus. Die Gründe liegen vor allem in der Zeit, denn Korrosion sowie Wurzeleinwachs sind mit die Hauptursachen, wie Marco Roth vom Erftverband den Politikern erläuterte. Auch wenn die Renovierung erst in wenigen Jahren anstehen würde, so war doch eine Einigkeit darüber zu verspüren, dass es keinen Sinn macht, jetzt die Straße neu zu bauen, um diese dann in zwei Jahren erneut aufzureißen. Bei der Sanierung der Hauptstraße war ja ebenfalls der gesamte Kanal auf einer Länge von mehr als einem Kilometer erneuert worden, und man hat dabei sehr gute Erfahrungen gesammelt.

Kreisel im Unternehmerpark Kottenforst sorgt für Querelen

Ebenfalls erneut musste sich der Ausschuss mit dem Bebauungsplan für den Unternehmerpark Kottenforst befassen, hier zeichnet sich bereits jetzt ein Dissens mit „Straßen NRW“ ab, denn Politik und Verwaltung haben sich für einen Kreisel als Verkehrssystem ausgesprochen und sind sich auch einig darüber, dass dieser kommen werde und müsse.

Einstimmig ging es auch beim Beschluss zu, dem neuen Leitbild für die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler zuzustimmen. Reinhard Diefenbach griff diesen Punkt für die BfM auf und appellierte an die übrigen Parteien, noch einmal die Forderung der BfM nach einer zusätzlichen Busverbindung in das Einkaufszentrum nach Gelsdorf zu überprüfen. Hierzu meldete sich jedoch niemand zu Wort, und die Beschlussvorlage ging einstimmig durch. Am Rande und nach der Sitzung wurde aber klar, dass die BfM mit ihrer Forderung nach wie vor allein auf weiter Flur steht, da man in den übrigen Parteien nicht bereit ist, den Meckenheimer Einzelhandel zu schwächen, zumal man in der Vergangenheit viel Geld investiert habe, um Kaufkraft am Ort zu halten. Anschließend ging es noch um das neue Rathaus. Dieses wird in rund vier Wochen seinen Gesamtbetrieb aufnehmen, und die Frage wird sein, wer wie wo lange sein Auto parken kann. Neben den Besuchern des Rathauses und der Jungholzhalle gibt es in unmittelbarer Nähe weitere städtische Liegenschaften mit Publikumsverkehr vom Mosaik bis hin zum Schwimmbad und zahlreichen Kitas. Der Ausschuss hat daher erst einmal bis zum Jahresende beschlossen, dass für den Parkbereich 1 (Rathaus, Jungholzhalle, Hallenfreizeitbad, Kita Pusteblume, Kita Villa Regenbogen und Mosaik Kulturhaus) eine Parkzeit von drei Stunden gilt im Zeitraum montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr. Diese Regelung soll sicherstellen, dass keine Dauerparker im Bereich der Stellplätze am Rathaus parken und gleichzeitig genügend Zeit für einen Behördengang im Rathaus oder die Benutzung des Hallenbads zur Verfügung steht, was die Eltern der Kindergartenkinder und die Besucher des Mosaik einschließt.

Baumängel am Rathaus belasten Stadtsäckel nicht

Im Informationsteil ging es dann ebenfalls um das neue Rathaus. Aufmerksamen Beobachtern war nicht entgangen, dass die Fassade nicht ordentlich verputzt war und diese Arbeiten erneut angegangen werden mussten. Dies hatte nicht zuletzt in zahlreichen Internetforen heftige Diskussionen ausgelöst und führte zu einer Nachfrage von Barbara Heymann von der SPD. Der technische Beigeordnete Heinz-Peter Witt konnte aber hier Entwarnung geben. Ja, die Arbeiten waren fehlerhaft ausgeführt und mussten teilweise neu gemacht werden. Aber dies habe keinerlei Auswirkungen für die Stadt Meckenheim. Diese hat den Bau noch nicht abgenommen, und so ist dies ein Thema im Innenverhältnis zwischen Bauträger und Subunternehmer. Finanzielle Belastungen ergeben sich somit für die Stadt nicht.

STF

Fehlerhafte Putzstellen am Neuen Rathaus lösten Diskussionen in der Bevölkerung aus. Foto: StF

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