Stadtrat Rheinbach hört auf die Bürger
Platane in der Keramikerstraße darf weiterleben
Einsatz einer überparteilichen Initiative von Wilfried Weingartz (CDU) und Urte Seiffert-Schollmeyer (Grüne) war erfolgreich
Rheinbach. „Der Einsatz hat sich gelohnt“, freute sich Wilfried Weingartz (CDU) bei der jüngsten Sitzung des Rheinbacher Stadtrats über dessen einstimmigen Beschluss, die mächtige Platane in der Keramikerstraße vor dem ehemaligen Majolika-Gelände entgegen der ursprüngliche Planung doch stehen zu lassen. „Ein gutes Beispiel für gelungenes bürgerschaftliches Engagement“, lobte Bürgermeister Stefan Raetz (CDU) die überparteiliche Initiative.
Eigentlich sollte der Baum im Zuge der Neubaumaßnahmen auf dem Majolika-Gelände gefällt werden, weil er einer Zufahrt zum künftigen Wohngebiet weichen sollte. Dagegen hat sich Weingartz zusammen mit Urte Seiffert-Schollmeyer (Grüne) in einer privaten und überparteilichen Initiative „Rettet die Platane“ gestemmt und – mit der Unterstützung von rund 500 Rheinbachern in einer Unterschriftenaktion – um den Erhalt des gesunden, etwa 40 Jahre alten Baumes bemüht. Und das mit Erfolg, denn dank einer Anpassung des Bebauungsplanes darf die Platane stehen bleiben: Indem die geplante Erschließungsstraße nur noch als Einbahnstraße ausgeführt wird, kann sie etwas schmäler ausfallen. Dadurch wird eine größere Baumscheibe möglich und damit mehr Lebensraum für die Platanen geschaffen. Außerdem wird der Randbereich der Keramikerstraße im Bereich des Baumstandortes ein wenig verschwenkt.
Darüber hinaus hatte die Grünen-Fraktion ihrerseits beantragt, die Fällung der Platane auszusetzen, was durch die geänderte Wegeführung ebenfalls erreicht wurde. Diese diene zudem noch der Verkehrsberuhigung in diesem Bereich, wie sich Grünen-Fraktionschef Joachim Schollmeier freute.
JOST
