Demonstrationen des „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ sowie der Gruppe „Mit Herz gegen die Ampel“
Politischer Aschermittwoch der AfD erhielt reichlich Gegenwind
Neuwied. Ordentlich Gegenwind erfuhr der politische Aschermittwoch der AfD. Mit schrillen Pfeifen, „Nazis raus“-, „Haut ab“- und „Schämt euch“-Rufen hießen über zweihundert Demonstranten am Parkplatz und Hintereingang des Bürgerhauses Torney die Land- und Bundestagsabgeordneten der AfD nicht willkommen. Unbekannte hatten in der Nacht zuvor das Bürgerhaus mit Parolen, unter anderem „Nazis keine Räume geben“, beschmiert.
Eigentlich, berichtete Inge Rockenfeller, hätte das „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ lieber am Haupteingang Stellung bezogen. Stattdessen hatte die Stadt Neuwied den Demonstranten nur Platz hinter dem Bürgerhaus gewährt, durch Absperrgitter und verhangenen Bauzäunen hermetisch von den Besuchern der AfD-Veranstaltung abgetrennt. Neben Mitarbeitern des Ordnungsamtes sorgten zahlreiche Polizisten für einen reibungslosen Ablauf aller Veranstaltungen.
Denn neben der Saalveranstaltung und dem Bündnis hatte sich eine dritte Gruppe namens „Mit Herz gegen die Ampel“ angemeldet. Die Landwirte und Handwerker, die zum Teil mit Traktoren gekommen waren, trugen zum Abschluss der AfD-Veranstaltung, im Bürgergespräch, ihre Belange vor und wollten von der AfD wissen, wie sie ihre Ankündigungen im Falle einer Regierungsverantwortung umzusetzen gedenke.
Wie schon bei der Großdemo vor zwei Wochen auf dem Luisenplatz, kamen beim „Bündnis für Demokratie und Toleranz“, dieses Mal vor überwiegend älterem Publikum, mehrere Sprecher zu Wort. Christoph Nitsche, auf Torney groß geworden, echauffierte sich darüber, dass die AfD sich ausgerechnet diesen Stadtteil ausgesucht hatte. Denn wie kein anderer sei Torney, seit der Gründung in den 1930er Jahren, in mehreren Wellen vom Zuzug von Flüchtlingen geprägt. Torney sei damit beispielhaft für eine gelungene Integration. Und überhaupt, gelte Neuwied seit der Stadtgründung mit Religionsfreiheit als tolerant.
Mitorganisator Peter Schwarz brachte die nicht mehr schweigende Mehrheit der Deutschen zur Sprache. Was die NSU-Morde, Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte und der Mord an dem Politiker Walter Lübcke nicht vermochten, habe das Potsdamer Geheimtreffen bewirkt. Das Medienhaus Correctiv hatte enthüllt, dass an der Veranstaltung, bei der über die Massenabschiebung von Migranten diskutiert wurde, auch AfD-Politiker teilnahmen. Die Lüge, warnte Peter Schwarz, sei die DNA der AfD. „Viele von uns stehen auf der Abschussliste dieser Partei“, so der Organisator.
Dass Rassismus kein abstraktes Thema ist und abseits der großen Städte selbst in Neuwied allgegenwärtig ist, unterstrich Dr. Anthea Bethge. „Es macht mich unendlich traurig, dass Kollegen hier Rassismus erleben und einen Plan B zur Auswanderung in der Tasche haben“. Die Geschäftsführerin des internationalen Friedensdienstes Eirene ergänzte, dass selbst in Deutschland geborene Menschen von Rassismus betroffen sind. Unter großen Applaus sprach Dr. Anthea Bethge den Wunsch aus, dass alle Menschen in Deutschland gemeinsam in Freiheit und Würde leben. FF
Deutlich weniger Sympathisanten und Mitglieder stellte die Organisation „Mit Herz gegen die Ampel“ auf die Beine.

Abschließend zu Amir Samed:
Bei der Kenntnisnahme Ihrer Einlassungen kommt bei mir kein 'als unangenehm empfundener Gefühlszustand' auf. Vielmehr wundere ich mich überhaupt nicht über Ihre völlig sachkompetenzfreien Äußerungen. Nochmals: Sie und die Ihren werden damit nicht durchkommen.
Kleine Erläuterung zu K. Schmitt:
Bedeutung von Firlefanz = albernes Gehabe oder unnötige Dinge oder überflüssiges oder wertloses Zeug. In der Einschätzung von K. Schmitt sind also die vielfachen Proteste von tausenden / zehntausenden von Menschen für die Demokratie und gegen den RECHTEN UNGEIST "wertloses Zeug" !
Wir wissen: Das Weltbild von Linken ist auf Lügen gebaut.
Wenn aber jemand, dessen Weltbild und Moral auf Lügen gebaut sind, in der realen Welt klarzukommen versucht, entstehen zwangsläufig kognitive Dissonanzen.
Zu K. Schmitt und Amir Samed:
Jeder demaskiert sich selbst so gut er kann.
Zu K. Schmitt: Eintreten für Demokratie und gegen Faschismus, Nazismus, Rassismus und Chauvinismus nennt K. Schmitt
' Schilderfirlefans '. Diese Einschätzung und Bezeichnung ist unterhalb von 'Bier-Zelt-Niveau'.
Zu Amir Samed: Das von Amir Samed angeführte ' sagt doch nein-Lied ', welches seit Jahrzehnten u.a. von Liedermacher Konstantin Wecker u.a. g e g e n RECHTS gesungen wird, wird von Herrn Samed schamlos zugunsten von RECHTS verwendet. Das ist blanker Hohn! Und das ist der Versuch der Volksverdummung. Herr Samed, Sie kommen damit nicht durch.
Ich kann Bewertungen, wie toll/erfolgreich diese Demonstrationen sind, einfach nicht ernst nehmen, solange man nicht auch deutliche Veränderungen in den Wahlumfragen zu Ungunsten der AfD erkennen kann. Und auch bei den Umfragen, die an diesem Wochenende bzw. in der vergangenen Woche veröffentlicht wurden, ist das leider weiterhin nicht der Fall. Also bringt dieser ganze Schilderfirlefanz nichts. Und wenn dann Gebäude beschmiert werden, ist das nicht nur nutzlos, sondern richtiggehend blöd. Darf sicher der Steuerzahler dann die Reinigung bezahlen.
In einer Demokratie bilden sich politische Anschauungen in der Gesellschaft autonom und von unten nach oben ohne staatliche Anleitung. All denjenigen, die über den verordneten „Antifaschismus“ ins Grübeln kommen, weil sie sich die Fähigkeit zum eigenständigen Wahrnehmen und Denken bewahrt haben, sei die Strophe eines Gedichts des christlichen Autors Lothar Zenetti zitiert: "Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen. Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein. Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben. Wenn alle mittun, steht allein."
Dass der große Protest gegen RECHTS am 03.02.2024 in Neuwied auf dem Luisenplatz keine "Eintagsfliege" war, haben die mehr als 200 Protestierenden gegen den "Politischen Aschermittwoch" der AfD in Torney trotz schlechten Wetters und abendlicher Dunkelheit eindrucksvoll bewiesen. Ausgezeichnet! Weiter so! Danke! Was sich diejenigen Landwirte, die fragend am nachfolgenden Bürgergespräch der AfD teilnahmen, von einer AfD-Politik zugunsten der Landwirtschaft versprachen, ist kaum nachvollziehbar. Entgegen ihren öffentlich vorgetragenen nebulösen, mit den Landwirten "Solidarität" vortäuschenden, Aussagen, ist die AfD eine ausdrücklich neoliberale (=marktextremistischer Kapitalismus) orientierte Partei, welche tatsächliche oder empfundene Nöte der Bauernschaft in der Sache nicht interessieren! Ein Blick in das Parteiprogramm der AfD von 2016 (bis heute unverändert!) hätte Klarheit verschafft. Die AfD will ein völkisches, arisches, "wehrhaftes" Bauerntum. Ein solches ist nicht erstrebenswert!
Der sogenannte Correctiv-Bericht entpuppt sich immer mehr als ein auf Lüge gebautes Kartenhaus und ist mittlerweile der Humus, auf dem die Regierungsabsichten zu mehr Überwachung, mehr Zensur und mehr Einschränkungen zur Meinungsfreiheit fußen. Und wieder marschieren diejenigen mit, die sich allzuleicht, politisch, verführen lassen. Der gute Glaube wird perfide ausgenutzt