Politik | 21.03.2024, 12:52 Uhr

BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus

Ramadan-Beleuchtung: Zeichen des Respekts oder zu viel des Guten?

Erstmals erleuchtet in den Innenstädten von Frankfurt und Köln in diesem Jahr eine spezielle Dekoration anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan – ein Vorbild auch für Städte in unserer Region?  Foto: wajdram/stock.adobe.com
672

Region. Unter der Rubrik „BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus“ betrachten wir regelmäßig das Für und Wider von Themen, die uns alle bewegen. Dieses Mal geht es um öffentliche Beleuchtung zu Ramadan.

Erstmals erleuchtet in den Innenstädten von Frankfurt und Köln in diesem Jahr eine spezielle Dekoration anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan. In den Städten der BLICK aktuell-Region gibt es Derartiges nicht. Sollten diese sich vielleicht ein Beispiel an Frankfurt und Köln nehmen?

Pro: Wichtige Botschaft

Die Beleuchtung zu Ramadan ist ein Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung der kulturellen und religiösen Vielfalt in unserem Land. Sie sendet eine klare Botschaft der Inklusion und des Respekts – in Zeiten rechtsextremistischer, fremdenfeindlicher Umtriebe ein enorm wichtiges Signal an alle muslimischen Mitbürger. Die nun entstandene Aufmerksamkeit zu diesem Thema sollte als Anlass für Nichtmuslime dienen, mehr über den Ramadan und die muslimische Kultur im Allgemeinen zu erfahren, und kann so hoffentlich das Verständnis zwischen den verschiedenen Glaubensgemeinschaften fördern.

Und für die Städte, die sich für eine Ramadan-Beleuchtung entscheiden, gibt es noch einen ganz praktischen Vorteil: Ähnlich wie schmuckvolle Weihnachtsdekoration und -märkte kann die Ramadan-Beleuchtung ein Anziehungspunkt für Touristen und Besucher sein und so wieder mehr Menschen in die Innenstädte locken.

Contra: Weitere Polarisierung

Man kann ja durchaus über eine solche Beleuchtung anlässlich des Ramadans nachdenken, aber dann muss man auch zu anderen religiösen Anlässen wie Chanukka ähnlich verfahren. Statt den interkulturellen Zusammenhalt zu fördern, könnte die Beleuchtung sonst zu einer weiteren Polarisierung innerhalb der Bevölkerung führen, insbesondere wenn sie als Bevorzugung einer bestimmten Minderheit wahrgenommen wird.

Darüber hinaus ist zu hinterfragen, ob in einem säkularisierten Staat öffentliche Finanzmittel in die Hand genommen werden sollten, um ein religiöses Fest zu zelebrieren. Das Geld, das für die Installation und Wartung der Beleuchtung aufgewandt würde, könnte in den heutigen Zeiten sicherlich auch gut in andere städtische Projekte investiert werden.

Euer BLICKwinkel ist gefragt!

Und nun sind unsere BLICK aktuell-Leser gefragt: Wie ist Euer BLICKwinkel auf die Ramadan-Beleuchtung? Trägt diese zur interkulturellen Verständigung bei oder bewirkt sie genau das Gegenteil?

Lasst uns Eure Meinung wissen – auf unseren Social Media-Kanälen, unserem Webportal www.blick-aktuell.de oder mit einem Leserbrief unter Nennung Eures vollen Namens und Wohnorts per E-Mail an blickwinkel@kruppverlag.de. BA

Erstmals erleuchtet in den Innenstädten von Frankfurt und Köln in diesem Jahr eine spezielle Dekoration anlässlich des muslimischen Fastenmonats Ramadan – ein Vorbild auch für Städte in unserer Region? Foto: wajdram/stock.adobe.com Foto: wajdram - stock.adobe.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
134

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
141

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Moonlight Concert 27.11.26
Anzeige Steampunk-Abendmarkt "Zeitreise im Lichterglanz“
Sessionseröffnung der KG Ringener Wendböggele, 14.11.26
Karnevalsauftakt in Mülheim Kärlich
Stellenanzeige staatl. anerkannte Erzieher / päd. Fachkräfte
Titelanzeige
Anzeige Jubiläumsaktionen
Weitere Artikel
In Brogsitters Gasthaus Sanct Peter wurden die besten Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet.
1540

Siegerweine zeigen die außergewöhnliche Klasse an der Ahr

Ahrweine des Jahres 2026 ausgezeichnet

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zum 16. Mal zeichnete der Weinpreis „Ahrwein des Jahres“ die besten Weine des Anbaugebiets Ahr aus. Insgesamt 97 Weine wurden in diesem Jahr in sechs Kategorien bewertet. Die Preisverleihung fand in Brogsitters Gasthaus St. Peter in Walporzheim statt, wo Winzerinnen, Winzer und Weinfachleute zusammenkamen, um die Siegerweine zu würdigen.

Von Barbara Knieps aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen

Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
1174

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
466

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen