Politik | 10.09.2016

Hilfsorganisation WEISSER RING feiert Jubiläum

Seit 40 Jahren eine starke Stimme für Kriminalitätsopfer

Ahrweiler. Der WEISSE RING wird 40 Jahre alt. Die größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität wurde am 24. September 1976 in Mainz von 17 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen – darunter der bekannte Journalist und Moderator von „Aktenzeichen XY…ungelöst“, Eduard Zimmermann. „Damals wie heute stehen wir vom WEISSEN RING dafür, Opfern eine Stimme zu geben“, sagt Hubertus Raubal, Leiter der Außenstelle Ahrweiler.

Häufig leiden Opfer jahrelang - mitunter ihr ganzes Leben - nicht nur körperlich, sondern auch seelisch unter den Folgen einer Straftat. Die rechtliche und soziale Situation von Kriminalitätsopfern zu verbessern, hat sich der WEISSE RING zur Aufgabe gemacht. In 40 Jahren wurde bereits viel erreicht: So hat sich nicht nur die finanzielle Unterstützung für Kriminalitätsopfer seitens des Staates verbessert. Opfer haben auch im Strafprozess mehr Rechte als früher und Anspruch auf umfassende und sensible Betreuung nach der Tat. „Getan ist unserer Arbeit noch lange nicht. Zum einen hat sich die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten seit 1976, dem Gründungsjahr des WEISSEN RINGS, wesentlich erhöht. Zum anderen dreht sich in der öffentlichen und medialen Wahrnehmung noch immer zu oft alles um den Täter, das Opfer bleibt in seiner Not, mit seinen Belangen und Bedürfnissen außen vor. Hier gegenzusteuern, ist eine Kern-Aufgabe unseres Vereins“, so Raubal.

Vielen hunderttausend Kriminalitätsopfern und ihren Angehörigen konnte der WEISSE RING bereits helfen: Seit Bestehen des Vereins wurden bis dato insgesamt mehr als 353.000 materielle Hilfeleistungen erbracht. Für Betreuungsmaßnahmen wie Umzugshilfen, Hilfeschecks für anwaltliche oder psychotraumatologische Erstberatungen oder rechtsmedizinische Untersuchungen wurden mehr als 204 Millionen Euro bereitgestellt. Auch im Kreis Ahrweiler konnten die derzeit 16 Mitarbeiter des WEISSEN RINGS viel bewegen und seit Gründung ihrer Außenstelle mehr als 2.000 Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite stehen.

3.200 ehrenamtliche Helfer sind im Einsatz

In der Gesamtzahl nicht erfassbar sind die vielen tausend Stunden der ehrenamtlichen Hilfe, die von rund 3.200 ehrenamtlichen, professionell ausgebildeten Mitarbeitern der bundesweit 420 Außenstellen erbracht werden. Sie leisten menschlichen Beistand, erörtern mit den Betroffenen Hilfsmöglichkeiten und begleiten sie auch bei Gängen zur Polizei, zu Gerichten oder anderen Stellen, um dort als Vertrauensperson zu unterstützen. Vieles geschieht dabei im Zusammenwirken mit anderen sozialen Einrichtungen wie solche von Kirchen, Staat oder privaten Trägern. Auch über das kostenlose, bundesweite Opfer-Telefon des WEISSEN RINGS bieten Mitarbeiter unter der Rufnummer 116 006 täglich von 7 bis 22 Uhr Trost und Orientierung. Im Sommer 2016 hat der WEISSE RING zudem eine Onlineberatung eingerichtet, um einen anonymen Zugang zu seinen Hilfsmöglichkeiten zu schaffen.

Neben der praktischen Opferhilfe und dem öffentlichen Eintreten für Kriminalitätsopfer sind die Helfer des WEISSEN RINGS aber auch auf dem Feld der Kriminalprävention aktiv, um Verbrechen bestmöglich vorzubeugen und zu verhindern, dass Menschen - mitunter erneut - Opfer von Straftaten werden. Die tragende Säule des WEISSEN RINGS bildet bis heute bürgerschaftliches Engagement. „Unsere ehrenamtlichen Frauen und Männer sind das Rückgrat des WEISSEN RINGS; ohne ihren Einsatz wäre Opferhilfe in Deutschland nicht leistbar“, betont Raubal. Der Verein arbeitet seit seiner Gründung vollkommen unabhängig von staatlichen Finanzmitteln und finanziert seine Tätigkeit ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, testamentarischen Zuwendungen sowie von Gerichten und Staatsanwaltschaften verhängten Geldbußen. „Wenn es den WEISSEN RING nicht schon gäbe, müsste er erfunden werden – diesen Satz haben wir in den Jahren unseres Bestehens schon oft von Menschen gehört, denen wir geholfen haben“, zitiert Hubertus Raubal. „Für uns ist entscheidend, ob wir dabei helfen können, dass Betroffene einen Weg zurück in ein normales Leben finden.“

Der WEISSE RING ist Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität. Der Verein hat mehr als 100.000 Förderer und unterhält in seinen 18 Landesverbänden ein Netz von rund 3.200 ehrenamtlichen, professionell ausgebildeten Opferhelfern in 420 Außenstellen. Er ist sachkundiger und anerkannter Ansprechpartner für Politik, Justiz, Verwaltung, Wissenschaft und Medien in allen Fragen der Opferhilfe.

Die Außenstelle Ahrweiler ist im Internet über die Homepage des WEISSEN RINGS „www.weisser-ring.de“ jederzeit erreichbar. Sorgen und Probleme können dort über ein Kontaktformular diskret mitgeteilt werden. Zusätzlich ist sie über Tel. (0 26 55) 96 12 59 oder per Mail unter „weisser-ring-ahrweiler@t-online.de“ erreichbar. Vertraulichkeit ist gewährleistet. Erste Telefongespräche sind auch anonym möglich.

Pressemitteilung

WEISSER RING,

Außenstelle Ahrweiler

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