Landtagsabgerordneter Benedikt Oster (SPD)
Seriöse Lösungen für die Luftrettung in unserer Region statt populistischer Vorschläge
Kreis Cochem-Zell. Das jüngste Presse-Statement von Jens Münster zur Forderung nach einem weiteren nachtflugtauglichen Hubschrauber in unserer Region ist aus meiner Sicht populistisch; fachlich unzureichend und in Gänze unausgegoren.
Es werden Forderungen erhoben ohne darzulegen, wie diese realistisch, finanzierbar und organisatorisch umsetzbar sein sollen.
Zu den Fakten: Ein vollständig nachtflugtauglicher Hubschrauber im 24/7-Betrieb erfordert erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen. Für einen solchen Betrieb werden rund zehn zusätzliche Ärztinnen und Ärzte benötigt.
Die jährlichen Kosten belaufen sich auf etwa drei Millionen Euro. Darüber hinaus ist eine entsprechende Finanzierung mit den Krankenkassen zu verhandeln. All diese zentralen Aspekte bleiben in der Darstellung von Herrn Münster unerwähnt. Gerade kleinere Krankenhäuser können eine solche zusätzliche Belastung nicht ohne Weiteres stemmen.
„Ich selbst stehe als Landtagsabgeordneter für unsere Region seit Wochen im engen und konstruktiven Austausch mit dem Innenministerium. Mein Ziel ist es, die Luftrettung Schritt für Schritt, realistisch und zeitnah zu verbessern. Konkret setze ich mich aktuell dafür ein, dass der bestehende Hubschrauberstandort in Wittlich eine Erweiterung der Randzeiten erhält, sodass Flüge bis zum Sonnenuntergang möglich sind. Dies wäre ein kurzfristig erreichbarer und spürbarer Fortschritt für die medizinische Versorgung im Kreis Cochem-Zell.
Selbstverständlich ist es auch mein mittel- und langfristiges Ziel, einen vollständig nachtflugtauglichen Hubschrauber in unserer Region zu etablieren. Dieser Schritt muss jedoch seriös vorbereitet, fachlich begründet und nachhaltig finanziert sein – alles andere wäre verantwortungslos.
Irritierend ist zudem die Behauptung von Herrn Münster, die Landesregierung würde Krankenhäuser schließen. Diese Aussage ist nachweislich falsch. Als Kreistagsmitglied aus dem Raum Zell sollte er die tatsächlichen Fakten kennen und keine Unwahrheiten verbreiten.
Am Ende hilft eine solche populistische Zuspitzung niemandem – außer den politischen Rändern. Meine Überzeugung ist klar: Gerade in herausfordernden Zeiten sollten die demokratischen Parteien der Mitte im Wahlkampf nicht gegeneinander arbeiten, sondern sich gemeinsam für tragfähige Lösungen für die Menschen vor Ort engagieren: Sachpolitik, Verantwortung und Realismus müssen Vorrang vor lautstarken, aber unausgereiften Forderungen haben“, so Oster.
Pressemitteilung Büro Benedikt Oster
