Feuerwerksverbot in Rheinbach
Silvesterfeuerwerk: Auch 2026 Keine Bewegung in Richtung Schutz von Umwelt, Gesundheit und Tieren
aus Rheinbach
Rheinbach. Bereits am 23.04.2026 stellten die GRÜNEN einen Antrag im Ausschuss für Umwelt und Mobilität, mit dem Ziel, dass das Abbrennen von Feuerwerkskörpern auch an Silvester und Neujahr eingeschränkt wird. Hintergrund sind für die GRÜNEN der Schutz von Umwelt, Tieren und Gesundheit sowie die Entlastung der Rettungsdienste.
Da es nach Einschätzung der GRÜNEN gut möglich ist, dass für das gesamte Stadtgebiet ein entsprechendes Verbot gerechtfertigt werden kann, wurden direkt bei Antragstellung Alternativen vorgeschlagen wie eine zentrale Drohnenshow.
In der jüngsten Sitzung des Ausschusses am 08.09.2026 legte die Stadtverwaltung einen Prüfbericht zu dem Antrag dar. Daraus geht hervor, dass die Stadt von der Einrichtung von Feuerwerksverbotszonen abrät. Die Verwaltung stellt die finanziellen und personellen Hürden als sehr hoch dar und sieht keine ausreichende Gefährdungslage, um den Aufwand zu rechtfertigen.
Diese Einschätzung halten die GRÜNEN für einseitig; so wurden zwar die Zahlen zu Brandeinsätzen der vergangenen Jahre herangezogen, Umwelt- und Tierschutz sowie die gesundheitlichen Gefahren durch Feinstaub und Lärm blieben jedoch unberücksichtigt.
Darüber hinaus werden in anderen Kommunen bereits Verbote umgesetzt. Teilweise handelt es sich auch um Kommunen in einer ähnlichen Größenordnung wie Rheinbach, sodass für die GRÜNEN unklar ist, weshalb eine entsprechende Regelung dort umgesetzt werden kann aber nicht in Rheinbach.
Aus Sicht der GRÜNEN drängt sich der Eindruck auf, dass die Verwaltung nicht an einem Verbot für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern interessiert ist. In den Ausführungen der Verwaltung heißt es, es „bestünde die Gefahr, dass faktisch ein sehr großer Teil des Stadtgebiets von Verbotszonen erfasst würde“.
Die GRÜNEN sehen in dem von der Verwaltung benannten Umstand kein Argument gegen ein Verbot, sondern genau den Punkt des Antrags: In einer Stadt wie Rheinbach, die geprägt ist von vielen Fachwerkhäusern und landwirtschaftlichen Betrieben, ist das Risiko von Bränden und Panik bei Tieren hoch. Die GRÜNEN halten es für falsch, dass Sicherheit und Wohlbefinden von Mensch und Tier aufgrund bürokratischer Trägheit ins Hintertreffen geraten.
Zum Bedauern der GRÜNEN folgte die große Mehrheit der Ausschussmitglieder der Argumentation der Verwaltung und lehnte den Antrag der GRÜNEN im Großen und Ganzen ab.