Stadtrat: Alte Pläne zur Mensa am alten Standort wurden fallen gelassen
Sinzig: Neuer Ort für Mensa und Stadthalle gefunden
Sinzig. Im Rahmen der letzten Stadtratssitzung in Sinzig präsentierte Sofia Lunnebach, Geschäftsführerin der stadteigenen Wiederaufbaugesellschaft GEWI (Gesellschaft für Entwicklung, Wiederaufbau und Innovation) , einen Sachstandsbericht zur Wiederherstellung der flutgeschädigten Gebäude, Anlagen und Brücken in Stadt und Stadtteilen, Das Fazit: Es wird. Auch wenn die Realisierung mancher Projekte länger dauern als es möglicherweise geplant war, gehe es sichtbar voran. Erfolgsprojekte sind die jüngst wiedereröffnete Bad Bodendorfer Boule-Bahn, die wiederhergestellten Außenanlagen am Fußballplatz ebenfalls in Bad Bodendorf oder dem Spielplatz in der Hohenstaufensraße. „Es gibt viele Baustellen, und das im positiven Sinne“, merkt Bürgermeister Andres Geron an.
Aufgeständerte Bauweise nicht mehr aktuell
Nicht ganz so zielstrebig verlief jedoch die Suche nach einem zukünftigen Platz für die von der Flut zerstörte Mensa am Schulzentrum im Dreifaltigskeitsweg. Denn die Pläne sahen vor, die Mensa am alten Ort neu zu errichten. Um im Falle eines erneuten Hochwassers abgesichert zu sein, sollte dies durch eine aufgeständerte Bauweise erfolgen. Entsprechend wurde im Juli 2022 vom Sinziger Stadtrat entschieden. Sollte das Wasser wiederkommen, wäre die Mensa auf Stelzen trotzdem gefährdet, befanden viele. Also musste ein neuer Beschluss her und der alte zugunsten eines neues Standorts weichen. Und nicht nur das: Dringend benötigt die Stadt einen neuen Versammlungsort als Ersatz für den ehrwürdigen, aber auch alten Helenensaal in der Koblenzer Straße, der den Anforderungen zeitgemäßer Veranstaltungen schon lange nicht mehr genügt. Somit lautete der Vorschlag, eine Mensa mit einer Stadthalle zu kombinieren. Auch ein geeigneter Ort ist gefunden: Mensa und Halle könnten auf dem Gelände der Regenbogenschule entstehen. Ergänzend soll die Barbarossaschule zwei weitere Fachräume bekommen.
Neue Lage außerhalb des Überschwemmungsgebiet
Die Vorzüge lägen bei diesem Plan auf der Hand wie Bürgermeister Andreas Geron erläuterte. Wichtig, sei es, dass das Gelände künftig barrierefrei gestaltet werden könnte. Außerdem läge das avisierte Areal außerhalb des Überschwemmungsgebiet im Fall einer erneuten Flut.
Zunächst galt es jedoch, den alten Beschluss aufzuheben, was auch mehrheitlich geschah. Anschließend waren die Ratsmitlieder zur Aussprache aufgerufen. Ralf Urban von den Grünen teilte mit, dass die Mehrheit seiner Fraktion für diesen Vorschlag sei. Positiv sei vor allem, dass keine neuen Flächen versiegelt werden. Auch der Abschied vom Helenensaal sei positiv zu werten.
Cora Blechen (CDU) mahnte jedoch an, dass „es für die Grundschule schwer zu vermitteln sei, dass die Realschule plus neue Räume bekommt“. Denn auch die Regenbogenschule habe mit Raummangel zu kämpfen. Ähnlich sah es auch Reiner Friedsam von der FWG, der sich für eine Aufstockung der Räume der Grundschule aussprach. Um die Heizkosten der Mensa-Stadthallen-Kombination sorgte sich hingegen Norbert Schmickler. Durch die hohen Decken würden auch die Energiekosten in die Höhe schießen, befürchtet er. Außerdem sei ungeklärt, wer nach nicht-schulischen Veranstaltungen wieder aufräume und abbaue. Der Ex-Schuldirektor Hans-Dietrich Laubmann (SPD) konnte entwarnen: Es sei in seiner Laufbahn als Schulleiter des Are-Gymnasiums in Bad Neuenahr-Ahrweiler nur selten vorkommen, dass jemand anderes als Schüler solche Räumlichkeiten nutzen.
Die Ratsmitglieder waren zum Schluss der lebhaften Diskussion fast einer Meinung: Mehrheitlich wurde der Vorschlag verabschiedet eine neue Mensa samt Stadthalle zu errichten. Und was passiert dann mit dem Helenensaal, wenn die Stadthalle erst einmal stehen sollte? „Die Immobilie wird dann veräußert“, sagte Bürgermeister Andreas Geron zum Abschluss des Tagesordnungspunktes. ROB
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