Politik | 12.07.2023

BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus

Sollten die Bundesjugendspiele abgeschafft werden?

Einmal im Jahr wird bei den Bundesjugendspielen gelaufen, geworfen oder gesprungen und dabei um Urkunden gekämpft.  Foto: pixabay.com

Region. Unter der Rubrik „BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus“ betrachten wir regelmäßig das Für und Wider von Themen, die uns alle bewegen. Dieses Mal geht es um die Bundesjugendspiele.

Für die einen Grund zur Freude, für die anderen ein Graus: Einmal im Jahr wird bei den Bundesjugendspielen gelaufen, geworfen oder gesprungen und dabei um Urkunden gekämpft. Die Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz (LSV RLP) fordert nun die vollständige Abschaffung der Bundesjugendspiele und bezeichnet diese dabei als „Zwangsveranstaltung“, die die Schüler einem „absolut unfairen Wettbewerbsdruck“ aussetze. Stattdessen möchte die LSV RLP freiwillige Sportfeste einführen, „die den Fokus auf Miteinander und Teamarbeit legen“. Ein sinnvoller Vorschlag?

Pro: Antiquiert und unfair

Die Bundesjugendspiele sind für viele eine rundherum entmutigende, bisweilen demütigende Erfahrung. Der Wettkampfcharakter löst einen enormen Leistungsdruck aus, was besonders bei den weniger sportlichen Kindern zu Selbstzweifeln und Ängsten führen kann.

Das gesamte Konzept ist von Grund auf unfair: Sportliche Kinder werden bevorteilt, während unsportliche oder gesundheitlich eingeschränkte Kinder sich ausgeschlossen und minderwertig fühlen können. Dieses antiquierte Modell gehört schon längst abgeschafft!

Contra: Wichtige Erfahrung für‘s Leben

Die Bundesjugendspiele sind eine hervorragende Gelegenheit, die Kindern zu mehr Bewegung zu animieren – in der heutigen Zeit, in der die körperliche Fitness unserer Kinder mehr denn je gefördert werden muss, ein unverzichtbarer Programmpunkt im Schuljahr.

Und mindestens genauso wichtig: Bei den Bundesjugendspielen erfahren die Kinder, dass Anstrengung und Leistung gewürdigt werden, und sie lernen gleichzeitig, mit Niederlagen umzugehen – eine Lehre für‘s Leben, werden sie doch in anderen Bereichen wie dem Berufsleben ebenfalls mit diesen Tatsachen konfrontiert. Diese Erfahrung sollten wir ihnen nicht aus einem falsch verstandenen Beschützerinstinkt vorenthalten.

Fazit

Die einen bewerten die Bundesjugendspiele als überholtes Relikt der Vergangenheit, das für Teile der Schülerschaft eine negative Belastung darstellt, während die anderen darin eine wichtige Erfahrung für die Heranwachsenden sehen.

Und nun sind unsere BLICK aktuell-Leser gefragt: Wie ist Euer BLICKwinkel auf die Bundesjugendspiele? Habt Ihr diese gemocht oder ihnen immer mit Unbehagen entgegengesehen? Und wie würdet Ihr die Bundesjugendspiele vielleicht reformieren?

Lasst uns Eure Meinung wissen – auf unseren Social Media-Kanälen, unserem Webportal www.blick-aktuell.de oder mit einem Leserbrief unter Nennung des vollen Namens und Wohnorts per E-Mail an blickwinkel@kruppverlag.de.

BA

Einmal im Jahr wird bei den Bundesjugendspielen gelaufen, geworfen oder gesprungen und dabei um Urkunden gekämpft. Foto: pixabay.com

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Anzeige Number One Sports
Stellenanzeige Reinigungskraft
Empfohlene Artikel
Die Straße „Am Gartenschwimmbad“ wird für 2,1 Millionen Euro fit für den Verkehr zum Are-Gymnasium und zum neuen Hallen- und Freizeitbad gemacht.  Foto: GS
246

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Rat der Kreisstadt hat die Vorplanung zur flutbedingten Wiederherstellung der Straße „Am Gartenschwimmbad“ freigegeben und die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) mit der weiteren Umsetzung beauftragt. Bestandteil der Maßnahme ist die Wiederherstellung der Verkehrsanlagen einschließlich einzelner Entwässerungseinrichtungen.

Weiterlesen

: Blick auf den trockengelegten Mühlenteich mit dem Mühlrad am Herderweg.  Foto: GS
65

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kein Stadtrat in Bad Neuenahr-Ahrweiler ohne das Thema Wiederaufbau. So wurde in der jüngsten Sitzung am Montagabend erneut die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft (AuEG) einstimmig mit entsprechenden Maßnahmen beauftragt. Ein Blick in die Details.

Weiterlesen

Noch ist der Ahrradweg in Sinzig ein Provisorium – temporär eben.  Foto:GS
179

Sinzig. Eigentlich ist beim Ahrradweg in Sinzig noch alles in der Schwebe. Der Weg erstreckt sich im Bereich der Barbarossastadt von der Ahrmündungsbrücke bis hin nach Bad Bodendorf zur Ehlinger Ley. Derzeit wurde der Ahrradweg im Bereich Eisenbahnbrücke bis Spessartsteg und vom Ehrenfriedhof in Bad Bodendorf bis zur Ehlinger Ley temporär hergestellt. Temporär deshalb, da zum Zeitpunkt der Planung noch nicht festlag, wo die endgültige Trasse verlaufen soll.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Aufgrund fehlender finanzieller Mittel muss das Taschenlampenkonzert in Koblenz entfallen.
1473

Finanzielle Mittel reichen nicht aus

Taschenlampenkonzert in Koblenz muss abgesagt werden

Bonn/Koblenz. Der Bunter Kreis Rheinland freut sich sehr, dass das diesjährige Benefizkonzert in Bonn am 12. September 2026 wieder wie geplant stattfinden kann. Dank der großartigen Unterstützung zahlreicher Sponsoren, engagierter Helferinnen und Helfer sowie vieler treuer Unterstützerinnen und Unterstützer ist die Durchführung dieser besonderen Veranstaltung gesichert. Der Verein spricht allen Beteiligten dafür seinen herzlichen Dank aus.

Weiterlesen

Die B267 in Rech.  Foto: ROB
2999

Der Grund: Die Deutsche Bahn saniert

Ahrtal: Vollsperrung der B267 und Zugausfall ab 29.06.

Rech/Mayschoß. Die Bundesstraße 267 zwischen Rech und Mayschoß wird von Montag, 29. Juni, bis einschließlich Montag, 13. Juli 2026, für den Verkehr voll gesperrt. Grund hierfür sind Sanierungs- und Böschungsarbeiten der Deutschen Bahn. Die Vollsperrung ist notwendig, da die eingesetzten Arbeitsmaschinen beide Fahrstreifen in Anspruch nehmen und eine sichere Vorbeifahrt für Verkehrsteilnehmende nicht gewährleistet werden kann.

Weiterlesen