Politik | 19.07.2023, 08:00 Uhr

BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus

Sollten die Bundesjugendspiele abgeschafft werden?

Einmal im Jahr wird bei den Bundesjugendspielen gelaufen, geworfen oder gesprungen und dabei um Urkunden gekämpft.  Foto: pixabay.com
618

Region. Unter der Rubrik „BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus“ betrachten wir regelmäßig das Für und Wider von Themen, die uns alle bewegen. Dieses Mal geht es um die Bundesjugendspiele.

Für die einen Grund zur Freude, für die anderen ein Graus: Einmal im Jahr wird bei den Bundesjugendspielen gelaufen, geworfen oder gesprungen und dabei um Urkunden gekämpft. Die Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz (LSV RLP) fordert nun die vollständige Abschaffung der Bundesjugendspiele und bezeichnet diese dabei als „Zwangsveranstaltung“, die die Schüler einem „absolut unfairen Wettbewerbsdruck“ aussetze. Stattdessen möchte die LSV RLP freiwillige Sportfeste einführen, „die den Fokus auf Miteinander und Teamarbeit legen“. Ein sinnvoller Vorschlag?

Pro: Antiquiert und unfair

Die Bundesjugendspiele sind für viele eine rundherum entmutigende, bisweilen demütigende Erfahrung. Der Wettkampfcharakter löst einen enormen Leistungsdruck aus, was besonders bei den weniger sportlichen Kindern zu Selbstzweifeln und Ängsten führen kann.

Das gesamte Konzept ist von Grund auf unfair: Sportliche Kinder werden bevorteilt, während unsportliche oder gesundheitlich eingeschränkte Kinder sich ausgeschlossen und minderwertig fühlen können. Dieses antiquierte Modell gehört schon längst abgeschafft!

Contra: Wichtige Erfahrung für‘s Leben

Die Bundesjugendspiele sind eine hervorragende Gelegenheit, die Kindern zu mehr Bewegung zu animieren – in der heutigen Zeit, in der die körperliche Fitness unserer Kinder mehr denn je gefördert werden muss, ein unverzichtbarer Programmpunkt im Schuljahr.

Und mindestens genauso wichtig: Bei den Bundesjugendspielen erfahren die Kinder, dass Anstrengung und Leistung gewürdigt werden, und sie lernen gleichzeitig, mit Niederlagen umzugehen – eine Lehre für‘s Leben, werden sie doch in anderen Bereichen wie dem Berufsleben ebenfalls mit diesen Tatsachen konfrontiert. Diese Erfahrung sollten wir ihnen nicht aus einem falsch verstandenen Beschützerinstinkt vorenthalten.

Fazit

Die einen bewerten die Bundesjugendspiele als überholtes Relikt der Vergangenheit, das für Teile der Schülerschaft eine negative Belastung darstellt, während die anderen darin eine wichtige Erfahrung für die Heranwachsenden sehen.

Und nun sind unsere BLICK aktuell-Leser gefragt: Wie ist Euer BLICKwinkel auf die Bundesjugendspiele? Habt Ihr diese gemocht oder ihnen immer mit Unbehagen entgegengesehen? Und wie würdet Ihr die Bundesjugendspiele vielleicht reformieren?

Lasst uns Eure Meinung wissen – auf unseren Social Media-Kanälen, unserem Webportal www.blick-aktuell.de oder mit einem Leserbrief unter Nennung des vollen Namens und Wohnorts per E-Mail an blickwinkel@kruppverlag.de.

BA

Einmal im Jahr wird bei den Bundesjugendspielen gelaufen, geworfen oder gesprungen und dabei um Urkunden gekämpft. Foto: pixabay.com

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Empfohlene Artikel
Die Ahrtal-Werke legten dem Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler für 2025 eine Jahresbilanz von 85,4 Millionen Euro vor.  Foto: GS
130

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Ahrtal-Werke um die Geschäftsführung mit Dominik Neswadba und Thomas Hoppenz sind weiter auf gutem Kurs. Daher folgte der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler am Montagabend dem Aufsichtsrat des kommunalen Energieversorgers und stimmte dem vorgelegten Jahresabschluss 2025 einstimmig zu. Das Gremium beauftragte Bürgermeister Pascal Rowald, in der Gesellschafterversammlung dem Jahresabschluss der Ahrtal-Werke für das 2025 zuzustimmen und den Aufsichtsrat zu entlasten.

Weiterlesen

Die Einrichtung einer IGS an der Regionalen Schule Brohltal wurde bereits im März vom Kreistag abgelehnt. Jetzt scheiterte auch ein FWG-Antrag auf eine neue neutrale Untersuchung der Schülerzahlen im Kreis Ahrweiler.  Foto: GS
137

Kreis Ahrweiler. Im März hat der Kreistag von Ahrweiler den Antrag der Freien Wähler auf Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) an der Regionalen Schule Brohltal in Niederzissen abgelehnt. Dies unter anderem mit der Begründung des beratenden „biRegio“-Planungsbüros in schulpolitischen Entscheidungen, dass „eine „IGS Niederzissen die IGS Remagen empfindlich tangieren würde“.

Weiterlesen

Bildergalerien
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Kleiderstube
Ausbildung zum Metallbauer
Angebotsanzeige (November)
Stellenanzeige Kaufmännische/r Mitarbeiter/in für Verwaltung, Sekretariat & Personal (m/w/d)
Weitere Artikel
Links: Straßenschild Rheinstraße, Mitte: Nostalgisches Bild der Rheinstraße/Vater Rhein (vom Stadtmuseum Andernach), Rechts: Frau Grafen heute
858

Andernach. Wenn Christina Grafen von ihrer Zeit in der Andernacher Rheinstraße erzählt, klingt es fast so, als würde man für einen Moment die Musik von damals wieder hören. Tanzflächen voller Menschen, mehrere Theken, an denen die Getränke ausgeschenkt wurden, ausgelassene Stimmung und mittendrin sie – meistens hinter dem Tresen, wo es selten ruhig zuging.

Von Dilara Köksal aus Andernach

Weiterlesen

v.l.n.r.: Daniel Phiesel, Christel Engeland, Stefan Raetz, Marcel Richter, Martin Warkentin
314

Rheinbach. Die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ hat auch für 2027 wieder einen Rheinbach-Kalender herausgebracht. Die Vorstände Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Marcel Richter: „Der Bildkalender erfreut sich auch in der 13. Auflage großer Beliebtheit und zeigt wieder interessante Rheinbacher Motive.“ Mit Martin Warkentin hat die Bürgerstiftung erneut einen jungen Fotografen aus Rheinbach gefunden, der mit einem eigenen Blick auf die Rheinbacher Motive schaut.

Von Stefan Raetz aus Rheinbach

Weiterlesen

Karate Dojo Kitai Dieblich
200

Dieblich. Am 25. Oktober 2026 stand beim Karate Dojo Kitai aus Dieblich nicht nur der Sport im Mittelpunkt, sondern vor allem der gute Zweck. Unter dem Motto „100 Kata“ stellten sich rund 50 bis 60 Kinder, Jugendliche und Erwachsene einer besonderen sportlichen Herausforderung. Gleichzeitig wurden Spenden für einen guten Zweck gesammelt.

Von Jens Mentges aus Koblenz

Weiterlesen