Politik | 27.07.2017

Riesiger Spiegel sorgte für Aufsehen am Löhrrondell und brachte Passanten sowie regionale Politiker in Gespräche

„Spieglein, Spieglein an der Wand...“

Ein spannendes Gespräch führten miteinander die Bundestagskandidaten (v.l.)Florian Glock,(FDP), Patrick Zwiernik (Bündnis 90/Die Grünen), Ulrich Lenz (DIE LINKE/Kreisverband Rhein-Lahn) und Benjamin Radlow (Projektleiter/Verein „Mehr Demokratie“).. Udo Stanzlawski

Koblenz. Der Verein „Mehr Demokratie“ ging mit dieser einer ungewöhnlichen Aktion an das Löhrrondell und stellte dort den „Spiegel der Gesellschaft“ mit der Überschrift „...wer bestimmt im ganzen Land?“ auf. „Wir haben diesen großen Spiegel aufgebaut, damit die Menschen auf der Straße sich selbst sehen und die Möglichkeit bekommen zu erkennen, das laut Grundgesetzt eigentlich die Bürger selbst es sind, die Chef im Land sind“, erläuterte der Projektleiter des Vereins, Benjamin Radlow vor Ort. Er empfindet eine große Distanz zwischen Politik und Bürger und das will man wieder zusammenbringen. „Unser Weg ist mehr direkte Demokratie und mehr direkte Mitbestimmung in Deutschland auszubauen, beziehungsweise auf der Bundesebene überhaupt einzuführen“, so Radlow weiter.

„Mehr Demokratie“ durch Volksabstimmungen

durch Volksabstimmungen

Der Verein „Mehr Demokratie“ ist der Meinung, dass nur durch eine Vertiefung der demokratischen Teilhabe der Zustand der Demokratie Deutschland verbessert werden kann und setzt sich deswegen für die bundesweite Volksabstimmung ein.

Repräsentative Umfragen zeigen immer wieder, dass sich über 70 Prozent der Bürger/innen wünschen, auch zwischen den Wahlen direkt am politischen zu beteiligen. Als Ergänzung zur parlamentarischen Demokratie die Möglichkeit zu haben, in einem dreistufigen Verfahren als Bürger einzelne Gesetze in Kraft treten zu lassen, sieht der Verein als sein Ziel an. So waren an dem Aktionstag regionale Politiker und auch Passanten dazu aufgefordert in den riesigen Spiegel zu schauen und sich an einem Meinungsaustausch zu beteiligen. Ein spannendes Gespräch ergab sich so mit dem Bundestagskandidaten, Florian Glock,(FDP), Patrick Zwiernik (Bündnis 90/Die Grünen), Ulrich Lenz (DIE LINKE/Kreisverband Rhein-Lahn) und eben Benjamin Radlow. Gemeinsam war man sich einig, ein Ausbau direkter Beteiligungsmöglichkeiten ist dringend notwendig. Patrik Zwierick ist ein klarer Befürworter für mehr Volksentscheide auch in Deutschland, wie er selbst sagte. Es würde auch die Akzeptanz der Politik innerhalb der Gesellschaft auch stärken, erläuterte er dazu. Die Tour geht quer durch Deutschland und lädt in verschiedenen Städten zum Meinungsaustausch ein. US

Ein spannendes Gespräch führten miteinander die Bundestagskandidaten (v.l.)Florian Glock,(FDP), Patrick Zwiernik (Bündnis 90/Die Grünen), Ulrich Lenz (DIE LINKE/Kreisverband Rhein-Lahn) und Benjamin Radlow (Projektleiter/Verein „Mehr Demokratie“).. Foto: Udo Stanzlawski

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Kommentare
27.07.201713:02 Uhr
Uwe Klasen

So wie es derzeit ist, hier sei als schlechtestes Beispiel der Fraktionszwang genannt, kann es einfach nicht weitergehen! Das sollten endlich auch die Politiker in Bund und Ländern erkennen und entsprechende Regelungen für die aktive Mitbestimmung der Bürger in die Wege leiten! Vorbild Schweiz!

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