Polizei und Feuerwehr suchten mit massiven Kräften nach dem Kind
19.01.: Entwarnung in Kempenich: Vermisster Junge ist wieder da
Kempenich. Am späten Sonntagabend, dem 18.01.2026, erhielt die Polizei gegen 22:15 Uhr den Hinweis eines aufmerksamen Bürgers, der in der Ortslage Kempenich im Bereich Gartenstraße/Frankenweg einen etwa zehnjährigen Jungen beobachtet hatte. Das Kind lief barfuß, lediglich mit Socken bekleidet, auf der Straße umher. Dem Zeugen war es leider nicht möglich, dem Jungen zu folgen, sodass dieser kurz darauf aus den Augen verloren wurde.
Die umgehend eingeleiteten Suchmaßnahmen der örtlich zuständigen Polizeiinspektion Adenau blieben zunächst ohne Erfolg. Zudem lag zu diesem Zeitpunkt keine Vermisstenmeldung über ein Kind in diesem Bereich vor. Aufgrund der winterlichen Temperaturen und der unklaren Umstände konnte eine mögliche Gefährdung des Kindes jedoch nicht ausgeschlossen werden.
In der Folge wurden weitere Polizeistreifen aus umliegenden Dienststellen hinzugezogen und die Freiwillige Feuerwehr alarmiert. Währenddessen meldete sich eine Anwohnerin mit einem ähnlichen Hinweis: Gegen 21:00 Uhr habe sie ein Kind im entsprechenden Alter gesehen, das mit einer Decke den Frankenweg hinaufgelaufen sei. Daraufhin wurde die gesamte Ortslage Kempenich einschließlich der Ortsrandbereiche systematisch durch Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr abgesucht. Zusätzlich kam eine Drohne des Deutschen Roten Kreuzes mit Wärmebildkamera zum Einsatz. Parallel dazu wurden anhand der Daten des Einwohnermeldeamtes Familien mit Kindern im genannten Alter aufgesucht und befragt. Trotz der umfangreichen Such- und Fahndungsmaßnahmen, die bis etwa 02:00 Uhr andauerten, ergaben sich zunächst keine neuen Erkenntnisse.
Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Sachverhalt geben konnten, wurden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Adenau zu melden. Wie die Polizei nun ergänzend mitteilt, hat sich der Vorfall zwischenzeitlich aufgeklärt: Ein elfjähriger Junge aus Kempenich hatte am Abend unerlaubt das Elternhaus verlassen und kehrte im Verlauf des Abends wohlbehalten zurück. Erst am folgenden Morgen erlangte die Mutter Kenntnis von den umfangreichen Fahndungsmaßnahmen und informierte daraufhin die Polizei.
