Gutachten zur Grundschule Reifferscheid
Steinhausen ist „fassungslos“
FDP fordert alle Parteien auf, an einem Strang zu ziehen
Reifferscheid. Völlig unverständlich und überhaupt nicht nachvollziehbar ist für die FDP das jetzt bekannt gewordene Gutachten zum Schulstandort in Reifferscheid. „Ich bin fassungslos, dass die Verbandsgemeinde Adenau mit diesem Gutachten praktisch der Grundschule Reifferscheid den Todesstoß gibt“, erklärt die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Christina Steinhausen.
„Nach unseren Treffen mit den Eltern zusammen mit dem Verbandsbürgermeister Guido Nisius bin ich davon ausgegangen, dass wir alle an einem Strang ziehen und die Schule retten wollen. Wir hatten ja extra die FDP-Landtagsabgeordnete Helga Lerch eingeladen, die uns viele Hinweise für die Gestaltung des Gutachtens gegeben hatte und sich anschließend auch noch bei der Schulministerin für den Standort eingesetzt hat. Jetzt kommt sozusagen aus den eigenen Reihen ein Gutachten, mit dem das Todesurteil für die Grundschule begründet wird“, ärgert sich Steinhausen.
Offenkundig habe man sogar die positiven Argumente ins Gegenteil verkehrt. Beim Ortstermin sei deutlich erläutert worden, dass das neue Bürgerhaus eine zusätzliche Möglichkeit für Sportangebote in der Schule biete. Im Gutachten werde das umgedreht nach dem Motto, dass die Schule nicht mehr als Versammlungsort benötigt werde. Was diese allerdings laut Bürgermeister Mike Henneberger nie gewesen sei.
„Wir waren bei unserem Besuch auch sehr beeindruckt vom hervorragenden Engagement der Eltern. Auch das wird anscheinend in dem Gutachten jetzt einfach kleingeredet,“ kritisiert die Bundestagskandidatin.
„Was mich besonders wundert, ist, dass die Verbandsgemeinde nicht stärker die Argumente für Reifferscheid in die Waagschale geworfen hat. Wir können gegenüber der Bildungsministerin nur dann überzeugen, wenn wir vor Ort an einem Strang ziehen. Bei der Podiumsdiskussion der KAB in Reifferscheid haben alle Parteienvertreter, von der CDU über die SPD bis zu den Grünen verkündet, sich für die Schule einzusetzen. Ich bin gespannt, wann der Einsatz der anderen Parteien kommt,“ fragt der FDP-Kreisvorsitzende Ulrich van Bebber, der seinerzeit die FDP in der Diskussion der KAB vertreten hatte und für ein gemeinsames Vorgehen zur Rettung der Grundschule geworben hatte. Pressemitteilung des
FDP-Kreisverbands Ahrweiler
