Politik | 28.07.2020

Bürger für Swisttal

Swisttal ist Spitzenreiter bei der Ausweisung von Bauland

Quelle: Pixabay /Bürger für Swisttal

Swisttal. Swisttal ist mit 4,8 fertiggestellten Wohneinheiten pro 1.000 Einwohnern der Spitzenreiter im Ranking zur Bauintensität. Betrachtet wurde der Rhein-Sieg-Kreis sowie die Stadt Bonn.

Laut einer Sonderstudie aus dem Jahr 2017 für Swisttal und Umgebung wurden 190 Wohneinheiten für Swisttal bis 2030 als Bedarf ermittelt, davon 27 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern.

Wie die Bürger von Swisttal (BfS) sehr kritisch angemerkt haben, ist dieser Bedarf an Wohneinheiten mit den bereits geplanten Baugebieten und ca. 450 Wohneinheiten mit nahezu 300 Prozent übererfüllt. Der geplante Anteil an Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern, welcher von den Bürgern dringend gefordert wird, ist hierbei gering. Mit laufenden Verfahren, zum Beispiel in Buschhoven mit dem Gebiet „Schießhecke“ oder in Heimerzheim mit dem Gebiet „Am Burggraben“ wäre mit ca. 190 geplanten Wohneinheiten der Bedarf bis 2030 gedeckt. Zurzeit sind aber schon weitere Baugebiete in Planung oder wie der „Neukircher Weg“ in Heimerzheim in der Umsetzung. Hier entstehen gerade 50 Einfamilienhäuser.

Ginge es nach den Vorstellungen der Verwaltungsspitze in Swisttal, würde mit insgesamt 57.000 qm noch zusätzliches Bauland in Morenhoven, Dünstekoven, Straßfeld, Ludendorf und Ollheim in einem verkürzten Verfahren nach § 13 b des Baugesetzbuches ausgewiesen.

Dies ergäbe ca. 100 weitere Wohneinheiten. Zum Vergleich: Die Stadt Meckenheim möchte bis 2025 jährlich 50 Wohneinheiten in Ein- und Zweifamilienhäusern und 23 Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern umsetzen.

Zu einem gesunden Wachstum in unserer Gemeinde gehört neben der Innenraumverdichtung und Attraktivität der Ortskerne auch die zeitgemäße Infrastruktur. Diese muss erhalten oder neu bereitgestellt und auch finanziert werden. In Anbetracht einer sehr angespannten Haushaltslage müssen hier Prioritäten gesetzt und mit Ziel und Maß gehandelt werden.

Derzeit können wichtige Projekte, wie zum Beispiel die Sanierung des Hallenbades in Heimerzheim nur durch den Erhalt von Fördermitteln ermöglicht werden. Um den Neu- und Umbau von Schulen zu gewährleisten, wurden Projekte, wie der Neubau eines bürgerfreundlichen Rathauses, auf unbestimmte Zeit verschoben. Wenn es heute schon Probleme bei der Erhaltung und Schaffung einer modernen Infrastruktur gibt, sehen wir durch die überplanmäßige Ausweisung von Bauland unzumutbare Belastungen auf die Gemeinde und den Steuerzahler zukommen.

Swisttal soll seinen ländlichen Charakter behalten. Allein schon aus Umweltschutzgründen und der Erhaltung der Natur darf nicht jeder verfügbare Acker in Bauland umgewandelt werden. Hierfür werden sich die Bürger für Swisttal (BfS) weiterhin einsetzen.

Pressemitteilung

Bürger für Swisttal (BfS)

Quelle: Pixabay /Bürger für Swisttal

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