Tempo 30 in Bandorf
Antwort auf Leserbrief Blick aktuell 44/2015
Als bei der Sitzung anwesendes Ortsbeiratsmitglied fühle ich mich vom Leserbrief persönlich angegriffen. Dass, wie in vielen anderen Orten, auch in Bandorf oft zu schnell gefahren wird und dies an einigen Engstellen eine ganz besondere Gefährdung darstellt, ist unstrittig. Das aber Ortsvorsteher und Verwaltung die Ergebnisse einer über einen längeren Zeitraum durchgeführten Geschwindigkeitsmessung geheim halten, wie von Herrn Schettler-Köhler unterstellt, weise ich auch im Namen anderer Ortsbeiratsmitglieder aus Bandorf entschieden zurück und zitiere aus der öffentlich einsehbaren Niederschrift zur Sitzung: „Der Vorsitzende betont auch hier, dass die Zuständigkeit in Bezug auf die Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit weder beim Ortsbeirat noch bei der Stadtverwaltung liege. Die Ergebnisse der Messungen können bei den Ortsbeiratsmitgliedern eingesehen werden.
Die zuständigen Verkehrsbehörden erhalten von der Stadtverwaltung jeweils eine Auswertung der Geschwindigkeitsmessung, diese müssen in eigener Zuständigkeit entscheiden, ob und welche Maßnahmen ergriffen werden sollen.“ Hinzuzufügen ist dem nur noch, dass einige Bürger noch in der Sitzung von dieser Möglichkeit, die Ergebnisse einzusehen, Gebrauch gemacht haben, im Gegensatz zum Leserbriefschreiber. Wenn also dem Leser des Leserbriefes suggeriert wird oder werden soll, dass sich der Ortsbeirat erst nach der Unterschriftensammlung der Problematik „Geschwindigkeit in Bandorf“ angenommen hat, so ist dies falsch: Mehrere Geschwindigkeitsmessungen wurden durchgeführt und an die entsprechenden Stellen weitergeleitet. Weiterhin wurde schon in der gesamtstädtischen Verkehrsschau vom 31. Oktober 2012 (TOP 6) die Einführung einer 30er-Zone für die gesamte Ortschaft Bandorf gefordert, auch vom Ortsbeirat. Dies wurde jedoch aus rechtlichen Gründen von der zuständigen Behörde (LBM) abgelehnt.
Ich hoffe dennoch, dass es gelingt, im Ort und für den Ort auch weiterhin konstruktiv zusammenzuarbeiten, denn wir Ortsbeiratsmitglieder sind auch auf den Input der Einwohner angewiesen.“
Andreas Köpping,
Remagen-Bandorf
