Politik | 11.11.2019

Junge Union Koblenz-Montabaur

Trotz der Digitalisierung muss der Mensch im Mittelpunkt stehen

Landesregierung wird aufgefordert, den Wandel voranzutreiben

Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, gab den jungen Politikern gute Ratschläge.Foto: privat

Koblenz. „Einfach mal machen.“ Diesen Ratschlag gab Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, den jungen Politikern im Rahmen seines Vortrags beim Bezirksausschuss der Jungen Union Koblenz-Montabaur mit auf ihren Weg. Habbel hatte zuvor Best-Practise-Beispiele verschiedenster Kommunen vorgestellt und erklärt, wie Digitalisierung auf kommunaler Ebene funktionieren kann. Besonders sogenannte Co-Working-Spaces förderten eine kreative Arbeit und damit Innovationsfindung – auch in Behörden. Trotz der Digitalisierung müsse jedoch der Mensch im Mittelpunkt stehen – und nicht die Technik.

Im Rahmen der Servicedienstleistungen müssten zukünftig die Behörden zum Bürger kommen und nicht umgekehrt. Dies sei durch digitalisierte Prozesse auch realisierbar. Der wichtigste Schritt sei jedoch, einfach einmal anzufangen und keine Angst vor Veränderungen und neuen Wegen zu haben. Besonders in der Praxis träfe die Digitalisierung an ihre Grenzen. Oft sei noch nicht allen Generationen bewusst, dass an der Digitalisierung auch in Behörden kein Weg vorbeiführe. Außerdem hinderten rechtliche Barrieren oft die praktische Umsetzung.

Am Beispiel der Schulen wird dieses Problem deutlich: Für die technische Ausstattung der Schulen sind die Träger – oft Kreise und Gemeinden – der Schulen verantwortlich, während die Ausbildung der Lehrer in die Kompetenz der Länder fällt. Im Ergebnis fehle es den Lehrern an einer entsprechenden Fortbildung, um mit neu angeschaffter Technik arbeiten zu können.

Deshalb fordert die Junge Union die Landesregierung auf, den digitalen Wandel voranzutreiben: Die Landesregierung muss ein Förderprogramm für die Digitalisierung von Kommunen entwickeln und die Kommunen bei der Umsetzung unterstützen. Kommunen sollen so bei der Erstellung von Digitalstrategien und der Implementierung von Digitalprojekten in der Verwaltung Hilfestellungen erhalten. Außerdem ist es erforderlich, pro Behörde einen sogenannten „Digital-Agent“ zu benennen, der für die Digitalisierung von Prozessen innerhalb der Verwaltung verantwortlich zeichnet.

Neben der Thematik „Digitale Kommune“ beschäftigten sich die Mitglieder der Jungen Union mit weiteren Anträgen, die die Zukunft der Region sichern und den ländlichen Raum stärken sollen. Diese Anträge werden dem Landestag der Jungen Union Rheinland-Pfalz vorgelegt.Pressemitteilung

Junge Union Koblenz-Montabaur

Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, gab den jungen Politikern gute Ratschläge.Foto: privat

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Kommentare
12.11.201913:48 Uhr
juergen mueller

Junge Union fordert und hat offensichtlich nicht zu Ende gedacht.
Der digitale Dauerstress verändert unser Denken und ob das für Schüler förderlich und gewollt ist, darüber sollte man sich Gedanken machen, bevor man etwas fordert.
Digitalisierung verändert die Aktivität unseres Gehirn.Lesen und Lernen im INTERNET ist anders als in einem Buch,weil "digitale" Texte andere Funktionalitäten enthalten als analoge,gedruckte Texte..
Die Folgen der Smartphone-Nutzung bereits in jungen Jahren zeigt doch auf,worauf dies hinaus läuft - Überforderung = Ablenkung, Zwang, seltener sprechen, Augenprobleme, physische Schmerzen (Kopfweh).
Das wird durch geförderte Digitalisierung nicht besser - im Gegenteil.
Da hört sich "Trotz der Digitaliserung muss der Mensch im Mittelpunkt stehen" wie ein hohn an.

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