Würdigung der Arbeit des Kinder- und Jugendringes in Swisttal - Rückblick auf positive Jahresbilanz 2013
Übergabe der Trägerschaft beschlossen
Swisttal-Essig. Die Einladungsliste von Pressewart Wolfgang Meier für den Empfang des Swisttaler Kinder- und Jugendringes (KJR) zum Jahresbeginn 2014 in das Josef-Bienentreu-Haus in Essig war lang: Neben den 25 persönlichen Mitgliedern und den 35 Vereinen, die im KJR zusammengeschlossen sind, waren Kooperationspartner, die Gemeinde Swisttal sowie deren Ratsmitglieder, der Rhein-Sieg-Kreis, die örtlichen Schulen sowie weitere Partner aus Swisttal eingeladen worden. Doch die wenigen Getreuen, die neben dem Vorstand des KJR gekommen waren, sahen sich an der langen Tafel mit Häppchen und Getränken ziemlich allein gelassen. Aus dem politischen Bereich war allein Brigitte Donie als Vertreterin des Rhein-Sieg-Kreises erschienen. Die CDU-Politikerin und jugendpolitische Sprecherin des Kreistages überbrachte den Dank des Landrates und des Kreistages. „Der KJR tritt immer engagiert für die Interessen und berechtigten Wünsche der Kinder- und Jugendlichen in Swisttal ein“, so Donie. Auch die Leiterin des Jugendhilfezentrums für Alfter, Swisttal und Wachtberg, Elisabeth Wilhelmi-Dietrich, schloss sich diesem Lob an. Aber die erfolgreiche Arbeit des KJR hätte weitaus mehr Aufmerksamkeit verdient.
Neuer Träger für die offene Jugendarbeit
Sonja Ellmer, Vorsitzende des KJR, hob nach der Begrüßung die wesentlichen Ereignisse des Jahres 2013 sowie die Änderungen zum Jahreswechsel 2014 hervor. Die wichtigste Veränderung nannte sie gleich an erster Stelle: Mit dem Jahreswechsel hat die Trägerschaft für die drei „Offenen Türen“ in Heimerzheim, Odendorf und Buschhoven vom KJR zur Katholischen Jugendagentur Bonn gewechselt. 1999 hatte der bereits 1993 gegründete KJR in Heimerzheim mit einem bereits ziemlich ramponierten Container mit seiner offenen Kinder- und Jugendarbeit begonnen.
Ein Hauptproblem in Heimerzheim waren seinerzeit die vielen Jugendlichen, die mit der Aussiedlerwelle mit ihren Familien aus Osteuropa gekommen waren. 2001 wurde die offene Jugendarbeit zunächst auf Odendorf in den Räumen des evangelischen Gemeindezentrums, 2007 in die Räume des katholischen Pfarrzentrums erweitert. Die Aufgaben wurden für die Vorstandsmitglieder - die neben der ehrenamtlichen Arbeit alle hauptberuflich tätig sind - zunehmend zu einer nicht mehr vertretbaren Belastung, sodass die Vollversammlung 2013 beschloss, die Trägerschaft für die drei „OT“ abzugeben, am besten in professionelle Hände. Der Rhein-Sieg-Kreis und die Gemeinde Swisttal einigten sich mit der Katholischen Jugendagentur Bonn, dass diese ab 2014 die Trägerschaft übernimmt. „Wichtig für uns war, dass die Mitarbeiter von dem neuen Träger übernommen werden“, erklärte Sonja Ellmer. Im März wird sich der neue Träger in Swisttal vorstellen.
Ferienfreizeiten und Weihnachtsmarkt bleiben
„Die Übergabe der Trägerschaft für die OT bedeutet nicht das Ende der ehrenamtlichen Kinder- und Jugendarbeit in Swisttal“, erläutert Inge Kreb-Kiwitt, langjährige Vorsitzende des KJR und jetzige Stellvertreterin, „wir werden wieder für viele Kinder und Jugendliche Ferienfreizeiten organisieren und unseren Weihnachtsmarkt im Dorfsaal veranstalten, der ja über Swisttals Grenzen hinaus Anerkennung findet.“ Im vergangenen Jahr nahmen 60 Kinder und Jugendliche aus Heimerzheim sowie 50 aus Odendorf an den beiden Ferienfreizeiten teil. Es ging unter anderem zur Burg Cochem an der Mosel, zum Drachenfels und zur Steinbachtalsperre. In Odendorf stellte zudem der Schützenverein sein Bogensportgelände für Übernachtungen zur Verfügung. Ein großer Dank des KJR geht daher insbesondere auch in Richtung der Swisttaler Vereine, von denen viele die Kinder- und Jugendarbeit unterstützen, indem sie Schnuppertage anbieten wie die etwa drei Swisttaler Tennisvereine, die Fußballvereine oder die Bogensportabteilung Odendorf. Mit den Schulen wurde bei der Hausaufgabenbetreuung zusammengearbeitet. „Ein besonderer Dank gebührt dem Verein der Freunde und Förderer der Kinder- und Jugendarbeit in Swisttal, der unter der Leitung von Heinz-Dieter Stein immer wieder mit Geldspenden die Aktivitäten des KJR unterstützt“, so Sonja Ellmer. Ein besonderes Projekt war das Thema „Leben auf dem Land“. Hier beschäftigten sich die Jugendlichen mit ihrer jetzigen Lebenssituation, verglichen diese mit früher und blickten dabei auch über den Tellerrand ihrer Heimat hinaus. In Straßfeld gab es zudem Begegnungen mit jeweils zehn Jugendlichen aus Litauen und Italien, im Gegenzug reisten zehn junge Swisttaler nach Litauen. Dass die Interessen der Kinder und Jugendlichen auch weiterhin gut beim KJR aufgehoben sind, gewährleistet zum einen die weiter andauernde ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder, aber auch der beratende Sitz des KJR im Jugend-, Senioren-, Kultur- und Sozialausschuss der Gemeinde.
Mit dem KJR auf Tour zur Steinbachtalsperre.
