Interkulturelle Wochen 2017 Koblenz
Veranstaltung zum Thema NSU
Koblenz. Nach über vier Jahren Prozess und 375 Verhandlungstagen begann Ende Juli das Plädoyer der Bundesanwaltschaft im NSU-Prozess. Ein Urteil gegen Beate Zschäpe und die anderen Angeklagten wird noch für dieses Jahr erwartet. Die Familien der Opfer werden vor Gericht von Anwälten der Nebenklage vertreten. Mit Dr. Mehmet Daimagüler kommt einer der prominentesten von ihnen zu einer Veranstaltung nach Koblenz. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 9. November um 19 Uhr im Koblenzer Rathaus statt. Inhaltlich soll es darum gehen, im Gegensatz zur sonstigen Berichterstattung, die Familien der Opfer in den Mittelpunkt zu stellen. Ihre Sichtweise wird oft vergessen. Wie sieht man den Prozess in München? Wo steht die gesellschaftliche Aufarbeitung aus ihrer Sicht? Hat die Erkenntnis, dass es bei den Morden, die der NSU plante und durchführte, um Rassismus ging, etwas an dem gesellschaftlichen Zusammenleben verändert? Was kann vor diesem Hintergrund Integration bedeuten? Beziehungsweise was würde Integration unterstützen? Was ist zu beachten und einzubeziehen?
Um diese und weitere Fragen wird es bei der Veranstaltung gehen. Die Veranstaltung wird federführend vom Beirat für Migration und Integration Koblenz mit anderen Kooperationspartnern organisiert. Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden des Beirates für Migration und Integration Serkan Genc übernimmt Sebastian Hebeisen die Moderation der Veranstaltung.
Eine gemeinsame Veranstaltung von: Beirat für Migration und Integration Koblenz, DGB Stadtverband Koblenz, ATM (Arbeitsgruppe Türkischer Migranten) AStA Hochschule Koblenz, AStA Universität Koblenz, AWO Rheinland e.V., Abteilung für Migration und Interkulturelle Öffnung, Türkische Gemeinde in Rheinland-Pfalz e.V.
Anmeldung erbeten unter: bmi@stadt.koblenz.de - Info: Tel. (02 61) 1 29 46 09- Ort: Historischer Rathaussaal – Willi-Hörter-Platz 1 – Koblenz.
Pressemitteilung Beirates
für Migration und Integration
