FDP zur Kritik der Grünen an den Pendler-Radrouten
Verkehr wird als Verteilungskampf gedacht
Kreis Ahrweiler. Die Grünen fordern, Pendler-Radrouten wie Bundesstraßen zu behandeln. Das hört sich gut an, löst aber kein Problem.
Unstreitig ist: Pendler-Radrouten sind sinnvoll. Sie können den Alltagsverkehr entlasten und eine echte Alternative zum Auto sein. Gerade deshalb müssen sie realistisch geplant werden. Aber: Große Begriffe ersetzen keine funktionierende Infrastruktur.
Die Forderung nach einer Gleichstellung mit Bundesstraßen klingt entschlossen, löst aber keine praktischen Probleme. Zuständigkeiten, Finanzierung und örtliche Gegebenheiten lassen sich nicht per Schlagwort neu ordnen. Planung wird dadurch nicht besser, sondern komplizierter.
Kern der grünen Argumentation ist ein verengtes Verkehrsverständnis. Verkehr wird als Verteilungskampf gedacht. Fahrrad gegen Auto. Fahrrad gegen Fußgänger. Die FDP lehnt diese ideologisch motivierte Umverteilung von Verkehrsflächen klar ab. Mobilität darf nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Pendler-Radrouten müssen sicher, direkt und komfortabel sein. Sicherheit entsteht jedoch nicht durch starre Vorgaben, sondern durch passgenaue Lösungen vor Ort. Eine pauschale Trennung von der Fahrbahn ist kein Allheilmittel, insbesondere nicht im ländlichen Raum.
Auch der Ruf nach stärkerer Zentralisierung überzeugt nicht. Die Kommunen sind die Vorhabenträger. Sie kennen ihre Engstellen, Verkehrsströme und Akzeptanzgrenzen. Planung von oben nach Straßenklassen entlastet sie nicht, sondern schränkt sie ein.
Die FDP steht für eine pragmatische Verkehrspolitik. Pendler-Radrouten ja – aber funktional, finanzierbar und ohne ideologische Scheuklappen.
Pressemitteilung
FDP Kreis Ahrweiler
