Politik | 28.07.2020, 14:40 Uhr

E-Bike-Radtour mit Bürgermeisterkandidat Dr. Christian Böse

Viele Begegnungen und Gespräche

In Begleitung von ca. 15 Radfahrerinnen und Radfahrern testete Bürgermeisterkandidat Dr. Christian Böse das öffentliche E-Bike-Angebot in Swisttal.Foto: privat
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Swisttal. In Begleitung von ca. 15 Radfahrerinnen und Radfahrern testete Bürgermeisterkandidat Dr. Christian Böse das öffentliche E-Bike-Angebot in Swisttal. Er wollte herausfinden, ob das Angebot geeignet ist, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Swisttal sinnvoll zu ergänzen. So traf man sich an der RVK-E-Bikestation am Odendorfer Bahnhof. An der Ladestation für zehn Fahrräder standen lediglich drei, sodass es kurzfristig nicht möglich ist, für mehrere Personen E-Bikes zu mieten. Grundsätzlich sollte man sich mindestens einen Tag vorher mit der Anmietung über die entsprechende App beschäftigten. Denn dort muss auch der Zahlmodus eingerichtet werden. Spontan ein Bike anzumieten, z.B. wenn der Zug ausfällt oder Verspätung hat, ist eher nicht möglich. Schlecht ist auch, dass keine Reservierungen vorgenommen werden konnten. Weiteres Handicap: die Räder können nur im Gebiet der RVK abgegeben werden und nicht in Gebieten anderer Verkehrsunternehmen. Mal schnell nach Bonn und mit einem anderen Verkehrsmittel zurück, ist damit nicht möglich, es sei denn man nimmt 20 Euro Strafgebühr in Kauf. „Hier muss dringend nachgebessert werden“, so Christian Böse. Darüber hinaus gibt es in Swisttal nur drei Abgabemöglichkeiten für die Bikes. Damit ist es auch mit der Vernetzung der Orte untereinander schwierig. „Es müssen auch dringend die Preise für die Ausleihe gesenkt werden“, so Ratsmitglied Gisela Hein, die ein E-Bike ausgeliehen hatte. Zehn Euro für eine zweieinhalbstündige Tour (vier Euro pro Stunde) sei zu teuer. „In anderen Verkehrsverbünden hätte man für diesen Tarif den ganzen Tag fahren können“, stellte Ratsmitglied Udo Ellmer fest. „Hier zeigt sich, dass die ländliche Region wieder benachteiligt wird.“

Nimmt man das alles in Kauf, hat man ein robustes Rad zur Verfügung mit dem man gut kurze bis mittlere Entfernungen bewältigen kann. Für längere Strecken über 40 Kilometer fehlt der Komfort. So kam die Gruppe jedoch schnell vom Treffpunkt an der Ladestation am Bahnhof Odendorf über Essig, Ludendorf, Ollheim und entlang der Swist nach Heimerzheim. Unterwegs wurde am Dorfhaus und an der Grundschule in Odendorf, am Essig/Ludendorfer Bolzplatz und dem Rathaus Station gemacht. Erfrischend war auch die Pause beim Obsthof Mauel in Ollheim. Der Abschluss der Tour mit vielen guten Begegnungen und Gesprächen war in Heimerzheim am Fronhof. Dort ist zumindest eine Abgabestation für E-Bikes im Umfeld einer Straßenlaterne. „Diese muss zeitnah zu einer vollwertigen E-Bikestation mit Lademöglichkeit ausgebaut werden. Das Netz der Stationen muss dann wachsen, bei der Abgabe braucht es mehr Flexibilität und die Preis- und Reservierungsgestaltung muss deutlich optimiert werden. Erst dann ist dieses System eine sinnvolle Ergänzung zum ÖPNV in der Region“, zog Böse ein Fazit am Ende der Tour.

Pressemitteilung SPD Swisttal

In Begleitung von ca. 15 Radfahrerinnen und Radfahrern testete Bürgermeisterkandidat Dr. Christian Böse das öffentliche E-Bike-Angebot in Swisttal.Foto: privat

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