Ortsbeirat Holzweiler bestätigt Planungen
Vorhandenes Grundstück ist zu klein für den geplanten Neubau
Grüne hatten beantragt, auf den Neubau eines Feuerwehrgeräte- hauses in Kombination mit einem Dorfgemeinschaftshaus zu verzichten
Holzweiler. Obwohl sich die Grünen im Ortsbeirat von Holzweiler und Esch sehr viel Mühe gegeben hatten und dem Gremium umfangreiche Pläne vorstellten, standen sie am Ende allein mit ihrer Ansicht. Sie hatten beantragt, auf den geplanten Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Kombination mit einem Dorfgemeinschaftshaus am Ortsrand zu verzichten, denn man könne das alte Feuerwehrhaus in Esch den Vorschriften entsprechend umbauen.
„Nach unseren Berechnungen ist auf dem vorhandenen Grundstück des Feuerwehrhauses in Esch ausreichend Platz vorhanden für einen Umbau oder sogar einen Neubau, der den Vorschriften entsprechen würde“, erläuterte Boris Zoons (Grüne) in einer ausführlichen Stellungnahme. Dieses Grundstück sei zwar nur 150 Quadratmeter groß, dennoch könne man dort zwei kleine Löschfahrzeuge und auch noch die Aufenthaltsräume für die Feuerwehrleute unterbringen. Dafür sei allerdings eine Aufstockung des Gebäudes notwendig, im Obergeschoss könnten dann die Aufenthaltsräume untergebracht werden. Zumindest dazu hatte er sogar schon entsprechende Pläne erarbeitet.
Feuerwehrfahrzeuge werden immer breiter
Probleme sah Zoons lediglich mit der verfügbaren Breite, denn die DIN-Norm für kleine Feuerwehrfahrzeuge sehe eine Stellplatzbreite von 4,50 Meter vor, mithin für zwei Fahrzeuge neun Meter, die aber schlicht und einfach nicht vorhanden seien. Wenn man aber die Breite auf jeder Seite um 17,5 Zentimeter verringere, könnte es doch klappen. Doch dieses Ansinnen lehnte der von Ortsvorsteher Wilhelm Dreyer (FWG) eingeladene Wehrleiter der Gemeinde Grafschaft, Achim Klein rundweg ab: „Die DIN lautet auf 4,50 Meter, deshalb bleibt es bei 4,50 Meter.“ Zumal die Feuerwehrfahrzeuge ohnehin tendenziell immer größer und breiter würden, weil die Aufgaben der Feuerwehr auch ständig wachsen.
Außerdem müssen die Umkleideräume nicht nur von den Fahrzeugen und deren Abgasen abgeschieden, sondern auch noch nach Geschlechtern getrennt errichtet werden, was im Übrigen auch für die Duschen und die Toiletten gelte. Nicht zuletzt gebe es ein großes Problem mit der Ausfahrt auf die Kreisstraße sowie mit den fehlenden Stellplätzen für die Einsatzkräfte. Von den 22 Feuerwehrleuten müssten 17 im Einsatzfall mit dem eigenen Fahrzeug anrücken, das ja dann auch irgendwo abgestellt werden müsse.
„Das kann auf dem kleinen Grundstück alles nicht funktionieren, das würde vorne und hinten knirschen“, war Klein überzeugt. Abgesehen davon, ergänzte Löschgruppenführer Sebastian Röhn, gebe es ohne Einhaltung der DIN-Norm ohnehin keine Zuschüsse vom Land für einen Neubau oder Umbau.
Neubau soll weiter vorangetrieben werden
Dreyer jedenfalls sah den schon vor vier Jahren einmütig verabschiedeten Neubau mit einer Kombination aus Feuerwehrhaus und Dorfgemeinschaftshaus weiterhin als sinnvoll an. Dem schloss sich auch der Ortsbeirat mit großer Mehrheit an.
Der Antrag der Grünen, die Gemeindeverwaltung solle prüfen, ob ihre Idee realisierbar wäre, wurde mit den sechs Stimmen von CDU und FWG bei zwei grünen Ja-Stimmen abgelehnt.
JOST
