Politik | 29.06.2019, 10:36 Uhr

Forstamt Ahrweiler bittet um Achtsamkeit und Mithilfe

Waldbrandgefahr steigt an

Waldbesucher werden gebeten, Rauchentwicklungen zu melden

Kreis Ahrweiler. „Da die Trocken- und Hitzeperiode weiter anhält, steigt die Waldbrandgefahr deutlich an“, weist Forstdirektor Bolko Haase, Leiter des Forstamtes Ahrweiler, hin. Der vierthöchste Gefahrenindexstufe des Deutschen Wetterdienstes sei inzwischen erreicht.

„Unsere Wälder, die Tiere und Pflanzen können im Brandfall nicht evakuiert werden. Sie sind schutzlos dem Feuer ausgeliefert, Totalverluste der Lebensräume sind neben dem wirtschaftlichen Schaden die bittere Folge“, so Haase weiter. Besonders gefährdet sind Nadelholzreinbestände mit trockenem Unterholz und Wälder mit starkem Besucherandrang. Dank des seit Jahrzehnten planmäßig entwickelten hohen Laubholzanteils und der Vielfalt in den heimischen Wäldern hat man hierzulande einen natürlichen Waldbrandschutz, weswegen großflächige Brände wie in Schweden oder Südeuropa hier nicht zu befürchten sind.

Rund 90 Prozent aller Wald- und Flurbrände gehen auf unvorsichtigen Umgang der Menschen mit offenem Feuer im Wald und in Waldnähe zurück. Waldbrände können auch durch Blitzschlag entstehen.

Das Forstamt Ahrweiler weist gemeinsam mit den Feuerwehren eindringlich alle Naturfreunde und Waldbesucher auf folgende Verhaltensregeln hin: Das Rauchen im Wald ist strengstens verboten. Das Grillen und Anlegen offener Feuer ist im Wald und in Waldnähe verboten. Es sollten ausschließlich offizielle Grillplätze genutzt und größte Vorsicht wegen Funkenflug gezeigt werden. Eine besondere Gefahr geht von den flexiblen Einmalgrills aus.

Autos sollten nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden; trockene Grasflächen können sich durch heiße Katalysatoren unter den Autos entzünden.

Zufahrten zu Wäldern und die Waldwege sind für die Rettungsfahrzeuge vollständig freizuhalten. Jede, auch kleinere Rauchentwicklung außerhalb der Siedlungsgebiete ist zu melden, Notruf 112 (Feuerwehr) oder 110 (Polizei). Die Angabe der im Wald an Wegkreuzungen beschilderten Rettungspunkte (grüne Tafeln mit weißem Kreuz und einer Nummer) erleichtert die rasche Bekämpfung.

„Die ökologischen und ökonomischen Folgewirkungen eines Waldbrands sind schwerwiegend“, betont Haase. So vernichten auch kleinere niedrige Bodenfeuer durch die Temperaturentwicklung und die Schädigung der Wurzeln und Stammanläufe den aufstockenden wertvollen Waldbestand einschließlich aller Lebewesen. Die örtlichen Revierförster, die Feuerwehr und die Polizei sind bei ihren Bemühungen zum aktiven Waldschutz auf die Mithilfe aller Bürger angewiesen.

Pressemitteilung des

Forstamtes Ahrweiler

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