Politik | 29.09.2015

Verbundkrankenhaus Linz-Remagen zur geplanten Krankenhaus-Reform

"Wann immer uns das Leben braucht"

Luftballonaktion „aktive Mittagspause“ als Protestsignal Richtung Berlin

Auch in Remagen stiegen die Ballons mitsamt Unmutsbotschaften in die Höhe. privat

Remagen/Linz. In der Hoffnung die Politik noch einmal zum Nachdenken zu bringen unterstützt das Verbundkrankenhaus Linz-Remagen den Aktionstag der Deutschen Krankenhausgesellschaft gegen die geplante Krankenhaus-Reform durch eine aktive Mittagspause. Mit der Luftballonaktion „aktive Mittagspause“ haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem Franziskus Krankenhaus in Linz und dem Krankenhaus Maria Stern zusammengefunden und unterschiedliche Botschaften an die Politik in den Himmel steigen lassen. „Luftnummer Krankenhaus-Reform“, „Wir gehen vor Ärger in die Luft“, „Uns fehlt die Luft zum Atmen“ sowie weitere Karten symbolisieren ihren Unmut gegenüber den geplanten Änderungen. „Wenn auch die Zielrichtung zu begrüßen ist, werden mit dem Entwurf für das Krankenhausstrukturgesetz die wesentlichen Probleme der Häuser nicht gelöst, sondern zum Teil noch verschärft. Dieses Gesetz verspricht viel, hält nur wenig ein und es gibt auf die großen Zukunftsfragen keine Antworten. Es blendet die demografische Entwicklung völlig aus“, so lautet das Resümee zum Entwurf des neuen Gesetzes durch Verwaltungsdirektor Thomas Werner. Die Reform bringe keine grundlegende Änderung der Investitionsmisere. Seit Jahren wird die Substanz der Krankenhäuser ausgezehrt und statt notwendiger sechs Milliarden Euro pro Jahr für Investitionen werden nur 2,7 Milliarden bereitgestellt. Selbst der geplante Investitionsfond in Höhe von einer Milliarde Euro soll nicht die für notwendigen Investitionen zur Bestandssicherung verwendet werden dürfen. Das Personalförderprogramm ist gewiss ein guter Ansatz. Doch was sind 6.600 zusätzliche Stellen, wenn seit 1997 fast 50.000 Stellen abgebaut werden mussten und durch die geplante Reform den Krankenhäusern Beträge im „Gegenwert“ von 10.000 Stellen gestrichen werden sollen.

„Unsere Mitarbeiter stehen heute nicht nur für die eigenen Krankenhäuser hier, sondern auch im Interesse der Bürgerinnen und Bürger“, so der Verwaltungsdirektor, denn in ländlichen Regionen sichern gerade eher kleinere Krankenhäuser die gesundheitliche Versorgung, für die die geplanten Reformmaßnahmen eine besondere Bedrohung darstellen. So bleibt denn auch die Frage der Bezahlun®g von Notfallbehandlungen durch Krankenhäuser mit der Reform weiterhin völlig ungelöst, Krankenhäuser bleiben in der Summe hier auf einer Milliarde Euro Fehlbetrag pro Jahr sitzen.

Pressemitteilung

Verbundkrankenhaus

Linz-Remagen

Auch in Remagen stiegen die Ballons mitsamt Unmutsbotschaften in die Höhe. Foto: privat

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