Politik | 16.12.2013

Rheinbacher Stadtrat beschloss Gebührenerhöhungen

Wasser und Abwasser werden erheblich teurer

Eine Durchschnittsfamilie muss mit etwa 100 Euro Mehrbelastung pro Jahr rechnen

Rheinbach. Deutlich teurer wird es 2014 für die Rheinbacher Haushalte, denn der Stadtrat drehte gleich zweimal an der Preisschraube: Sowohl der Wasserpreis als auch die Abwassergebühren steigen deutlich an, insgesamt wird es für einen typischen Vierpersonenhaushalt fast 100 Euro teurer als noch in diesem Jahr.

Pro Kubikmeter Frischwasser müssen die Rheinbacher statt 1,38 Euro künftig 1,42 Euro berappen, außerdem wird auch der Grundpreis für die Bereitstellung der Wasserzähler merklich angehoben. So steigt die monatliche Gebühr für einen „normalen“ Wasserzähler, wie ihn die allermeisten Haushalte nutzen, von 4,09 auf 5,90 Euro pro Monat. Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt muss damit künftig rund 40 Euro mehr pro Jahr allein für sein Frischwasser aufwenden.

Auch für das Abwasser steigt die Abgabenlast für eine „Durchschnittsfamilie“ um etwa 50 Euro von bislang 702 auf 752 Euro, denn die Gebühren für Schmutzwasser wurden von 2,83 auf 3,08 Euro pro Kubikmeter erhöht. Die Gebühren für das Oberflächenwasser wurden unverändert bei 1,13 Euro pro Quadratmeter gewichteter Grundstücksfläche belassen.

Wasserpreis war lange unverändert

Werkleiter Walter Kohlosser wies darauf hin, dass sowohl der Wasserpreis als auch die Zählergebühr beim Frischwasser seit 1995 praktisch unverändert gewesen seien. Dennoch wurde es in den vergangenen Jahren immer wieder geschafft, den Etat des städtischen Wasserwerks ausgeglichen zu gestalten und mitunter sogar einen kleinen Gewinn auszuweisen, mit dem die Rücklagen gestärkt wurden.

Doch im kommenden Jahr sei ein Ausgleich der drohenden Verluste nur noch durch eine Gebührenanpassung zu erreichen.

Gründe für den Mehrbedarf beim Wasser seien unter anderem die durch eine Satzungsänderung erfolgte Übernahme der Unterhaltung der Hausanschlüsse im öffentlichen Bereich sowie die Entwicklung des 2004 von der nordrhein-westfälischen Landesregierung eingeführten „Wasserpfennigs“.

Auch der Anstieg des Wassereinkaufspreises beim Wahnbachtalsperrenverband trage zum erwarteten Minus bei, ebenso die Entwicklung der eigenen Betriebskosten einschließlich der Personalaufwendungen und vor allem der Energiepreise.

Abschreibungen werden neu berechnet

Etwas anders sieht die Sache bei den Abwassergebühren aus, die zwar auch im kommenden Jahr ansteigen, im Vergleich zu den Belastungen der anderen Kommunen des Rhein-Sieg-Kreises aber weiterhin auf relativ günstigem Niveau lägen.

Hier sei die Ursache vor allem eine andere Behandlung der Abschreibungen, die bislang auf der Basis der tatsächlichen einstigen Anschaffung- und Herstellungskosten berechnet wurden, künftig aber auf Basis der künftigen Wiederbeschaffungszeitwerte kalkuliert werden müssen. Das sich hieraus ergebende höhere Abschreibungsvolumen erkläre fast die gesamte Mehrbelastung für 2014. Diese Umstellung war 2006 von der Gemeindeprüfungsanstalt vorgeschlagen worden, um eine Verbesserung für die Ergebnisrechnung zu erreichen.

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