Marcel Hürter besichtigt moderne Wasserkraftanlage in Burgbrohl
Wasserkraftschnecke erzeugt "grünen" Strom
Burgbrohl. In der Klöppels Mühle, Burgbrohl, dreht sich seit Kurzem eine Wasserkraftschnecke und erzeugt "grünen" Strom mit dem Wasser des Brohlbaches. Diese Wasserkraftanlage, in früheren Zeiten zu einer Getreidemühle gehörig, heute im Besitz der Eheleute Gilles, besichtigte Marcel Hürter, MdL, gemeinsam mit Ortsbürgermeister Walter Schneider, Alfred Gail, Beigeordneter der Ortsgemeinde, sowie Joachim Huber, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. In den letzten Jahren gestaltete die Familie Gilles, welche sich diesem Mühlenstandort sowie dessen Mühlentradition verpflichtet fühlt, die ehemalige Mühle zu einem Wohnhaus samt Praxisräumlichkeiten um. Als letzte Maßnahme ertüchtigten sie die technisch und ökologisch veraltete Wasserkraftanlage durch Austausch der vorhandenen Turbine mit einer hochmodernen, ökologisch innovativen, erneuerbare Energie liefernden Anlage, einer Wasserkraftschnecke.
Wasserkraft nutzen
Zusammen mit der bereits 1999 wieder hergestellten Durchgängigkeit des dazugehörigen Wehres für aquatische Lebewesen, stellt diese Maßnahme einen weiteren Mosaikstein in dem Bestreben dar, die Durchgängigkeit des Brohlbaches auf gesamter Länge wieder herzustellen und dabei auch die Wasserkraftnutzung umwelt- und klimaschonend zu erhalten und innovativ zu gestalten. Walter Schneider: „Die Ortsgemeinde freut sich, dass Herr Gilles mit seiner Wasserkraftschnecke eine Vorreiterposition einnimmt. Seine Anlage ist die erste dieser Art im Brohltal und wir wünschen uns, dass weitere hinzukommen.“ Markus Gilles ist überzeugt von dieser Technik: „Insgesamt weist die Wasserkraftschnecke eine hohe Fischverträglichkeit auf und ist für den Fischabstieg sehr gut geeignet. Die typische Bauart gepaart mit langsamen und stetigen Drehzahlen verringert das Verletzungspotenzial der Fische, insbesondere bei den wandernden Fischarten, drastisch und lässt eine Einstufung als 'fischverträglich' zu.“ Die Wasserkraftschneckentechnologie zeichnet nach seiner Ansicht dabei einerseits die minimale Umgebungsstörung, andererseits die Umweltverträglichkeit sowie auch die lange Lebensdauer bei relativ geringem Unterhaltungsaufwand aus. Diese kompakte Kleinstwasserkraftanlage ist eine der ersten Anlagen ihrer Art in Rheinland-Pfalz und ist mit einem selbsttragenden Stahltrog ausgerüstet, welcher gleichzeitig Träger der kompletten Generatoreinheit ist. Das Potenzial für den Ausbau der Wasserkraft an den Flüssen des Landes ist begrenzt - hierbei sind die interessanten Wasserkraftanlagenstandorte in Rheinland-Pfalz bereits umfangreich erschlossen. Derzeit gibt es insgesamt 215 solcher Anlagen, die insgesamt auf eine installierte Leistung von 244 Megawatt kommen. Darunter sind auch 130 sogenannter Kleinstanlagen, die ihrerseits eine installierte Leistung von insgesamt lediglich vier Megawatt erbringen.
„Ich ziehe meinen Hut"
Marcel Hürter freut sich über die Investition: „Gerade Kleinstwasserkraftanlagen sind für die biologische Durchgängigkeit der Bäche und Flüsse oftmals problematisch. Daher freut es mich besonders, dass durch den Einsatz der moderneren Wasserkraftschnecke eine deutliche Verbesserung der ökologischen Situation eintritt. Ich wünsche mir, dass zukünftig mehr Anlagen dieser Art zum Einsatz kommen.“ Joachim Huber: „Ich ziehe meinen Hut vor so viel Idealismus ein solch teures Projekt umzusetzen, denn rechnen wird sich die Anlage vermutlich erst in Jahrzehnten.“
Pressemitteilung des
BürgerBüros,
Marcel Hürter MdL (SPD)
Burgbrohl
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