Politik | 10.06.2016

Störerhaftung für Anbieter von frei zugänglichem WLAN wird abgeschafft

„Weg für eine moderne digitale Infrastruktur ist frei“

Ruland (SPD): „Freies Internet in Cafés und auf öffentlichen Plätzen bald möglich“

Marc Ruland, MdL, spricht sich für den öffentlichen und freien Internetzugang aus. privat

Andernach. Positiv reagiert der Andernacher SPD-Landtagsabgeordnete Marc Ruland, MdL, auf den von der Großen Koalition vorgeschlagenen und seitens des Bundestages beschlossenen Gesetzesentwurf zur Reform des Telemediengesetzes. Diese sieht nach Klärung der bestehenden Rechtslage eine vollständige Gleichstellung der Anbieter von öffentlichen WLAN-Netzen mit Internetprovidern wie etwa der Telekom vor. Wie die genannten Internetprovider könnten dann auch Privatpersonen, öffentliche Einrichtungen und etwa die Inhaber von Cafés oder Bars, die sich zur Bereitstellung eines öffentlichen WLAN-Zuganges entscheiden, nicht mehr für strafbare Handlungen haftbar gemacht werden, die in ihren Netzen begangen werden.

Erhebliche Bedenken bezüglich der „Vorschaltseite“

„Ich begrüße die Novelle des Telemediengesetzes ausdrücklich“, erklärt der Andernacher Landtagsabgeordnete Marc Ruland. „Damit ist endlich der Weg frei für eine moderne digitale Infrastruktur und einen barrierefreien Netzzugang. Abmahnungs- und Gerichtskosten für die Anbieter von freiem WLAN entfallen ebenfalls. Somit eröffnen sich nicht zuletzt auch für zahlreiche Kommunen neue Möglichkeiten, denn: Die Frage nach freiem und kostenlosem Internet ist inzwischen zu einem wichtigen Standortfaktor für Bürgerinnen und Bürger sowie den regionalen Tourismus geworden“, so Marc Ruland weiter. Fachpolitiker von SPD und Union hatten sich zuvor darauf geeinigt, die Regelung des freien Netzzugangs durch eine sogenannte „Vorschaltseite“ gleichermaßen zurückzuweisen, da es erhebliche Bedenken gegen diesen Zwischenschritt gegeben hatte. Hierbei hätten sich Internetnutzer dazu verpflichten müssen, während der Nutzung eines freien WLAN-Zuganges keine Straftaten zu begehen. Die rechtliche Gleichstellung privater Anbieter mit den Internetserviceprovidern stellt jedoch eine weitreichendere Gesetzesnovellierung dar. „Ich bin optimistisch, dass die neue Gesetzeslage auch für die Landes- und kommunale Ebene von weitreichender Bedeutung sein und dem Anspruch einer sich wandelnden, digitalen Gesellschaft gerecht wird. Hierzu wollen und werden wir als Sozialdemokraten in Rheinland-Pfalz unseren Beitrag leisten und den Breitbandausbau auch in ländlich geprägten Regionen gemeinsam mit unseren Koalitionspartnern vorantreiben“, so Ruland abschließend.

Pressemitteilung

Marc Ruland, MdL (SPD)

Marc Ruland, MdL, spricht sich für den öffentlichen und freien Internetzugang aus. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Nacht der Vulkane
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Juli 2026
150 Jahre Zeitungsgeschichte
150-jähriges Jubiläum Krupp Verlag
Einzelbuchungen  149180/0
150 Jahre Zeitungstradition
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild.
1386

Ermittlungen nach Verpuffung: 39-Jähriger schwer verletzt

15.07.: Explosion in Einfamilienhaus

Rennerod. In den frühen Morgenstunden des 15. Juli 2025 ereignete sich um 01:40 Uhr eine Verpuffung in einem Einfamilienhaus in der Holzbachstraße in Rennerod. Dabei erlitt der 39-jährige Bewohner schwere Verletzungen. Eine Außenwand des Hauses wurde erheblich beschädigt, während zwei benachbarte Gebäude leichte Schäden davontrugen. Die Feuerwehr rückte aus, um den Vorfall zu bewältigen. Aufgrund der Ereignisse war es notwendig, die B54 für etwa eine Stunde zu sperren.

Weiterlesen

Im Kurpark von Bad Neuenahr: Pascal Rowald, Gordon Schnieder und Bundeskanzler Friedrich Merz.
1035

Emotionale Gedenkfeier zum fünften Jahrestag der Flut: Ahrtal gedachte vor allem der Opfer

Ministerpräsident Schnieder bittet um Entschuldigung für staatliches Versagen

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Fünf Jahre ist es jetzt her, dass sich am 14./15. Juli 2021 eine verheerende Flut durch das Ahrtal wälzte, 135 Menschen aus dem Leben riss, zahllose Verletzungen an Leib und Seele forderte, Existenzen, Häuser, Straßen und Wege zerstörte und das ganze Tal nachhaltig veränderte – bis heute. Am fünften Jahrestag der größten Naturkatastrophe der jüngeren deutschen Geschichte gedachte...

Weiterlesen