MIT Bezirksverband Koblenz-Montabaur
Wie geht es den mittelständischen Unternehmen nach der Ahrtalflut?
Koblenz/Ahrweiler. Dieser Frage geht die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) des Bezirksverbands Koblenz-Montabaur nach und stellt die Frage, nach nun vier Jahren der Flutkatastrophe im Ahrtal. Der Fokus liegt eindeutig vorrangig auf den Wiederaufbau in Infrastrukturmaßnahmen der Kommunen. Das ist wichtig und gut so. Die mittelständischen Unternehmen gehören im weitesten Sinne ebenso dazu, ist sich der Vorsitzende der MIT im Bezirk Koblenz-Montabaur, Detlef Odenkirchen, sicher. Ohne die Unternehmen im Tal gibt es keinen wirtschaftlichen Erfolg und somit keine Steuereinnahmen für die Kommunen. Die Politik hat unmittelbar nach der Flut, richtigerweise gesagt, zu allererst müssen wir uns um die baulichen Schäden unserer Infrastruktur kümmern, damit eine Kommune wieder funktionsfähig wird bzw. bleibt. „Ich denke jedoch, dass nun an nächster Stelle ein weiterer Fokus auf die Unternehmen im Ahrtal besondere Berücksichtigung finden sollten“, stellt sich Odenkirchen solidarisch vor die Unternehmen.
„Bund, Land und Kommunen, haben jetzt die Möglichkeit auch hier die Rahmenbedingungen, besonders im Bereich bauliche Wiederaufbaumaßnahmen, schnellstmöglich zu prüfen und anzupassen und vor allem zu verbessern. Wir müssen von den Lippenbekenntnissen weg, hin zur Umsetzung kommen. Deshalb ist es wichtig, dass jetzt nach vier Jahren, die Themen endlich angepackt werden“, meint Odenkirchen. Derzeit sind einfach noch zu viele Gebäude, auch ehemalige Unternehmen, nicht in der Sanierung und Restaurierung. Die MIT fordert hier ganz klar die Unterstützung durch beispielsweise der örtlichen Wirtschaftsförderungen der Verwaltungen, mit den Eigentümern in Kontakt zu treten und eine Sanierungsstrategie abzufragen, sie im Antragsverfahren und im Sanierungs-Prozess zu begleiten und entsprechend faktisch zu unterstützen. „Meine Forderung, seit Jahren, dass die Flutfolgen, besonders in der politischen Aufarbeitung der Genehmigungsverfahren in übergeordneter Leitungsfunktion koordiniert werden muss, wäre nach vier Jahren von enormen und unglaublichen Wert. Da haben wir jetzt wirklich wertvolle Zeit verloren. Das ist sehr schade“, sagt der Bezirksvorsitzende. Die Flut war für alle Betroffene eine Lebenswende. Die gesamte Region ist nicht mehr wie sie war und wir benötigen u.U. eine Gesamtreflektion, dessen, was wir jetzt vorfinden, also eine Ist-Analyse und dem wo wir hinwollen. Das z.B. wäre doch eine tolle Aufgabe für die „Zukunftsregion AHR e.V.“, sich mit dem Thema Zukunft zu befassen. Visionen und Zukunftsszenarien zu visualisieren und diese mit den Unternehmen an der Ahr zu reflektieren, in Abstimmung zu bringen und dabei zu helfen die Ergebnisse zu verwirklichen. In diesen Prozessen werden sich Firmen u.U. neu ausrichten und ggf. neu aufstellen. Es können viele Möglichkeiten sichtbar werden und zu neuen Erkenntnissen kommen, die man vorher so noch nicht gesehen und abgewogen hat, so die Überzeugung von Detlef Odenkirchen in der Pressemeldung. Er führt weiter aus: „Bei der diesjährigen Veranstaltung der Gedenkfeier zur Flutkatastrophe im Kurpark von Bad Neuenahr, sind mir die betroffenen Unternehmen und die Wirtschaft etwas zu kurz gekommen. Das halte ich für fatal und als kein gutes Signal. Wir brauchen gut funktionierende Unternehmen. Sie sichern uns die Grundlage einer gesunden Gesellschaft. Sie bringen uns Planungssicherheit und spülen die notwendigen Steuereinnahmen in die kommunalen Kassen. Damit tragen sie zum Wohlstand Aller in der Gesellschaft bei. Von daher, sehe ich es als fundamental an, dass wir uns mehr den Unternehmen jetzt öffnen müssen. Es gibt viel zu tun und auch wir sind bereit, hier mit Tatkraft die Dinge anzugehen. Deshalb sind wir auch mit dem MIT-Kreisverband Ahrweiler, Mitglied im Verein „Zukunftsregion AHR e.V.“, um auch hier direkt an den guten Entwicklungen teilhaben und mitwirken zu können. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir nur mit vereinten Kräften aus der Verbandsarbeit, den politischen Vertretern, den Vereinen und unseren Unternehmen, eine gemeinsame Symbiose für eine erfolgreiche Zielsetzung schaffen und gute Ergebnisse einfahren können. Hier bin ich sehr zuversichtlich und schaue vertrauensvoll in eine gute Zukunft, auch und besonders für die kommenden Genrationen. Alles das was wir heute machen, machen wir für die Menschen für Morgen.
Pressemitteilung
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Koblenz-Montabaur
