Politik | 24.11.2020

SPD-Stadtratsfraktion Koblenz

Windkrafträder in Koblenz

Gibt es möglicherweise Probleme für den Flugverkehr?

v.l.n.r.: SPD-Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann, Thomas Braun (ehemaliger Vorsitzender der Modellfluggruppe), Friedrich Lemberg (amtierender Vorsitzender der Modellfluggruppe), Rm Fritz Naumann. Foto: privat

Koblenz. Windenergieanlagen sind eine wichtige Komponente bei der Energiewende in Deutschland. Aktuell liegt laut Bundesregierung der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Bruttostromverbrauch rund 43 Prozent, Tendenz steigend. Auch in Koblenz wird derzeit die Errichtung von Windkraftanlagen in der Nähe des Autobahnkreuzes A48/ A61 diskutiert. „Windenergie ist wichtig für die Region“, erläutert die SPD-Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann, „aber natürlich muss man im Vorfeld eines solch großen Projektes auch mögliche Schwierigkeiten und Probleme in Augenschein nehmen.“

Daher besuchten Lipinski-Naumann und Ratsmitglied Fritz Naumann kürzlich die Anlage der Modellfluggruppe Koblenz. Im Gespräch mit dem amtierenden Vorsitzenden Friedrich Lemberg und seinem Vorgänger Thomas Braun diskutierten die Kommunalpolitiker Auswirkungen möglicher Windkraftanlagen für den Verein und den allgemeinen Flugverkehr.

So führten die beiden Vereinsvertreter aus, dass sich der Flugbereich der seit über 40 Jahren bestehenden Modellfluggruppe mit einem Radius von 500 Metern um das Vereinsgelände erstreckt. „Unseres Erachtens dürften die Windräder nicht in diesem Sektor stehen, da es sonst sowohl für unsere Modelle als auch für die Windräder die Gefahr von Beschädigungen gibt“, erklärt Lemberg.

Während also die Beeinträchtigungen der Modellfluggruppe eher gering erscheinen, sehen die beiden Modellflieger größere Probleme für den ‚großen‘ Flugverkehr, vor allem aufgrund der Höhe der Windkraftanlagen. Bei einer Nabenhöhe von etwa 160 Metern kann man von einer Gesamthöhe von ca. 230 Metern ausgehen. „Bei Schlechtwetterlagen nutzen viele auswärtige Piloten das Autobahnkreuz als Orientierungspunkt, um so in direktem Weg zum Winninger Flughafen zu gelangen. Bei einer Höhe von 230 Metern kann dies zu gefährlichen Situationen führen“, gibt Braun zu bedenken. Auch den Rettungshubschrauber des Bundeswehrzentralkrankenhauses dürfe man nicht vergessen. Dieser startet in unmittelbarer Nähe der geplanten Standorte in alle Himmelsrichtungen. Auch hier könne die Höhe der Windräder daher zu Gefahrensituationen führen.

„In diesem Zusammenhang werden wir Kontakt zu den Verantwortlichen des Flugplatzes Koblenz-Winningen aufnehmen und uns nach deren Meinung erkundigen“, kündigt Naumann an. Erst, wenn mögliche Probleme für den Flugverkehr in der Region ausreichend diskutiert wurden, so die beiden Sozialdemokraten, könne man guten Gewissens über die Ansiedlung von Windenergieanlagen in Koblenz nachdenken.

Pressemitteilung SPD-Stadtratsfraktion Koblenz

v.l.n.r.: SPD-Fraktionsvorsitzende Marion Lipinski-Naumann, Thomas Braun (ehemaliger Vorsitzender der Modellfluggruppe), Friedrich Lemberg (amtierender Vorsitzender der Modellfluggruppe), Rm Fritz Naumann. Foto: privat

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Kommentare
25.11.202000:11 Uhr
juergen mueller

Windenergie ist wichtig für die Region.
Eine Aussage,die alles aussagt.Der obligatorische nichtssagende Besuch "SPD vor Ort" - überflüssig wie ein Kropf.Wer wirklich daran glaubt,dass eine Modellfluggruppe Rübenach Einfluss auf politische Pläne in Sachen Windkraft haben könnte,ist genauso verlogen.
Diese selbst auferlegten u.dem eigenen Nutzen dienenden Pflichtbesuche beinhalten nichts,was man mit Ehrlichkeit u.Glaubhaftigkeit auch nur annähernd in Verbindung bringen könnte.
Fragen und Antworten sind in Sachen WINDKRAFT RÜBENACH längst durchdiskutiert,auch was den Standort der Modellfluggruppe betrifft.
Es ist erstaunlich,dass sich immer wieder Menschen finden,die sich an diesem politischen Szenario beteiligen u.einbinden lassen.
WINDKRAFT wird in Zukunft genauso zu RÜBENACH gehören wie das GVZ A 61 - das weiß jeder hier örtlich vertretene Politiker,der eine mehr,der eine weniger.Man schaue sich nur um,wem die ein oder andere Ackerfläche (noch) gehört.

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