Politik | 02.10.2017

                                 - Leserbrief-

Wir haben die Wahl

Entscheidung längst gefallen?     Stellungnahme zur Bürgermeisterwahl

Am kommenden Sonntag haben wir, die Bürger Sinzigs, im Rahmen der anstehenden Stichwahl die Möglichkeit darüber zu entscheiden, wer von den beiden aus dem ersten Wahlgang hervorgegangenen Kandidaten für acht lange Jahre Bürgermeister der Barabarossastadt werden soll.

Glaubt man als bislang unentschiedener und parteiloser Bürger der Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Ahr jedoch den medialen Veröffentlichungen, so ist diese Wahl längst entschieden.

Besonders verwundern die öffentlichen Aufrufe aus der Anhängerschaft Andreas Gerons – zuletzt auch in Leserbriefen in dieser Zeitung unverhohlen geäußert – einer der beiden Kandidaten für das Bürgermeisteramt, nämlich Martin Braun von der CDU, solle doch bereits vorab seine Kandidatur zurückziehen und den Weg frei machen, für einen „unabhängigen, frischen und unverbrauchten“ Kandidaten. Dies ist offenkundig nach Meinung einiger – aber eben nicht aller – Bürger Sinzigs der vor allem durch ein einziges Thema bekannt gewordene Andreas Geron. Getragen von einer Sympathiewelle wegen der durchaus nachvollziehbaren Ablehnung des Bauvorhabens eines Nahversorgungszentrums im Dreifaltigkeitsweg bzw. der Albert-Schweitzer-Straße, hatte er sich dazu entschlossen, auch Bürgermeister in seiner Heimatstadt zu werden, in der ihm offenkundig nun auch anderes nicht mehr zu gefallen scheint. Glaubt man weiter einem im Internet veröffentlichten Blog, qualifiziert alleine das, ihm das Bürgermeisteramt zuzutrauen. Andererseits wird in demselben Blog in einer bislang auf kommunalpolitischer Ebene noch nie dagewesenen Häme, in frei und unverhohlen geäußertem Hass der Kandidat der CDU derartig schlecht geredet und geradezu niedergemacht, dass berechtigte Zweifel an der demokratischen Gesinnung der Blog-Autoren aufkommen. Einmal mehr wird das Internet dazu missbraucht, nach eigenem Gutdünken für missliebig erklärte Menschen zu verunglimpfen, zu verurteilen, zu beleidigen und in widerwärtigster Art und Weise zu schmähen. Alleine die Zugehörigkeit des Kandidaten Martin Brauns zur CDU scheint einigen Bürgern Sinzig ausreichend zu sein, diesen in die Nähe des bisherigen Bürgermeisters zu bringen und unter den Generalverdacht des Versagens zu stellen. Der andere Kandidat, Andreas Geron jedoch schweigt und schaut diesem Treiben kommentarlos zu. Eine längst überfällig Erklärung Gerons, in der er sich in aller Klarheit und in der von ihm selbst geforderten Transparenz von dieser Art der Unterstützung distanziert, bleibt aus! Wenn aber der Dunstkreis der offenkundig um Geron gescharten Scharfmacher und Aufhetzer sich jedoch schon vor der Wahl so unverhohlen abfällig über den politischen Gegner äußern darf, was erwartet die Bürger Sinzigs, die Mitarbeiter der Verwaltung und der vermeintlich politische Gegner im Stadtrat erst nach der Wahl? Wie stellt sich Andreas Geron eine mögliche Zusammenarbeit mit der Mehrheit der im Rat vertretenen Fraktionen und den dort versammelten 32 Ratsmitgliedern für den Fall vor, dass er tatsächlich für acht Jahre das Amt des Bürgermeisters aus den Händen der Bürger Sinzigs erhalten sollte? Die Fraktionen von CDU, SPD, FDP und mehrheitlich auch der FWG werden von Unterstützern Gerons derartig unfair und populistisch angegangen, dass sich nach seiner eventuellen Wahl eine Zusammenarbeit zwischen wenigstens 24 Ratsmitgliedern und einem sich selbst als „unabhängig“ bezeichnenden Bürgermeister schon jetzt kaum mehr vorstellen lässt. Der Kandidat Andreas Geron, der selbst als Wahlwerbung darauf aufmerksam macht, dass er an keine einzige Fraktion im Stadtrat angebunden ist, bräuchte aber die Zustimmung von wenigstens 17 Ratsmitgliedern, wenn er zukünftig auch nur ein einziges seiner Vorhaben in die Realität umsetzen wollte. Noch ist also tatsächlich nichts entschieden. Wir Sinziger haben kommenden Sonntag die Wahl, und ich werde sicher dem Kandidaten meine Stimme geben, von dem ich erwarten kann, dass er für eine acht Jahre andauernde mehrheitsfähige und grundsolide Politik, einen fairen und menschenfreundlichen Umgang mit den Mitarbeitern der Verwaltung und der politischen Opposition steht. Anders, als dies zur Zeit zu erleben ist, indem nämlich die Parteigänger Gerons auf Ausgrenzung, Isolation, Verachtung und Diffamierung von Andreas Braun setzen und für sich den Sieg bereits mit Wutgeheul reklamieren! Es darf daran erinnert werden: Die Entscheidung fällt erst am kommenden Sonntag und alle zur Wahl aufgerufenen Bürger Sinzigs haben die Wahl, nicht alleine die Freunde Andreas Gerons.

Desirée Gnichwitz

Sinzig

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Kommentare
04.10.201714:46 Uhr
Johannes Holstein

"*Dass ausgerechnet" muss es natürlich heißen!

04.10.201710:20 Uhr
Johannes Holstein

Liebe LeserInnen der Blick Aktuell,
es entsetzt mich, mit welchen Mitteln in Sinzig Wahlkampf betrieben wird. Herr Geron ist mir seit über 25 Jahren persönlich bekannt, ja sogar verschwägert, was ich an dieser Stelle keinesfalls verschweigen möchte. Ich habe ihn immer, wirklich immer, als vollkommen integren und freundlichen Menschen kennen gelernt.
Es ist für mich wahrhaftig schmerzhaft zu lesen, wie sich einige nun über ihn äußern, sich sogar dazu versteigen, ihn in eine rechte Ecke zu stellen (Nachzulesen in Herrn Dr. Deurers Einlassung, " [...] Stimmungsmache im Sinne einer bekannten und jüngst in den Bundestag eingezogenen populistischen Partei" [..]). Das ausgerechnet ein Staatsanwalt einen Juristen Kollegen für die Äußerungen anderer verurteilt macht die Sache nur noch trauriger.
Ich kenne Herrn Geron sehr gut und kann nur sagen: Ich könnte mir keinen besser geeigneten Kandidaten vorstellen. Hätte ich die Wahl, meine Stimme hätte er auf jeden Fall.

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