Politik | 14.03.2016

Für eine Entscheidung brauchen Dierdorfer VG-Rat und Verwaltung mehr Daten und Fakten

Wird das Rathaus saniert oder neu gebaut?

Hochschulstudenten könnten Vorschläge machen – Betreuende Grundschule kostet bald monatlich 20 Euro

Auf dem Dierdorfer Rathausgrundstück wäre Platz für einen Neubau. Das bestehende Gebäude könnte aber auch saniert werden. HEP

Dierdorf. Wird das Rathaus in der Dierdorfer Poststraße 5 saniert oder wird ein neues gebaut? Diese Frage konnte bei der jüngsten Verbandsgemeinderatssitzung niemand beantworten, dennoch wurden Vorgehensweisen diskutiert. VG-Bürgermeister Horst Rasbach erklärte, dass er bereits mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion über das Thema gesprochen habe. „Eine Studie der Kommunalbau ergab, dass auf dem Grundstück freie Flächen Richtung Wiese oder Parkplatz Neuwieder Straße einen Neubau von ca. 42,5 Meter mal knapp 13 Meter mit Anbau eines Sitzungssaals ermöglichen. Wenn es sich wirtschaftlich darstellen lässt, wird das Land entsprechende Zuschüsse geben. Laut eines Schreibens des Landesrechnungshofs ist die Sanierung nicht die wirtschaftlichste Lösung, wenn sie mehr als 80 Prozent eines Neubaus kostet“, führte Rasbach aus. Er verwies auf die Kommunalbau, die meint, dass sich mit 3900 Euro pro Quadratmeter ein Gebäude erstellen ließe. „Hinzu kommen noch Kosten für den Anbau und die Finanzierung. Wir werden noch ein paar Tage brauchen, damit wir wissen, wie hoch die sind. Wir werden jetzt nicht schon einen Haufen Geld für die Planung ausgeben, weil wir nicht wissen, ob wir überhaupt bauen. Das ist der Sachstand heute Abend, mehr kann ich nicht sagen“, unterstrich der Bürgermeister.

Natürlich gab es einige Fragen und auch Vorschläge von Ratsmitgliedern, die meinten, dass sie als Grundlagen für eine Entscheidung viel mehr Daten und Fakten brauchen. Ein VG-Ratsmitglied schlug vor, Hochschulstudenten in Koblenz mit einem Entwurf zu betrauen. Die jungen Studenten könnten dann preiswert ein Konzept entwickeln oder man lobt bei den Studenten einen Preis aus, der nicht viel kostet, aber Rat und Verwaltung weiter hilft. Horst Rasbach versprach, sich in dieser Richtung kundig zu machen und: „Ich werde mich drum kümmern.“

Elternbeiträge für betreuende Grundschulen

Auf der Tagesordnung stand auch die Beschlussfassung über Elternbeiträge der betreuenden Grundschule. Hier folgte der VG-Rat dem Vorschlag der Verwaltung, die einen monatlichen Betrag von 20 Euro vorschlug. Horst Rasbach rechnete vor, dass die 2012 festgesetzten Beiträge nicht mehr reichen, da höhere Löhne durch längere Dienstjahre entstanden sind. Ohnehin geben Land und Verbandsgemeinde jährlich je rund 1800 Euro für die betreuende Grundschule aus. Damit und den Elternbeiträgen von 3750 Euro können im Schulhalbjahr 2015/16 die Personalkosten von rund 9135 Euro nicht gedeckt werden. Es fehlen noch rund 1823 Euro, die die Eltern nachzuzahlen hätten. Bei 38 Vollzahlern in den Grundschulen Dierdorf und Großmaischeid sind fast 48 Euro pro Kind nachzuzahlen, wodurch der Monatsbeitrag auf 23 Euro steigen würde. Die 3 Euro übernimmt die VG als Zuschuss, denn je weniger Eltern das Angebot nutzen, desto teurer wird es.

Auf dem Dierdorfer Rathausgrundstück wäre Platz für einen Neubau. Das bestehende Gebäude könnte aber auch saniert werden. Foto: HEP

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 3

  • Carmen Busch: Das Foto wurde am Linzer Fähranleger aufgenommen. Die Fähre liegt gerade in Kripp
  • Claus Wiest: Das Foto zeigt die Rheinfähre Linz-Remagen, aufgenommen von der Anfahrt auf der Linzer Seite mit Blick auf den Ort Kripp.
Rund um´s Haus
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Kreishandwerkerschaft
Maikirmes Franken
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Zukunft trifft Tradition KW 18
125 jähriges Jubiläum Moses - Aktionsanzeige
Innovatives rund um Andernach
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Stellenanzeige Bauingenieur Trinkwasserversorgung/Abwasserbeseitigung
Empfohlene Artikel
Blick auf die Grundschule Weststraße in Bad Neuenahr mit den Klassencontainern, in denen während der Bauzeit der neuen Grundschule unterrichtet wird. Foto: GS
63

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler hat beschlossen, die Elternbeiträge für die Betreuende Grundschule an den drei städtischen Grundschulen für das Schuljahr 2026/2027 von bislang jährlich 450 Euro auf 500 Euro je fünf Betreuungsstunden pro Woche und Kind festzulegen. Die Erhöhung wurde von allen Fraktionen als „moderat“ bezeichnet, Kritik gab es indes daran, dass „das...

Weiterlesen

Die Atemschutzwerkstatt der Feuerwehr Ahrweiler ist seit der Flut in Containern am Bad Neuenahrer Feuerwehrhaus untergebracht.  Fotos: GS
214

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Kreisstadt investiert in ihre Feuerwehr. Während an der Ramersbacher Straße in Ahrweiler die Arbeiten für das neue Feuerwehrhaus begonnen haben, standen zwei weitere Maßnahmen auf der Tagesordnung der letzten Stadtratssitzung unter Leitung von Bürgermeister Guido Orthen. Orthen wurde am 22. März als Direktkandidat der CDU in den neuen Landtag von Rheinland-Pfalz gewählt, der sich am 18. Mai konstituiert.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Eine Offroad-Nutzung ist nur auf ausgewiesenen Flächen oder mit Genehmigung erlaubt.
31

Tipps vom ADAC Verkehrsexperten Christian Schmidt zum sicheren Umgang mit Quads

ADAC Tipp: Sicher unterwegs mit dem Quad

Quads erfreuen sich gerade im Sommer großer Beliebtheit, sowohl im Freizeitbereich als auch im Straßenverkehr. Gleichzeitig bergen sie erhebliche Risiken: Insbesondere bei Fahrfehlern oder mangelnder Erfahrung kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
10 Jahre NoWi
10 Jahre NoWi
10 Jahre NoWi
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Media-Auftrag 2026/27
Outdoormöbel
Zukunft trifft Tradition KW 18
Zukunft trifft Tradition KW 18
Biergarteneröffnung
Betriebsferien Mai 2026
Arbeiten bei van roje
Titel
Stellenanzeige Servicekräfte